Beobachtungsbericht 02. Januar 2002

Beobachtungsbericht X

OrtNeustadt am Rübenberge(Hannover)(ASNotR)
B:52,533°
L:9,417°
Datum02. Januar 2002
Zeit20:00 Uhr – 22:00 Uhr
GerätNewton 150 f/5 (GSO) (Namens DuP) auf EQ5
Newton 114 f/8 (Vixen) (Namens Gandalf) auf SkyView
OkulareK25mm, Vixen ortho 12.5, Ploessel 6mm, 2xAntaresBarlow
FilterAstronomik UHC
SeeingHorizont: gut;
Zenit gut, zeitweise schlecht durch Häuserdächer
Grenzhelligkeitnicht weiter bestimmbar,
da sehr viel Streulicht

20:00 Uhr

Nach dem der DuP aufgebaut war, wollte ich heute eigentlich mal ausprobieren, ob ich mit meiner Webcam den Saturn bannen kann. Im Okular sah der Ringplanet schon schön aus, waberte aber recht stark, da er sich nach der Dachkante über mir befand. Na gut, also Motorisierung an die EQ5 und draufgehalten. Konnte aber mit der Webcam nichts sehen. Was mich störte war, das wenn ich reinging, konnte ich die Motoren nicht mehr bedienen und dann lief der Planet raus. Also bei der Suche auf dem Monitor war ich mir nie ganz sicher ob er überhaupt noch im GF war. Nach etlichen Versuchen und der Benutzung der 2x AntaresBarlow hatte ich nun ein ovalen Lichtfleckt auf dem Monitor, der aber extrem zu wabern schien. Also gab ich das Vorhaben für heute auf und schaute mir Saturn so an. Kurz vor 21:00 Uhr bemerkte ich dann das der Orion eine schöne Position genau vor unserem Haus eingenommen hat. Also den DuP draufgehalten und da war M42 schön im 25mm Kellner. Als ich den schönen Nebel so am Himmel stehen sah, fiel mir ein das Klaus Lowitz mal den Vorschlag machte einen Vergleich zwischen 6 Zoll und 4,5 Zoll zu fahren.

21:00 Uhr

Also Aufbau von Gandalf auf der SkyView-Monti und auskühlen lassen. Das 25mm Kellner wieder in den DuP und rauf auf M42.

GSO-Newton: 150mm/750mm

30fache Vergrößerung ohne UHC (25mm Kellner):

Nebliger Saum um die Sterne sichtbar. Keine starken Strukturen auszumachen. Die Dunkelwolke Sinus Magnus ist gut zu erkennen.

60fache Vergrößerung ohne UHC (12,5mm Vixen Ortho):

Nach längerem Beobachten sind alle vier Trapezsterne auszumachen. Der Nebel zeigt leichte Strukturen und Sinus Magnus hebt sich stärker ab.

120fache Vergrößerung ohne UHC (12,5mm Vixen Ortho mit 2xAnatres Barlow):

Alle vier Trapezsterne sind nun deutlich zu erkennen. Das Fokussieren fällt durch die starken Streulichteinflüsse schwerer. Leichtes wabern, durch die vielen Häuserdächer, über die ich beobachte. Der neblige Saum zeigt nun deutlichere Strukturen. Sinus Magnus hebt sich sehr deutlich ab. Im Nebel sieht man schöne Strukturen und bei längerer Beobachtung und idealeren Bedingungen, wäre bestimmt noch mehr zu sehen.

30fache Vergrößerung mit UHC (25mm Kellner):

Nebliger Saum ist sichtbar. Der Nebel erscheint heller, als ohne UHC. Die Sterne selbst werden dunkler und nehmen eine leicht bläuliche Farbe an.

60fache Vergrößerung ohne UHC (12,5mm Vixen Ortho):

Trapez immer noch nicht völlig auflösbar, ab und zu denke ich, zwei Komponenten zu sichten. Sterne haben immer noch bläuliche Farbe. Der Nebel selbst zeigt schon Strukturen und hebt sich stärker vom Himmelshintergrund ab.

120fache Vergrößerung mit UHC (12,5mm Vixen Ortho mit 2xAnatres Barlow):

Trapez immer noch nicht völlig aufgelöst. Scharfstellen fällt durch die dunklen Sterne schwer. Der Nebel zeigt nicht mehr Strukturen, als mit 60facher Vergrößerung.

Vixen 114mm/900mm

36fache Vergrößerung ohne UHC (25mm Kellner):

Neblige Strukturen erkennbar. Trapez in 4 Sterne aufgelöst.

72fache Vergrößerung ohne UHC (12,5mm Vixen Ortho):

Eindeutige Auflösung des Trapezes. Strukturen jetzt stärker sichtbar. Sinus Magnus tritt schon deutlich hervor.

144fache Vergrößerung ohne UHC (12,5mm Vixen Ortho mit 2xAnatres Barlow):

Trapez nun weit getrennt. Viele Strukturen sichtbar. Sinus Magnus nun deutlich hervorgehoben. Weitere dunkle Flecken sind sichtbar. Ähnlich dem Ergebnis vom GSO-Newton mit 12,5mm Okular und Barlowlinse.

36fache Vergrößerung mit UHC (25mm Kellner):

Nebel wird aufgehellt. Trapez nur noch als ein Lichtpunkt erkennbar. Sterne werden stark abgedunkelt. Die drei Sterne oberhalb des Trapezes, die in einer Reihe stehen sind nicht mehr alle sichtbar. Davon sehe ich nur noch 2 Sterne.

72fache Vergrößerung mit UHC (12,5mm Vixen Ortho):

Jetzt sind wieder alle drei Sterne sichtbar und das Trapez zeigt trotzdem aber nur kurzzeitig 2 Komponenten. Nebel ist zwar heller, zeigt aber nicht mehr Strukturen.

144fache Vergrößerung mit UHC (12,5mm Vixen Ortho mit 2xAnatres Barlow):

Es sind weniger Strukturen erkennbar als ohne UHC-Filter. Sinus Magnus ist zwar erkennbar, hebt sich aber nicht so stark hervor. Trapez sind nur drei Sterne eindeutig auszumachen.

FAZIT:

Der UHC-Filter hellt in beiden Teleskopen den Nebel schön auf. Durch die starke Abdunkelung ist der Vixen aber klar im Nachteil durch seine geringere Öffnung. Bei diesen starken Streulichteinflüssen kann der UHC bei beiden Teleskopen nicht ganz seine stärken zeigen und deshalb wird der Test auf dem Feld bei nächster Gelegenheit nochmals wiederholt. Bei der Beobachtung ohne UHC-Filter zeigten beide Teleskope sehr viele Details des Nebels und nahmen sich eigentlich nicht viel. Man sollte auch bedenken, das es lange her ist, als ich den M42 das letzte mal sah und dadurch auch nicht auf alles achten konnte. Ich denke bei längerer Betrachtung oder Zeichnung des Nebels zeigt der DuP noch ein wenig mehr.

Im Anschluss an den Test schaute ich mir mit beiden Teleskopen nochmal Saturn an und fand das er im Vixen schöner kam. Dort konnte ich die Cassini-Teilung bei ruhiger Luft schön sehen, was an der höheren Vergrößerung und der längeren Brennweite lag. Zwei Monde waren auszumachen. Das finden von Saturn war mit dem Vixen nicht ganz so leicht, da ihm ein Sucher fehlt. (also wer noch nen 6×30 Sucher rumliegen hat, immer her damit).

Werde den Vixen demnächst mal auf die EQ5 setzen und damit die Planeten erforschen. Dort sollte er wesentlich stabiler halten, als auf der SkyView. Vielleicht kann ich dann mit dem Vixen nochmal den Webcam-Test machen.

So weit von mir. Gruß Euer Stefan

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