Beobachtungsbericht 04. Januar 2002

Beobachtungsbericht XI

OrtNeustadt am Rübenberge(Hannover)(ASNotR)
B:52,533°
L:9,417°
Datum04. Januar 2002
Zeit20:00 Uhr – 22:30 Uhr
GerätNewton 150 f/5 (GSO) (Namens DuP) auf EQ5
OkulareK25mm, Vixen ortho 12.5, Ploessel 6mm, 2xAntaresBarlow
FilterAstronomik UHC, Meade Blau-Filter, SkyGlow
SeeingHorizont: gut (2-3); Zenit gut (2)
Grenzhelligkeit5mag5

20:00 Uhr

Nachdem wir auf unserem Beobachtungsplatz ankamen, erschreckten wir uns sehr. Es waren doch glatt Wolken am Horizont zu sehen. Sie gingen sogar bis zum letzten Deichselstern, des großen Wagens. Aufbauen oder nicht, war jetzt die Frage und da wir ja nicht umsonst rausgefahren sind, hieß es schnell Aufbauen. Als erstes haben wir uns dann ein wenig Eingesehen und die Geräte auskühlen lassen, doch dann ging es schnell los.

20:20 Uhr

M35 (OS) war das erste Ziel heute. Mit dem Telrad, den ich von Beobachtung zu Beobachtung besser beherrsche, habe ich M35 (OS) schnell ausgemacht. Eine wahre Sternenpracht ist dieser offene Sternhaufen im Stier. Wirklich schon. Die geschätzte Sternenanzahl liegt zwischen 30 bis 50 Sternen, die sich zur Mitte hin verdichten. Man könnte auf den ersten Blick sagen man hat dort eine Kugelsternhaufen.

20:50 Uhr

Es geht weiter mit M103 (OS). Erst dachte ich ich hätte Ihn. Viele Sterne. Dann wurde ich mir aber unsicher und nach Karkoschka-Studie (N2) bemerkte ich das ich NGC 663 (OS) getroffen hatte. Auch schon. Dort stand auch das man zwei Gebiete mit vielen Sternen sehen sollte, was ich aber nicht bestätigen konnte. Naja, dann wird er wohl nochmal ein Ziel. Danach aber zu M103. Gegen NGC 663 ist M103 gar nichts. Kaum Sterne. Ich schätze nicht mehr als 10-15. Aber trotzdem schön Ihn gefunden zu haben. Nach kurzem betrachten ging es zum Hauptziel des Abends.

20:55 Uhr

Also Telrad an (falls ich nicht wieder vergessen habe Ihn auszuschalten) und durchgeschaut. Hmm, da müsste er sein. Ein Blick in das 25mm Kellner und er ist da. NGC 457 (OS), einer der schönsten offenen Sternhaufen. Und nachdem bei Albireo so davon geschwärmt wurde, musste ich Ihn einfach sehen. Er ist einfach toll. Die Eulenform sieht man sofort und die gestreckten Flügel auch. Viele Sterne sind sichtbar. Einfach super. Als ich mich satt gesehen hatte ging es auf in den Fuhrmann.

21:15 Uhr

Hier sollten M36 (OS), M37 (OS) und M38 (OS) fallen. Also kurze Orientierung und dann auf. Mit dem Telrad ist die Region schnell gefunden und durch den "Finder" sieht man M38 und M36 schon angedeutet als leichtes Nebelchen. Also durch Teleskop mit dem 25mm und boah. Viele Sterne sind zu sehen. Habe leider keine Schätzung mehr vorgenommen. Dann wird im Sucher auf M36 geschwenkt und boah, noch besser. Sehr viele Sterne sind sichtbar. Aber was ist das? Ein kleines Nebelchen ist am Okularrand zu sehen. Erst dachte ich, ich habe mir wieder auf die Brille geditscht und nen Fettfleck verursacht, doch nach einem kurzen Dreh an der Montierung war klar es musste eine Nebel oder eine Galaxie sein. Und nach nem Blick in den Karkoschka war klar, wir haben NGC1931 entdeckt. Man konnte zwar keine Struktur oder ähnliches sehen, aber das störte nicht weiter. Ich war glücklich und glaubte jetzt klappt alles. Doch Pustekuchen.

21:35 Uhr

M37 nach langer Suche nicht gefunden. Im Sucher sah man nichts und im Teleskop auch nicht. Schade eigentlich, aber dann bleibt auch noch was für später.

21:40 Uhr

M41 (OS) konnte gefunden werden, obwohl er ziemlich Horizontnahe stand und nur Sirius als Orientierung vorhanden war. Denn die ganze Süd-Region steht voll im Stadtlicht von Hannover, das sich zwar ca. 35 km entfernt befindet, aber doch eine großen Einfluss auf den Himmel hat. Naja, als erstes konnten wir Ihn in dem kleinen Vixen meines Freundes ausmachen, doch dann schafften wir es mit vereinten Kräften auf im GSO-Newton und M41 war geschafft.

22:00 Uhr

Nun beschäftigten wir uns eine weile mit M42 und M43. Einfach toll. Am besten kam der Nebel mit dem UHC-Filter und im 12,5mm Okular. Es gab nochmals eine starke Steigerung gegenüber der letzten Balkonbeobachtung. Einfach gigantisch. Das nächste mal werde ich Ihn Zeichnen, falls ich dran denke. Zum Ende hin ging es nochmals in den Stier, M1 (Krebsnebel) anschauen. Der war aber recht unspektakulär und zeigte keinerlei Strukturen oder sonstige Auffälligkeiten.

Also gab es zum Abschluss Saturn. Cassiniteilung konnte gesehen werden, aber nicht umlaufend. Dann die Plejaden und zu guter Letzt nochmals Jupiter. Jetzt war es 22:30 Uhr und nach 2 1/2 Stunden bibern ging es nach Hause.

Fazit: Supertolle Abend, sehr viele Objekte gesichtet. Einfach toll so ein Abend.

Gruß Euer Stefan

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