Beobachtungsbericht 06. Januar 2005

Beobachtungsbericht I 2005

OrtDabendorf (Brandenburg)
B:52,233°
L:13,433°
Datum06. Januar 2005
Zeit18.00 Uhr – 19.30 Uhr
GerätNewton 150 (GSO)
OkulareK25mm, Vixen Ortho 12.5, Ploessel 6mm
FilterUHC
Seeingmittelmäßig bis gut
Grenzhelligkeit???

Seit unheimlich langer Zeit konnte ich nun mal wieder Beobachten.

Nachdem ich die Satellitenbilder nur so aus langer Weile gecheckt hatte, sah ich das es über Deutschland sehr klar war. Also nach einem kurzen Blick vor die Tür, war dann klar, heute wird das Teleskop rausgebracht und beobachtet.

Aufgeregt wie ich war, wurde natürlich nichts geplant. Es ging nur raus um ein wenig in die Sterne zu schauen.

Es war einfach Klasse nach so langer Zeit mal wieder den Himmel beobachten zu können.

Ich schaute mir also den Himmel an da fiel mir wieder ein, das ich schon mal nach der Triangulumgalaxie geschaut hatte und wollte sie diesmal entdecken.

Der Standort war nicht gerade Ideal, aber mein Jagdinstinkt war geweckt und heute wollte ich sie knacken.

Ein kleines Handycap hatte ich an diesem Abend. Beim letzten Umzug nach Berlin waren mir zwei Schrauben an meinem

Sucher abgebrochen und da ich nicht für Ersatz gesorgt hatte blieb mir nur der Telrad.

Die Galaxie war schwerer zu finden als gedacht. Ich musste mich erst mal wieder an die Größenordnungen gewöhnen und fand mich dadurch erst mal nicht so richtig zurecht.

Aber nach einer Weile klappte es und ich fand dann auch eher durch Zufall, als durch erfahrenes Sternenhopping die Galaxie. Durch den schlechten Standort waren leider keine Strukturen zu erkennen. Es glich eher einem Nebel, als einer Galaxie, aber nun weiß ich ungefähr wo ich diese Finde und werde M33 sicher nochmal besuchen, wenn die Bedingungen besser sind.

Es war mittlerweile schon eine halbe Stunde vergangen und da die Temperaturen stark gesunken waren und mir langsam kalt wurde warf ich noch schnell einen Blick auf den mittlerweile Aufgegangen Orion und dessen Nebel M42.

Als ich Glücklich mein Teleskop abbauen wollte, kam meine Schwiegermutter raus und sagte nun das sie auch mal was sehen mag.

M42 war eingestellt und so zeigte ich Ihr diesen Nebel. Da sie das erste mal durch eine Teleskop schaute konnte sie nicht viel mit dem Nebel anfangen. Ich beschloss also Ihr das mal richtig zu zeigen. Nach kurzer Zeit hatte sie das Fokussieren raus.

Wir benutzten dazu einen hellen Stern in der Nähe und sie fokussierte das Teleskop auf Ihre Augenstärke. Danach stellte ich wieder auf M42 ein und zeigte Ihr erneute den Nebel. Danach schraubte ich den UHC noch ein und zeigte Ihr die Unterschiede.

Langsam fing sie an die Strukturen zu erkennen.

Als mein Schwiegervater auch noch dazu stieß und damit eine kleine Beobachtungsgruppe gebildet wurde, machte es noch mehr Spaß.

Ich staunte über die Vielfalt von M42 und konnte gar nicht genug bekommen.

Meiner Schwiegermutter wurde langsam kalt und mein Schwiegervater und ich blieben allein zurück. Als wir uns sattgesehen haben an M42 schwenkten wir noch auf den mittlerweile aufgegangenen Saturn und bestaunten dessen Ringe.

Hier wurde dann neben dem bisher eingesetzten 25 mm Okular auch das 12,5 mm und das 6 mm Okular gebraucht.

Es war einfach wunderschön diesen meinen Lieblingsplaneten zu bestaunen.

Nachdem ich dann nun gänzlich durchgefroren war und mein Schwiegervater weg musste packte ich meine Ausrüstung zusammen und schwor mir das es nicht das letzte Beobachten in diesem Jahr war.

Liebe Grüße

Euer gottie


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