Beobachtungsbericht 14. April 2007

Beobachtungsbericht I 2007

OrtDabendorf (Brandenburg)
B:52,233°
L:13,433°
Datum14. April 2007
Zeit20.00 Uhr – 23.15 Uhr
GerätNewton 200 (Dobson)
OkulareK25mm, Vixen Ortho 12.5, Ploessel 6mm, 2xAntaresBarlow
Filter-
Seeinggut bis sehr gut
Grenzhelligkeit???

Es hat wieder lange gedauert bis ich endlich wieder zum Beobachten gekommen bin. Um ehrlich zu sein über 1 Jahr ist es her. Doch heute war es wieder so weit. Ich sah eine sternenklare Nacht und das Astro-Fieber hat mich wieder erwischt. Also Dobson raus und los ging es auch schon.

Natürlich habe ich durch den noch hellen Himmel die Venus mit meinem 10×50 Fernglas ins Visier genommen. Leicht rechts davon lag eine Sternestruktur. Erst konnte ich diese nicht einordnen. Doch später am Abend stellte ich fest, das ich dort die Plejaden mit meinem Fernglas erwischt habe. Sahen wirklich schön aus in diesem hellen Himmel.

Nach dem der Himmel sich immer weiter verdunkelte und ich ein wenig mit dem Feldstecher in der Gegend rumstriff, sah ich um 21:17 Uhr die ISS am Himmel entlang ziehen. War ein sehr schöner Zufall dieses "Himmelsobjekt" ohne Vorbereitung entdeckt zu haben. Ich probierte Sie mit dem Dobson ins Visier zu nehmen, schaffte dies aber durch die hohe Geschwindigkeit nicht. Beim nächsten mal bekomme ich das auch hin.

Danach ging es auf zum Saturn, der ein spektakuläres Bild lieferte. Selbst mit Barlow und 6mm Oku kam er noch scharf rüber. Man konnte schön die Teilung der Ringe ausmachen. Es war einfach Klasse.

Danach habe ich mein allg. Astrowissen etwas aufgebessert. Laut Sternenführer müsste man das Frühlingsdreieck sehen. Ehrlich gesagt habe ich vorher noch nie was davon gehört, aber ich konnte es sehen. Arktur, Spica und Regulus als Ecksterne des Dreiecks. Naja, jetzt kann ich noch mehr vor Verwandten angeben.

Danach ging es mit dem Fernglas gleich ins Tor der Ekliptik. Ist schon schön zusehen, wie Venus zwischen den Plejaden und den Hyaden steht.

Nun war der Himmel dunkel genug um in die DeepSky-Beobachtung vorzustoßen. Ich hatte mir vorgenommen mich im Löwen auszutoben. Also erst mal auf Regulus gezielt und seinen Begleiter gesehen. Danach kam Gama-Leonis dran. Konnte im Teleskop und den 12.5 Oku auch schön getrennt werden.

Anschließend ging ich auf Galaxienjagt. M65+M66 hatte ich recht schnell gefunden, aber NGC 3628 konnte ich nicht recht sehen. Im 12.5mm sollten eigentlich alle drei noch sichtbar sein. Naja dann dachte ich, probiert es wie früher. Ich hatte es noch nicht verlernt. Indirekt konnte ich dann auch NGC 3628 knacken.

Nach dem ich mich satt gesehen hatte, schaute ich mit bloßem Auge in den Himmel und meinte einen Schleier neben Saturn entdeckt zu haben. Ich hielt mit dem Feldstecher drauf und sah einen fantastischen Anblick eines offenen Sternenhaufens. Nach einem kurzen Blick in meine Sternenkarten sah ich das ich M44 entdeckt hatte. Ähnlich ging es mir mit Melotte 111. Im Fernglas ist diese Sternenansammlung echt wunderschön.

Nun noch auf zu 2903. Schließlich wollte ich im Löwen beobachten. Dies war nicht ganz so einfach zu finden, aber ich schaffte es dann doch langsam. Das helle Zentrum war deutlich zu sehen, wenn man auch hier indirekt auf das Objekt schaute.

Danach zog ich noch mit dem Teleskop zu M44 und stellte fest das dieser Sternehaufen doch im Fernglas schöner ist.

Mein Abend endete Hochzufrieden und es war ein wunderschönes Hochgefühl meinem Hobby zu frönen. Das Gefühl hält noch an und ich werde wieder öfters die Wunder der Natur bewundern gehen.

Bis zur nächsten Beobachtung und Liebe Grüße

Euer gottie

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