Montierungen (Teil 1) – Die azimutale Montierung

Mit diesem Artikel möchte ich dem geneigten Hobbyastronom oder beginnenden Amateurastronom einen kleinen Überblick über die verschiedenen Montierungsarten geben. Hierbei werde ich nach und nach die verschiedenen Montierungen beschreiben. Der erste Artikel beschäftigt sich mit der azimutalen Montierung und beschreibt die Vor- und Nachteile einer solchen Montierung.

Die anderen Artikel der Serie findet Ihr unter den folgenden Link:

Die Azimutale Montierung

Azimutale Montierung - Urheber: Kapege.deDie Azimutale Montierung ist meist einfach aufgebaut und wurde maßgeblich beiden einfachen "Kaufhausteleskopen" mitverkauft. Diese Montierungen ließen sich sehr einfach und kostengünstig Herstellen. Mittlerweile wandelt sich aber der Markt auch in diesen Teleskoppreisklassen. So das häufig schon die besseren parallaktischen Montierungen verkauft werden.
Die Azimutale Montierung hat Ihre beiden Bewegungsachsen im rechten Winkel angeordnet. Diese Achsen verlaufen einmal parallel zum Bode und im rechten Winkel dazu um die Höhe des Teleskops zu verstellen. Die Achse parallel zum Boden nennt man Azimut. Die Achse um die Höhe zu verstellen ist die Höhenachse.
Vorteil der Montierung ist Ihr einfacher Aufbau und Ihr relativ geringes Gewicht. Durch die beiden Achsen an die der Mensch gewöhnt ist machen es dem Anfänger leicht.

einfache azimutale MontierungEs gibt aber einen entscheidenden Nachteil. Wie jeder weiß wandert ein Stern der im Osten aufgeht und im Westen untergeht nicht in einer Ebene, sondern beschreibt einen Kreisbogen. Nun muss man bei der Azimutalen Montierung, aber den Azimut, also die links-rechts-Bewegung des Sterns, korrigieren und zusätzlich die Höhenachse. Wer schon mal durch ein Teleskop geschaut hat, weiß wie schnell die Sterne aus dem Okular laufen. Dort wäre es einfacher, wenn man diesen Sternen nur mit einer Achse folgen könnte, anstatt in zwei Achsen nachführen zu lassen.

Wie man auf dem ersten Bild sehen kann, werden die Azimutalen Montierungen noch häufig bei den GoTo-Systemen eingesetzt. Diese Systeme berechnen per eingebauten Computer die Position der Sterne und verfahren die Montierung dann so, das das Objekt direkt zu sehen ist. Die Nachführung per Computer ist natürlich kein Problem, da diese doch leicht präziser Arbeitet wie der Mensch. Doch bei solchen Systemen geht meiner Meinung nach das halbe Hobby verloren. Ich finde es ist ein großer Teil eines Beobachtungsabends, stolz zu sein das man bestimmte Objekte selbst gefunden hat. Und nicht, das man die Koordinaten auf der Tastatur eingibt (oder sogar nur noch den Namen) und hat das Objekt sofort im Okular.

Hinweis

Natürlich bespreche ich die Montierungen auch noch einmal in meiner Serie Einstieg in die Astronomie. Wer Interesse an dieser Serie hat, finde die ganze Serie in dem er auf das Bild klickt. Zum Montierungsartikel kommt Ihr direkt hier. Dort gehe ich noch einmal verstärkt auf die Himmelsmechanik ein.

Montierungen – Artikelserie (5)


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