Articles from September 2009



Größte Sternenwarte Österreichs wird 40

Am 25. September wird das Leopold-Figl-Observatorium, Österreichs größte Sternenwarte, 40 Jahre.

Einen schönen Bericht darüber könnte Ihr hier lesen.
Neben einer kurzen Geschichte zum Observatorium und dessen Entwicklung wird auf über den Umstand der Lichtverschmutzung gesprochen. Die urbane Entwicklung der Städte zeigen massive Auswirkungen auf die stadtnahen Sternwarten. Ich denke das ist heut kein Einzelfall mehr.

Der VW-Bus der Astronomie-Uni kämpft sich über die steile, geschotterte Forststraße hinauf auf den Schöpfl zum Leopold-Figl-Observatorium für Astrophysik. Hier auf dem bewaldeten Bergrücken, der höchsten Erhebung des Wienerwaldes, steht auf 880 Metern Seehöhe die größte Sternwarte Österreichs. Sie feiert am 25. September 40-jähriges Jubiläum. Grund genug, um dem größten Spiegelteleskop im Lande einen Besuch abzustatten.

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Mathematik in der Astronomie (Teil 5): Das Lichtsammelvermögen eines Teleskopes bei visueller Beobachtung punktförmiger Lichtquellen

(Überarbeitete Version vom 24.07.2009)


Teleskop bei Astroshop

Mit der folgenden Formel kann das Lichtsammelvermögen eines Teleskopes gegenüber dem des Auges berechnet werden.

DFaktor = D²(Teleskop) / D²(AGP)

Um den DFaktor nun in die Einheit [mag] umzurechen, benutzt man die folgende Formel:

D = 2.5 mag * lg (D²(Teleskop) / D²(AGP))

Und hier wieder die Tabelle meiner Teleskope.
Zum besseren Verständnis der Tabelle: Wenn man unter günstigen Bedingungen Sterne der 6. Größenklasse
sehen kann, bei einer AGP von 6mm, dann bringt ein 100-Millimeter-Instrument einen Gewinn von 6.1 mag. D.h. die Grenzgröße wäre 12.1 mag.

Teleskop DFaktor Lichtsammelvermögen in [mag] (gegenüber dem Auge) Lichtsammelvermögen in [mag] (gesamt)
Pluto bzw. Vixen (114 mm) 361 6.4 mag 12.4 mag
GSO-Newton (150 mm) 625 7 mag 13 mag


Die Tabelle ist für einen 6 mag Himmel mit einer AGP von 6mm berechnet worden.

Mathematik in der Astronomie (Teil 4): Das Auflösungsvermögen von Teleskopen

(Überarbeitete Version vom 24.07.2009)


Teleskop bei Astroshop

Manchmal möchte eine Hobbyastronom wissen wie hoch das Auflösungsvermögen seines Teleskopes ist. Gut wer nicht weiß was das Auflösungsvermögen ist, der lese folgendes: Das Auflösungsvermögen ist das Maß in Bogensekunden welches zwei Nahe beieinanderstehende Objekte noch als solche erkennen läßt. D.h. wenn man bei einem Doppelstern nur einen Lichtpunkt sieht, dann kann man diesen Doppelstern nicht mehr auflösen.

Wozu benötigt man nun das Auflösungsvermögen für sein Teleskop. Z.B. um bei der Beobachtungsplanung sich entsprechende Objekte herauszusuchen, die man auch sicher sehen, also auflösen kann. Wie man gleich sieht wird hier das Auflösungsvermögen berechnet. Hierbei werden Formeln verwendet die für Teleskop mit perfekter Optik und unter Laborbedingungen gelten. D.h. man kann sein Teleskop mittels der Werte testen und sehen wie gut die Optik zum Vergleich der optimalen Optik ist. Weiterhin kann man das Wissen um sein Auflösungsverhalten nutzen um die Güte des Himmels zu bestimmen, indem man verschiedene Doppelstern anschaut und sich notiert welche Aufgelöst werden konnten und welche nicht.

Mathematik in der Astronomie (Teil 3): Teleskope und ihre sinnvollen Vergrößerungen

(Überarbeitete Version vom 24.07.2009)


Teleskop bei Astroshop

Die sinnvolen Vergrößerungen eines Telekopes zu wissen ist eine wichtige Information. Denn jedesmal wenn ein Okular oder eine Barlow-Linse angeschafft werden sollte, stellt sich die Frage: Welche Brennweite ist denn am effektivsten für mein Teleskop? Hierbei hilft aber wieder eine einfache Formel:

Brennweite (Okular) = Brennweite (Teleskop) : Vergrößerung

Um nun aber nicht ein Okular zu kaufen, welches nicht mehr sinnvoll mein Teleskop ausnutzt, gilt es vor der Festlegung der Brennweite des Okular, die sinnvolle maximale und minimale Vergrößerung des Teleskopes zu kennen.
Hierbei spielt die maximale und minimale Austrittspupille des Beobachters eine Rolle. Da diese von Mensch zu Mensch verschieden ist, habe ich hier eine Tabelle verwendet aus dem Buch “Tipps und Tricks für Sternenfreunde” aus dem Verlag Sterne und Weltraum.

Alter

20 30 40 50 60 70

Durchmesser Tag [mm]

4.7 4.3 3.9 3.5 3.1 2.7

Mathematik in der Astronomie (Teil 2): Die Austrittspupille

(Überarbeitete Version vom 24.07.2009)


Teleskop bei Astroshop

Die Austrittspupille wird definiert als ein Lichtkegel der Endseitig aus dem Okular austritt. Durch ein kleines Experiment läßt sich die Austrittspupille sichtbar machen. Hält man das Teleskop gegen ein helles Licht (Nicht gegen die Sonne!) und hält ein Stück Papier oder Karton hinter das Okular, dann kann man den austretenden Lichtkegel als Projektion auf dem Papier sehen. Berechnet wird die Austrittspupille durch:

Austrittspupille = Öffnung : Vergrößerung

Die unten stehende Tabelle zeigt die Austrittspupille für meine Teleskope und einige Vergrößerungen die mit meinen Okularen erreicht werden können.

Gerät Öffnung Vergrößerung Austrittspupille
Pluto/S 114/500 114 25x (mit 20mm Okular) 4.56
114 40x (mit 12.5mm Okular) 2.85
114 83x (mit 20mm Okular) 1.37
GSO 150/750 150 25x (angenommen) 6
150 40x (angenommen) 3.75
150 83x (angenommen) 1.8

Mathematik in der Astronomie (Teil 1): Das Öffnungsverhältnis

(Überarbeitete Version vom 21.07.2009)


Teleskop bei Astroshop

Das Öffnungsverhältnis gibt das Verhältnis von Öffnung zu Brennweite eines Teleskopes an. Je kleiner dieses Verhältnis ist, desto Lichtstärker ist ein Teleskop. Über folgende Gleichung läßt sich sehr leicht das Öffnungsverhältnis von Teleskopen ermitteln:

Öffnungsverhältnis = Öffnung (Teleskop) : Brennweite (Teleskop)

Die folgende Tabelle zeigt für meine drei Teleskope die Öffnungsverhältnisse:

Öffnung Brennweite Öffnungsverhältnis
114 500 1:4.4
114 900 1:7.9
150 750 1:5

Das Öffnungsverhältnis spielt in der visuellen Astronomie eine eher untergeordnete Rolle. Ich benutze es eigentlich nur um festzustellen ob das Gerät seine stärken im DeepSky-,RichField- oder Planetenbereich hat.
In der fotografischen Astronomie hingegen braucht man es um die Belichtungszeiten festzulegen. Je kleiner das Verhältnis ist, desto kürzer muß man Belichten.

Die Originalseite findet Ihr hier: Mathematik in der Astronomie

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Die unglaublich (nahe) Milchstraße

Vor kurzem habe ich ja über die unglaubliche Ansicht der Milchstraße berichtet. Lichtecho, ein sehr interessanter Blog, hatte dazu einen Artikel verfasst. Nun war ich wieder im Netz unterwegs und schaute auch wieder dort vorbei. Und, was finde ich dort?

Die Milchstraße – noch näher“. Da ich diese Aufnahmen einfach wunderschön finde, möchte ich Euch daran teilhaben lassen.

Das ist die Galaxie in der wir Leben. Diesmal hat ESO-Mitarbeiter Stéphane Guisard geschaft uns einen Blick in unsere Milchstrasse zu liefern. Auch hier kamen wieder 1200 Bilder mit einer Gesamtbelichtungszeit von 200 h vor und wurde entsprechend zu einem Mosaik zusammen gesetzt.

Zum Einsatz kamen ein FSQ 106 ED auf der NJP 160 von Takahashi, dazu eine SBIG STL 11000 CCD-Kamera und RGB-Farbfiltersatz.
Schaut Euch die Bilder einfach an und erfreut Euch daran.

Zum interaktiven Bild gelangt Ihr hier: GigagalaxyZoom

Meine persönliche Messierliste


Teleskop bei Astroshop

Auch wenn die Liste trotz meiner vielen Beobachtungen noch recht kurz ist, möchte ich diese hier trotzdem von meinen alten Webseiten übernehmen. Ich werde versuchen bei zukünftigen Beobachtungen die Liste weiter zu vervollständigen. Dies heißt das das hier ein offener Artikel wird, der immer mal wieder angepasst und nach oben geschoben wird.

Hier meine Liste. Die Liste habe ich Anfang 2005 begonnen. Ich denke nach Sichtung meiner BB’s und handschriftlichen Aufzeichnungen kommt das eine oder andere Objekt noch dazu.

Bezeichnung Datum Beschreibung Links
M37 26.02.2011 Im Sucher nur ein leichter Nebelfleck des offenen Sternhaufens im Fuhrmann. Im Teleskop mit 12,5mm Okular formatfüllende Ansicht des OS. Einfach Klasse. Die Struktur ist fantastisch. BB 26.02.2011
M33 26.02.2011 Offener Sternhaufen im Fuhrmann. Leicht zu finden. Im Teleskop fantastisch anzuschauen. Viele Sterne sichtbar. BB 26.02.2011
M38 26.02.2011 Schöner offener Sternhaufen im Fuhrmann. Im Teleskop ca. 60 Sterne zu sehen. BB 26.02.2011

Das Blog-Teleskop #35


Ich hatte Euch ja schon mal vom Blog-Teleskop berichtet (siehe Artikel Das Blog-Teleskop).

Heute ist das Blog-Teleskop in seiner #35. Ausgabe hier auf Clear Sky-Blog zu Gast. Wie meine 34 Vorgänger möchte ich Euch darüber informieren, was so alles in den letzten 14 Tagen auf diversen Blogs los war. Alle Ausgaben des Blog-Teleskops findet Ihr hier.

Lichtecho hat uns vor ein paar Tagen einen fantastischen Blick auf die Milchstrasse geliefert. Dabei beschrieben die Blogger die Arbeit von Serge Brunier und Frédéric Tapissier die eine Panorama-Ansicht der Milchstrasse erstellten, die mir und vielen meiner Verwandten den Mund offen stehen ließen. Wer sich diese Milchstrassenaufnahme anschauen möchte klicke hier.

Florian, von Astrodicticum Simplex, war in den letzten 14 Tagen wieder sehr aktiv. Einige der Artikel verfolge ich mit hohem Interesse. Zum Beispiel wie man Gravitationswellen messen könnte oder “Coole” Kinder im Planetarium.

Hubble besser wie je zuvor.

Hab gerade in meinem Feedreader auf Austroscepticus das YouTube-Video von Hubble mit neuen Bildern gefunden. Muss ich natürlich gleich weitererzählen. Einfach super.

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