Montierungen (Teil 2) – Die parallaktische Montierung
Die parallaktische Montierung
Die parallaktische Montierung oder auch äquatoriale Montierung genannt ist die am verbreiteste Montierungsart unter den Hobbyastronomen.
Sie biete diverse Vorteile gegenüber der azimutalen Montierung.
Die größte Auffälligkeit ist das eine der Achswen parallel zur Erdachse ausgerichtet wird. Warum dies gemacht wird. Ganz einfach. Die Erde dreht sich um Ihre Achse. Wenn man nun auf der Erde steht und in den Himmel schaut, dann scheint sich der Himmel zu drehen. Stimmt natürlich nicht. Man dreht sich mit der Erde und der Himmel bleibt stehen.
Hat man nun ein Teleskop auf einer parallaktischen Montierung und ist diese Montierung ausgerichtet, dann braucht man nur in einer Achse das Teleskop nachführen um die Drehung auszugleichen. Das ist natürlich um ein vielfaches Einfacher als wenn man das Teleskop in zwei Richtungen nachführen muss um das Objekt im Okular zu halten.
Und hier zeigt sich die stärke der Montierungsart. Ein Nachteil ist natürlich das Ausrichten zur Erdachse, aber dafür gibt es auch diverse Helferlein. Z.B. der Polsucher. Wie vielleicht viele Wissen zeigt unsere Erdachse fast genau auf den Polarstern. Nein, nicht ganz genau, aber fast. Der Polsucher ist ein kleiner Sucher, der sich genau in der Achse der Montierung befindet. Richtet man diesen nun auf den Polarstern aus, dann ist die Montierung justiert. Und schon kann man das Teleskop nachführen.
Es gibt noch einige andere Methoden. Z.B. die Scheinermethode. Ich überlasse es aber gern Euch sich damit zu beschäftigen. Für das Beobachten reicht mir häufig das Pi-Mal-Auge-Verfahren. Astrofotografen werden hier sicherlich mehr Zeit investieren, schließlich sollen Sterne auch als Sterne erscheinen und nicht als Linien.
Auf dem Bild könnt Ihr nun alle Achsen einer parallaktischen Montierung sehen.
Wie ich vorher gesagt habe, wird eine der Achsen, die Rektazension, auf die Erdachse ausgerichtet. Um dies hinzubekommen muss mit der Polhöhe und dem Azimut die Montierung fein justiert werden. Mit der Deklination wird dann nur noch nacgeführt. Diese Achse bewegt sich mit der scheinbaren Drehung des Himmels.
Natürlich gibt es auch für die parallaktische Montierungen diverse Nachführsysteme und Motoren die an der Montierung angebracht werden können. Diese erleichtern zum Beispiel das Nachführen bei Langzeitbelichtungen oder erleichtern das Beobachten bei “nahen” Objekten mit hoher Vergrößerung oder auch sehr Lichtschwachen Objekten. Diese Wandern dann nicht mehr aus dem Fokus und man kann dem Auge eine kleine Ruhepause gönnen.
Weblinks:
Polsucher (Wikipedia)
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Artikelserie:
Montierungen (Teil 1) – Die azimutale Montierung
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November 16, 2009 | Posted by gottie 
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