Astronomiesoftware: Carte du Ciel (CdC) (Freeware)

Vor einiger Zeit habe ich ja die Freeware-Tools Stellarium (Artikel: Astronomiesoftware: Stellarium (Freeware)), Skygazer’s Almanac (Artikel: Astronomiesoftware: Skygazer’s Almanac for Windows (Freeware)) und Celestina (Artikel: Astronomiesoftware: Celestia (Freeware)) beschrieben. Heute möchte ich die Software Carte du Ciel vorstellen. Ich persönlich kenne dieses Programm schon sehr sehr lang und benutze es bis heute.

Der Download der Software Carte du Ciel (CdC) gestaltet sich sehr einfach. Auf der Webseite www.stargazing.net/astropc lässt sich die Downloadseite sehr leicht finden. Dort wird dem Besucher auch schnell klar, welcher Umfang CdC eigentlich besitzt.

Das Basic-Package lässt sich in der Version 2.76 herunterladen. Was ich empfehle ist danach gleich das entsprechende Paket für die Sprache zu laden. Hierbei liegt eine Vielzahl an Sprachen vor. Gezählt habe ich 34 Sprachpakete. Das ist schon sehr beachtlich. Wenn man aber bedenkt das die Software seit ca: 1997 entwickelt wird, dann kann man eigentlich einen gewissen Grundsupport an Sprachen erwarten. Ich muss trotzdem sagen das CdC als freie Astronomie-Software immer noch einen der führenden Plätzen bei mir einnimmt.

Neben dem Basic-Package und dem Language-Package lassen sich von der Download-Seite diverse Zusatzpakete herunterladen. Hierbei sind die meisten Sternenkataloge bei oder ein Texture-Package um sich bestimmte Galaxien, Sternhaufen etc. in CdC als Bild anzeigen zu lassen.

Windows-Vista-Besitzer sollten sich gleich das Update-Package cdc276c laden. Da sonst eine Fehlermeldung beim Starten von CdC erscheint.
Nach der Installation kann CdC nun gestartet werden. Wer das entsprechende Language-Package mitinstalliert hat bekommt die Software in der entsprechenden Sprache presentiert.

Wie eigentlich bei jedem Sternenprogramm sieht man in dem großen Fenster die Sternenkarte. Auf der linken und auf der oberen Seite befinden sich die Kontrollleisten für das Programm.
Natürlich wie bei jedem neuen Programm muss man sich mit diesem erstmal beschäftigen bevor man sich damit wohl fühlt.

Das erste was der Benutzer einstellen sollte ist sein Standort. Wer diesen sehr genau wissen möchte kann z.B. google-Earth verwenden um die genauen GPS-Daten einzutragen oder er wählt aus den diversen Städten die nächste Stadt aus.
Die Eingabe des Standortes ist einfach über das Datei-Menü zu finden. Hierbei klickt der Benutzer einfach auf Konfiguration –> Sternwarte.

Nun kann der Benutzer mit CdC rumspielen und sich mit den diversen Funktionen vertraut machen. Ich benutze CdC häufig um mich auf einen Beobachtungsabend vorzubereiten oder auch direkt am Beobachtungsort mit einem kleinen Laptop. Dazu besitzt CdC einen Nachtmodus der erlaubt den gesamten Desktop auf einen in augenfreundliches Rot umzustellen.
Konfigurieren lässt sich CdC mit diversen Einstellung. Man kann zum Beispiel die Himmelsqualität seines Standortes hier eingeben. So das möglichst realistisch dargestellt wird wie der Himmel am Standort aussieht. Das macht die Planung etwas einfacher. Natürlich kann man auch diverse Zoomstufen mit diesen Einstellungen belegen. Dadurch kann man die unterschiedlichen Sternendichte bei unterschiedlichen Okularen abbilden. Auch das macht das Auffinden von Objekten einfacher.

Einige weitere Funktionen von CdC sind hier kurz aufgeführt:
- Animation
- Zeitinterval, schnellen Vor- und Rücklauf
- Zoomfunktionen
- Mehr/ Weniger Sterne/Nebel auf Knopfdruck
- Katalogeinstellungen
- Satelliten, Kometen, Planeten etc.
- Suchen
und viele, viele weitere Funktionen.
Ich kann nur jedem Empfehlen dieses Programm einmal zu testen und sich ein wenig damit zu beschäftigen.

Eine Funktion wollte ich noch kurz ansprechen. Die Onlineresourcen.
Hier kann man sich die aktuellen Daten von Kometen und Asteroiden herunterladen. Weiterhin lassen sich über die Onlineresourcen diverse Bilder aus einigen Katalogen laden und anzeigen lassen.
Ich finde die Onlineresource-Funktion sehr gut und hoffe das diese auch weiter ausgebaut wird. Das macht ein Programm flexible und es lässt sich einfach erweitern und für den Benutzer sehr leicht auf seine Bedürfnisse anpassbar.

Fazit

CdC zählt für mich immer noch zu den Standard-Programmen für die Beobachtungsplanung. Neben Stellarium ist es das Programm welches ich am häufigsten benutze. Der Umfang von CdC ist gigantisch und wenn man sich an die diversen Funktionen gewöhnt hat, dann macht das Programm auch bei schlechten Wetter viel Spaß.

Update

Mittlerweile liegt CdC in der Version 3 vor. Updates und Neuerungen der Version 3 habe ich in einem extra Artikel beschrieben. Einfach auf den folgenden Link klicken:
Astronomiesoftware: Carte du Ciel (CdC) Version 3 (Freeware)

Wer sich einen gesamten Überblick über die bereits beschrieben Astronomiesoftware hier im Blog machen möchte kann dies hier tun:

Überblick über Astronomiesoftware im Clear Sky-Blog

Weblinks:
Carte du Ciel

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3 comments

  1. Andreas sagt:

    Cartes du Ciel Version 2.76 wird meines Wissens aber nicht mehr weiterentwickelt. Dafür steht momentan CdC 3 beta 0.1.6 zur Verfügung.

    http://www.ap-i.net/skychart/start

    Von der Optik her gefällt mir diese Version besser. Man kann sie sogar parallel im selben Installationsordner 2.76er Version betreiben. Das hat auch den Vorteil, dass die Beta die Katalogdateien der alten Version verwenden kann und diese nicht nachinstalliert werden müssen.

    Eigentlich war angekündigt, 2009 die erste stabile Version rauszubringen. Na mal schaun, ob die Entwickler in diesem Jahr endlich eine nonbeta rausbringen. :D

    • gottie sagt:

      Hallo Andreas,

      die BETA3 kenne ich gar nicht, aber ich denke es wäre auch Falsch eine Software auf BETA-Basis zu beshreiben. Wenn die FinalRelease draussen ist, werde ich sicherlich den Beitrag nochmal anpassen oder einen entsprechenden neuen schreiben.

      Aber danke für den Hinweis. Persönlich schaue ich mir mal die BETA an.

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