Buchbesprechung: NASA ATLAS des Sonnensystems

Vor einiger Zeit bekam ich das Buch “Der NASA-Atlas des Sonnensystems” geschenkt. Da die letzten Tage kein wirklich guter Himmel zum Beobachten war, fiel mir das nicht wirklich leichte Buch wieder in die Hände und nach kurzer Zeit keimte der Gedanke doch darüber mal eine Buchbesprechung zu schreiben.

Zum einen habe ich auf meinem Blog noch keine Buchbesprechung veröffentlicht und zum anderen lasse ich ja gern andere an meiner Freude an der Astronomie teilhaben.

Der Atlas schreibt (auf dem Einband):

Der NASA Atlas des Sonnensystems ist das anschaulichste und vollständigste Kartenwerkvon unserem Sonnensystem – monumental im Format und präzise in der Darstellung.

Hierbei muss ich dem Einband recht geben. Mit 4,5 kg Gewicht und einer Abmessung von 46 cm * 31 cm * 3,5 cm ist dieser Atlas wirklich monumental und passt in keines meiner Bücherregale.

Ronald Greeley und Raymond Batson haben hier mit Hilfe von sehr vielen Menschen ein Werk geschaffen, welches mittels Kartenmaterial unser Sonnensystem darstellt.
Ziel war es dabei nicht ein lexikalisches Werk unseres Sonnensystems zu schaffen sondern einen Werk zu erstellen welches Karten und Illustrationen in ähnlichen Maßstäben darstellt und dem Leser mittels des Textes zeigt und vermittelt was er dort sieht.
Die Karten der Planeten unseres Sonnensystems und deren wichtigster Satelitten wurden in den letzten 25 Jahren zusammen getragen. Das heißt das dieses Werk einen Überblick über die Planetenforschung in Bild des letzten viertel Jahrhundert liefert.

Allein die Einführung ist ein Kompendium zur astronomischen Bildbetrachtung und -bearbeitung. Neben einer Einführung über die veschiedenen Verfahren erhält man einen guten Überblick über die Schwierigkeiten der Bilderstellung und Kartografie von Planeten. Z.B. wie erstellt man ein Höhenprofil für einen Planeten, wenn die Erde der einzige Planet ist der das Bezugssystem Meeresspiegel besitzt?
Diese und weitere Fragen werden dort beantwortet.

Nach der spannenden Einführung erhält der Leser einen ausreichenden Überblick über unser Sonnensystem. Natürlich nicht im Detail, so wie es das Geleitwort schon sagte, aber ausreichend.
Interessant und von mir häufig bei Verwandten benutzt ist die Karte mit den Planeten und Ihren Größenordnung im Verhältnis zueinander. Weiterhin wird ein wenig über das Wetter, Vulkanismus und Meteoriteneinschläge gesprochen. Im Anschluss daran geht es zu den Planeten.
So wie diese in unserem Sonnensystemen vorkommen, werden diese nun behandelt.

Merkur, Venus, Erde-Mond-System, Mars-System, Jupiter-System, Saturn-System, Uranus-System, Neptun-System und Pluto, Asteroiden und Kometen schließen den Blick ins Sonnensystem ab.

Die einzelnen Kapitel werden durch diverse Hochauflösende Karten beschrieben. Weiterhin erhält man über die einzelnen Planeten und deren Satelliten diverse Information. Mit jedem Kapitel kann man sich lange beschäftigen.
Die Karten sind sehr detailliert und lassen intensive Studien an diesen zu.

Abschließend gibt es ein Glossar in dem die wichtigsten Begriffe beschrieben sind. Ein Namensverzeichnis läßt zu entsprechenden Seiten nach z.B. Mond-Kraternamen zu finden.
Weiterhin findet man am Ende des Atlas Basis-Daten für die Planeten und Satelliten.

Fazit:
Dieser Atlas unseren Sonnensystems ist das ausführlichste Bildmaterial was ich bis jetzt über unser Sonnensystem in den Händen hielt. Man kann sich Stunden damit beschäftigen. Die Informationen sind ausführlich und wissenschaftlich fundiert ausgearbeitet.
Für jeden der Interesse an unserem Sonnensystem hat kann ich diesen Atlas nur empfehlen. Wer diesen verschenken möchte, sollte aber die Maße und auch das Gewicht beachten.

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One comment

  1. E-Book geschrieben und blogge auch sehr viel aber dieser Blog-Artikel ist wirklich einer der besten

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