Astronomie-App: Cosmic (iPad)

Heute möchte ich Euch ein neues astronomisches App aus meiner Reihe Astronomie-Apps für das Apple iPad (Überblick) vorstellen.

Cosmic von der Firma Softmatic

Eine kleine Besonderheit gibt es bei dieser App-Vorstellung. Ich habe diesmal das App nicht selbst aus dem Store geladen, sondern das App wurde mir freundlicher Weise von Softmatic zur Verfügung gestellt. Nachzulesen in den Kommentaren des Hauptartikels. An dieser Stelle sage ich natürlich vielen Dank.

Cosmic ist Sternkartenprogramm und kann bei der Orientierung am Himmel und bei der Beobachtung dessen, behilflich sein.

Bevor wir aber zum App kommen, hier wieder die allgemeinen Informationen.

Wie oben geschrieben, wird das App Cosmic von Softmatic entwickelt. Klickt hier um zur Webseite des Apps zu kommen.

Die 33,6 MB sind wieder sehr schnell runter geladen und Ihr findet das App, so wie viele andere Astronomie-Apps, in der Kategorie Bildung.
Aktuell liegt Cosmic in der Version 1.1 vor, mit einem Stand vom 15.02.2011.
Das App liegt momentan in den Sprachen Englisch und Deutsch vor.

Über Bewertungen kann ich Euch diesmal nichts erzählen, da es noch keine Bewertungen gibt. Das App ist erst recht jung auf dem Markt. Das App selbst kostet 3,99 € im iTunes Store und wird sowohl fürs iPad, iPhone oder den iPod Touch angeboten. Die iOS-Version muss 4.2 oder neues sein.

Das App Cosmic

Nun aber zum App selbst. Wie jeder iPad- oder iPhone-Besitzer weis, reicht ein einfacher Fingerklick und los geht es.

Nach der Standardfrage, ob der aktuelle Ort verwendet werden kann, lädt sich das App und stellt den Sternenhimmel dar.

Gewohnt einfach ist die Bedienung. Mit dem Finger über den Bildschirm streifen und man bewegt am Himmel. Zwei Finger und man zoomt rein und heraus. An das Zooming musste ich mich ein wenig gewöhnen, da die Bewegung recht stark ist, aber das hat man auch innerhalb einer Minute raus.

Schön ist die Grafik umgesetzt. Beim ersten Start sieht man eine Vielzahl an Objekten, Sternen, Sternbilder und die Planeten.

Was am Anfang auffällt sind die vier Tabs die man am Bildschirmrand sieht. Dahinter verstecken sich alle Optionen des Apps und diese sind nicht gerade wenig. Klasse find ich an den Tabs das man ohne viele Felder im Display trotzdem die vielen Einstellmöglichkeiten hat.

Screenshot-Pad-2Nun zu den Tabs.
Hinter dem rechte Tab verstecken sich die Ansichtsoptionen. Hier kann man den Horizont, Sternbildlinien, Objekttexte, Gitterlinien und Sternbildgrenzen an und aus schalten. Weiterhin kann man hier einen Telrad-ähnliches Kreissymbol einblenden. Eine Bewegungssteuerungsfunktion ist hier auch eingebaut. Das ermöglicht das iPad gegen den Himmel zu richten und so sichtbare Objekte zu finden.

Eine sehr wichtige Funktion wurde natürlich nicht vergessen und macht das App für die Einsatzmöglichkeit beim Beobachtungsabend erst anwendbar. Man kann hier das gesamte App in einen Rotlichtmodus schalten, was die Augenadaption nicht stört.

Der obere Tab kann umgeschaltet werden zwischen Himmelskoordinaten und Sternbilder. Hierbei wird immer die aktuelle Position oder das Sternbild angezeigt, welches sich in der Mitte des Bildschirms befindet.

Der untere Tab dient den Informationen zu selektierten Objekten. Hier reicht ein Fingertip auf das Objekt und zeigt den Namen dessen an. Dieser Tab kann noch umgeschaltet werden, zwischen selektiertem Objektnamen, aktuelles Datum und Zeit und der Position auf der Erde.
Weiterhin gibt es ein Info-Button um mehr Informationen zu dem selektierten Objekt zu erhalten. Für die Informationen öffnet sich ein neues Fenster mit einem Bild (falls vorhanden), Namen, Auf- und Untergangsdaten, RA, Dekl., Azimut und mehr. Weiterhin kann man das Objekt Zentrieren, sich ein Foto im Netz anschauen oder mehr Informationen über der Objekt von der Seite WolframAlpha erhalten.

Der linke Tab ist für die einzelnen Suchfunktionen und Einstellungen zuständig. Die Suchen sind hier sehr detailreich, aber sehr gut Umgesetzt. Man hat nicht alles in eine Suche implementiert, sondern unterschieden. Dabei sucht man nach Planeten oder Sternbildern, nach Namen (Messier, NGC) oder Sternen (Namen, Bayer, Flamsteed, HIP) in unterschiedlichen Katalogen.

In dem Tab hat man auch die Möglichkeit Himmelskoordinaten einzugeben und dort hinzusteuern. Den Standort und Uhrzeit kann man hier auch einstellen oder das App etwas konfigurieren.

Ihr seht, es gibt hier eine große Anzahl an Einstellungen, Suchen, Ansichtssteuerungen etc.

Natürlich findet man wie bei jedem App was man testen auch einige Verbesserungswünsche. Da ich ja nun Kontakt zu Softmatic habe, habe ich diese Wünsche auch gleich dort hingeschickt und hoffe das der eine oder andere Wunsch auch umgesetzt wird.

Was mir aufgefallen ist, war das man das App zwar im Hoch und Querformat betreiben kann, aber nur auf einer der beiden Seiten. Ich kann also mein iPad nach links drehen und das App geht in den Quermodus. Nach rechts gehen, funktioniert aber nicht. Genauso mit dem Auf-dem-Kopf-Modus. Das sollte nicht schwer zu implementieren sein.

Außerdem finde ich den Bewegungssteuerungsmodus noch etwas ungenau. Bei einem Test auf dem Balkon, war der Mond nicht an der dargestellten Position.

Das Zooming habe ich ja schon angesprochen.

Wünschen würde ich mir eine freie Helligkeitseinstellung, da manchmal das Display sehr hell ist und auch im Rotlichtmodus die Augenadaption stören kann.

Ich habe natürlich meine Wünsche gleich formuliert und dem Entwickler des Apps geschickt. Wenn man den schon Kontakt hat, dann sollte man das auch nutzen. Er hat auch gleich geantwortet und es entstand eine sehr produktive und nette Diskussion.

Natürlich habe ich Ihn gleich gefragt, wann wir denn mit einer neuen Version rechnen können und was es dann alles neues gibt. Hier gleich die Antwort:

"Ende März wird zunächst die Desktop Version (exklusiv für Mac OS X) freigegeben, danach werden beide Versionen schrittweise um neue Funktionalität ergänzt: Geplant sind u.a korrekte Phasendarstellung von Venus und Merkur, Positionen der Monde von Jupiter und Saturn, die Saturn Ringstellung, evtl. Kleinplaneten und Transneptunobjekte und schließlich Teleskopsteuerung."

Also habt keine Scheu und schreibt Softmatic an. Ich denke das Software nur durch Rückmeldung besser werden kann.

Außerdem meine ich das hier noch Potential im App ist. Es hat aber einen sehr guten und positiven Eindruck bei mir hinterlassen.Screenshot-Phone-6

Eine Besonderheit habe ich noch entdeckt. Cosmic hat eine implementierte Druckfunktion. Richtig, man kann mit dem App die Karten über jeden AirPrint kompatiblen Drucker ausdrucken. Hierbei kann man noch zwischen A4 und 10×15 wählen. Schade das ich keinen solchen Drucker habe, sonst hätte ich das mal ausprobiert.

FAZIT: Cosmic merkt man an, dass hier viel Überlegung und dadurch viele sinnvollen Funktionen vom Entwickler implementiert wurde. Die paar kleinen Mankos stellen keine Einschränkung beim App dar und wie man an der Rückmeldung sieht, kümmert man sich um die Kundenwünsche. Ich bin mir sicher das hier mit der Zeit noch einiges dazu kommen wird. Für 3,99 € bekommt man hier ein sehr schönes und ausgereiftes Produkt.

Wer wissen will, wer hinter dem Cosmic-App steht und was einen dazu treibt ein App für das iPad zu entwickeln, der kann sich ein Interview mit dem Entwickler durchlesen: Interview mit iPad-Cosmic-Entwickler (Softmatic)

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One comment

  1. Mathias sagt:

    Offenbar wurde die app aus dem appstore gelöscht, denn sie ist nicht mehr verfügbar, warum auch immer…

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