Erfahrungsbericht: Teleskop 6 Zoll GSO-Newton 150/750

Nachdem ich ich ja vor ewigen Zeiten einen Erfahrungsbericht zu meinem Teleskop, Bresser Pluto/S, verfasst hatte, dachte ich es wird langsam Zeit meine beiden anderen Teleskope auch zu beschreiben und meine Erfahrungen mit diesen Geräten mit euch zu teilen.

Heute soll es der 6 Zoll GSO-Newton sein.

Das Teleskop (Der Tubus)

b1Der 6 Zoll GSO-Newton ist, wie der Name schon sagt ein 6 Zoll Gerät. Wie schon beim Pluto/S ist der GSO-Newton ebenfalls ein Spiegelteleskop. Sprich der Lichtstrahl wird nicht durch Linsen geführt, sondern von einem großen Hauptspiegel auf einen Fangspiegel geworfen und umgeleitet.

Der Durchmesser des Spiegel beträgt 150 mm. Die Brennweite beträgt 750 mm. Wie wir aus den Artikeln Mathematik in der Astronomie kennen, beträgt also die maximale Vergrößerung für dieses Teleskop ca. 300fach. Wobei das schon wirklich ein Grenzwert ist.

Dieses Tubus zeigt natürlich am Planeten schon wesentlich mehr am Planeten. Zählt zwar durch die kurze Brennweite nicht zu den Planetenjägern, aber kann als Allrounder gut eingesetzt werden. Offene Sternhaufen, Galaxien und andere DeepSky-Objekte lassen sich mit dem 6 Zoll-Newton schön beobachten. Durch seinen 2” Okularauszug kann man hier natürlich auch etwas bessere Okulare einsetzen. Wobei ich mir erst einige 2”-Okulare anschaffen muss.

Die Montierung

montiDer GSO-Newton ist auf einer EQ5-Montierung zu Hause. Diese Montierung ist ideal für das Gerät. Durch Ihre stabile Bauweise hat man hier wenig mit Schwingungen zu kämpfen und das Nachführen ist natürlich Kinderleicht, sobald die Montierung eingenordet ist.

Ich habe die Montierung mit Motorsteuerung erhalten und kann damit auch sehr gut in die Astrofotografie einsteigen. Eine Zeit lang habe ich mit der Webcam wirklich schöne Aufnahmen von Mond und Planeten aufgenommen. Natürlich ist die Konfiguration Newton auf EQ5 nicht mehr wirklich Reisetauglich. Man muss sich schon gut überlegen ob man diese Kombination bei sich einsetzt. Früher habe ich den Newton mit EQ5 aus dem 4. Stock bis zum Auto getragen. Das hießt mind. 4 mal hoch und runter. Newton, EQ5, Gewichte und Zubehör. Das ist schon eine Masse die man schleppen muss.

Die Montierung selbst hat dafür aber einen Polsucher. Damit lässt sich diese natürlich wunderbar einnorden. Der Polsucher ist ein kleines Fernrohr, welches durch die Deklinationsachse verläuft und den Drehpunkt des Teleskops darstellt. Im Polsucher hat man den Polarstern als kleine Skizze dargestellt. Da die Erdachse ja nicht ganz genau auf den Polarstern zeigt, muss man leicht versetzt einnorden. Das geht durch die Skizze im Polsucher sehr einfach und schon hat man sein Teleskop für die Astrofotografie ausgerichtet.

Das Stativ der Montierung könnte etwas besser sein, reicht aber für den 6 Zöller aus. Einen 8 Zöller würde ich auf diese Montierung nicht mehr setzen. Das macht das System wieder instabil.

Das Zubehör

Den Sucher des GSO-Newton habe ich schnell ersetzt durch einen besseren. Weiterhin betreibe ich sowohl an dem 6 als auch an meinem 8 Zöller ein Telrad. Dazu habe ich mir eine zweite Telrad-Halterung besorgt und diese mit Kabelbinder an dem 6 Zöller befestigt. Dadurch kann ich diesen Wahlweise zwischen dem 6- und dem 8- Zöller austauschen.

Fazit:

Der 6-Zoll GSO-Newton in Kombination mit einer EQ5-Montierung kann einen Hobbyastronom sein Leben lang Glücklich machen. Es ist schon ein sehr schönes Gerät am Planeten und Mond, kann aber auch sehr gut für die DeepSky-Beobachtung eingesetzt werden. Halt ein Allround-Gerät.

Die Montierung macht das Gerät für den Einstieg etwas zu teuer, aber jemand der Geduld zum Sparen hat oder so wie ich aus einer kleineren Klasse aufsteigen möchte, ist damit sehr gut bedient.

Die Ausrüstung ist sehr gut und mit einigen kleinen Zubehörteilen kann man das Gerät sehr gut aufwerten.

Durch die Kombination EQ5 und die kurze Brennweite lässt der Newton sich sehr gut für die Astrofotografie einsetzen. Wer hier mit einer Webcam einsteigt wird viel Freude an den Aufgenommenen Bildern haben. Die Motorsteuerung der EQ5 lässt natürlich auch Digitalfotografie in der Astronomie zu.

Die Transportabilität  des Gerätes lässt durch die schwere Montierung natürlich zu wünschen übrig. Wer mal eben schnell Spechteln möchte wird hier nicht sein ideales Gerät finden. Wer aber Auto und kurze Wege sein eigen nennen kann, der ist mit dem Gerät sehr gut bedient.

Weiter Teleskop-Erfahrungsberichte

Mein erstes Teleskop habe ich schon im Jahr 2009 hier im Blog beschrieben:

Erfahrungsbericht: Teleskop Bresser Pluto/S (114/500)

Wer sich für meine anderen Teleskope interessiert kann sich hier Informieren:

Erfahrungsbericht: 8 Zoll Dobson auf Rockerbox

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