Astronomie-App: Moon Atlas (iPad)

Moon Atlas für das iPad AstronomieEs ist mal wieder Zeit ein neues Astronomie-Apps für das Apple iPad (Überblick) vorzustellen.

In meinem Eingangsartikel hatte ich ja den Moon Atlas von Horsham Online Limited (Webseite) angekündigt und wenn doch schon einige iPad-Apps dazwischen gekommen sind, möchte ich diesen nicht unter den Tisch fallen lassen.

Aber, wie immer, erst einmal die Reihenfolge einhalten und die allgemeinen Infos präsentieren.

Das App liegt in der Version 2.0.3 seit dem 26.01.2011 vor und kann mit 54,1 MB herunter geladen werden.

Das App ist kompatible mit der iOS Version 3.1.3 oder höher und wurde auch unter iOS 4.0 getestet. Die Sprache des Apps ist ausschließlich Englisch und befinden tut sich das App in der Kategorie Referenz.

Leider ist das App nicht Gratis sondern schlägt mit 4,99 € zu buche. Hiermit befindet sich das App schon in einem höheren Preissegment. Ob sich der Kauf lohnt muss jeder für sich entscheiden.

Die Kennzeichnung des Apps ist mit 4+ angegeben. Folgendes Bewertungsschema wurde bisher eingegeben.

***** (7)
**** (1)
*** (0)
** (1)
* (0)

Das sieht ja erst einmal nicht schlecht aus.

Moon Atlas – zum App

Moon Atlas für das iPadNun aber zum App selbst. Wie immer ist die Installation und der Aufruf einfach. Bisher ist das App bei mir auch noch nicht abgestürzt.

Lang beschreiben wofür das App da ist brauche glaube ich nicht oder? Es ist halt ein Mond-Atlas.

Wenn man das App das erste mal öffnet, möchte es natürlich den Standort automatisch feststellen. Ich finde das das eine sehr sinnvolle Option ist. Wer das nicht möchte kann das Deaktivieren.

Hat man auf ja, geklickt, zeigt sich der Mond mit seiner aktuelle Phase zu dem Standort. Es reicht also ein kleiner Blick in das App um zu schauen ob es sich überhaupt lohnt den Mond heute zu beobachten.

Man sieht auch gleich die Bezeichnungen und hier kommt gleich die erste gute Funktion zum Tragen. Die Bezeichnungen zu den Maria (Mehrzahl von Mare – hab ich auch erst gerade gelernt) oder den Kratern sind Zoom-Sensitiv. Das heißt je weiter ich reinzoome, desto mehr Bezeichnungen kann ich sehen. Das erhöht die Übersichtlichkeit natürlich sehr.

Das Zoomen und verschieben geht in gewohnter Weise. 1-Finger schiebt den Mond auf dem Display. Mit zwei Fingern zoome ich herein oder heraus.

In dem App habe ich sofort eine Sucheingabe und kann mich damit sehr schnell zu bekannten Objekten bewegen. Die Suche kann man begrenzen auf “bitte nur Krater” oder “Maria” oder halt gar nicht begrenzen. Leider habe ich festgestellt, dass hier ein Vorschlagssystem angebracht wäre. Dieses gibt es leider nicht und ich habe Schwierigkeiten mir die lateinischen Namen in der richtigen Schreibweise zu merken. Schade.

Interessant ist die Phasen-Option. Hier hinter verbirgt sich ein Informationssystem mit den Informationen zur aktuellen Ansicht. Rektaszension und Deklination  sind dort unter anderem angegeben. Was nicht gleich auf den ersten Blick ersichtlich ist, ist die Tatsache das wenn man mit dem Finger von rechts nach links wischt jeweils 1 Tag weiter gesprungen wird. Somit kann man leicht feststellen, wann der Mond für meine Ziele die ideale Phase aufzeigt.

Natürlich kann man unter den Einstellungen den Standort ändern oder die Zeit setzen. Weiterhin hat auch dieses App einen Nachtmodus, so dass es für die Beobachtung am Teleskop direkt eingesetzt werden kann. Aber wie bei vielen Apps ist der Nachtmodus nicht stufenlos einstellbar und das finde ich doch Schade. Vielleicht sollten die Entwickler mit Ihren Apps mal einen Beobachtungsabend durchführen.

Was wiederum sehr schön ist, ist die Funktion um die Nachtseite des Mondes auszublenden. Und das tut man mit einem Fingertipp.

Weiterhin gibt es 3 weitere Buttons auf dem App. Rechts unten findet sich ein Button um den Mond zu drehen. Nicht um seine Achse, sondern um Ihn so darzustellen, wie man diesem im Teleskop sieht. Also kann man sich hier die 4 Ansichten (Gespiegelt um X-Achse, Gespiegelt um Y-Achse) einstellen. Das erleichtert die Orientierung bei der Teleskopbeobachtung.

Links unten findet sich ein Button für die Bezeichnungs- und Gitteransicht.

Der Button links oben erlaubt die Einstellung der Ansicht. Hierbei kann man wählen ob der Mond so dargestellt werden soll, wie man Ihn von der Erde aus sieht oder ob man auf dem Mond frei spazieren gehen möchte. Die zweite Ansicht erlaubt es dann auch hinter den Mond zu schauen.

Das war es dann aber auch schon mit den zur Verfügung stehenden Funktionen.

Die Grafik finde ich gut, könnte aber durch HD sicherlich noch besser sein.

FAZIT:

Ob es sich lohnt für dieses App 4,99 € auszugeben, kann ich so nicht beantworten. Der ein oder andere wird es sicherlich tun, ich muss aber sagen, dass ich mir das vielleicht gespart hätte. Es gibt für das iPad schon Apps die den Mond behandeln und diese sind zum Teil gratis (Astronomie-App: Moon Globe (iPad) (Gratis)).

Selbst die HD-Version dieser iPads kostete dann “nur” 0,79 €.

Ansonsten finde ich die Funktionen gut gelungen und das App funktioniert.

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