Weltuntergang 2012 und Erdbeben vor Japan

Auch wenn dieser Blog sich ja um astronomische Themen kümmert, muss ich Aufgrund einiger Anfragen doch etwas zu dem Thema schreiben. Ich hatte ja schon einmal eine kleine Aufklärung zum Weltuntergang 2012 geschrieben.

Einige Leute fragten mich aber nun ob das Erdbeben vor Japan, welches heute stattgefunden hat und durch alle Medien geht, etwas mit dem angeblich bevorstehenden Weltuntergang 2012 zu tun hat?

Die Antwort darauf lautet ganz eindeutig NEIN!


Zwei Sachen dazu:

1. Das es keinen Weltuntergang im Jahre 2012 geben wird sollte mittlerweile jeder wissen. Diejenigen die es nicht tun, sei noch einmal die Webseite von Florian Freistetter nahe gelegt. Er schreibt hier auf beeindruckende Weise und mit Energie seit dem Jahr 2009 über das Thema.

Pazifischer Feuerring Autor: Galilea2. Japan liegt an dem sogenannten Pazifischen Feuerring.

Die rote Linie auf dem Bild zeigt diesen Ring aus Vulkanen. Der Bereich dieser Vulkanreihe liegt an einer Subduktionszone. Das heißt das hier sowohl ozeanische Krusten und kontinentale Krusten abtauchen. Z.B. schmilzt das Gestein und steigt als Lava wieder auf, so das sich Vulkane bilden. Wenn aber soviel Gestein in Bewegung ist, dann entstehen Spannungen in der Kruste und diese lösen sich schlagartig.

Dadurch entstehen Erdbeben und das ist nicht einmal selten in diesen Gebieten. Ein Sender heute sagte, dass es in den Gebieten bis zu 20 mal im Jahr rappelt und das mit Stärken von 6-7 auf der Richterskala. Das ist also gar nicht wenig. Wenn ein solches Beben nun auch noch unter Wasser passiert, dann kommt meist zum Beben noch ein Tsunami dazu, wenn das Beben stark genug dafür war und sich die Spannung sehr schnell löst.

Dies kann man im Detail bei Wikipedia nachlesen.

Update:

Die hohe Aufmerksamkeit dieses Artikels möchte ich gern dazu nutzen, etwas gutes für die Erdbebenopfer in Japan zu tun. Lest hier was ich vorhabe:

Flattr-Spende für Erdbeben- und Tsunamiopfer in Japan

Zusammenfassung:

Das Erdbeben in Japan ist kein Vorbote des nicht stattfindenden Weltuntergang 2012. So schlimm das Beben auch ist und wir sicherlich alle Aufgerufen sind zu helfen, so normal ist dieses Beben aus der Sicht der Wissenschaft.

Wer helfen möchte ist gern dazu aufgerufen:

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9 comments

  1. rhein main sagt:

    Japan muss eine nukleare Katastrophe fürchten: Die armen Menschen in Japan. Nicht nur, dass sie um ihr Leben fürchten müssen, sondern ihr Land wird nun verseucht sein. Im AKW Fukushima 1 ist die Radioaktivität schon auf das Tausendfache des Normalmaßes gestiegen. Deutlich erhöhte Werte gibt es auch in der Umgebung, die Evakuierungszone wurde ausgeweitet. Hoffentlich bekommen das die Japaner in den Griff.

  2. Ralf Einettner sagt:

    Es ist zumindest unheimlich. Erst dieses monströse Beben, dann der dadurch resultierende Tsunami und ein GAU in einem AKW.

    • gottie sagt:

      Hallo Ralf,
      Unheimlich finde ich daran nichts. Das in der Gegend Erdbeben nicht selten sind, weiss man. Das bei einem Seebeben Tsunamis entstehen ist auch bekannt. Das ein Gebäude schaden nehmen kann ist auch ungesprochen. Sicherlich muss man diskutieren ob Sicherheitsstandards der existierenden AKWs für solche Fälle ausreichen, aber unheimlich ist es nicht.
      Gruß
      Stefan

  3. Eyke-Hendrik Kleine sagt:

    Gut gemacht,aber die welt geht morgen unter !!!

    • gottie sagt:

      Ich warte dann mal bis Morgen und möchte dann von Dir hören warum sie nicht untergegangen ist. Oder Du postest hier, warum ausgerechnet Morgen.

    • gottie sagt:

      Bis jetzt ist noch nichts passiert, aber wir haben ja noch ein paar Stunden ;-)

  4. Janine sagt:

    Das sind wirklich schreckliche Bilder. Und jetzt zieht die Wolke Richtung Tokio. Ich habe dort noch immer Freunde und mag mir garnicht ausmalen, wie es denen gerad geht.

  5. Pilot sagt:

    Eigentlich war so eine S-Gau ja zu erwarten wenn man in so einer Zone mit Mächten hantiert die kein Mensch wirklich beherrschen kann.

    Wie auch immer, die Welt geht schon seit Jahrtausenden unter, jedes Voraussagung verschiebt sich. Mindestens aber einmal zur Jahrtausendwende droht so ein Untergang. Erklärt sich leicht.

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