Astronomie-App: RedShift (iPad)

RedShiftVor kurzem habe ich mir das iPad-App RedShift herunter geladen. Die Software für den PC ist fast jedem Hobbyastronom geläufig. Minimum den Namen hat man schon gehört. RedShift gehört zu den führenden Sternkarten-Programmen und es gibt nun auch eine Version für das Apple iPad. Daher möchte ich dieses App hier heute auch besprechen, damit auch diese App in den Astronomie-Apps für das Apple iPad (Überblick) auftaucht.

Hier auch noch einmal der kurze Hinweis. Ich habe für alle Artikelserien, einschließlich der Serie über alle iPad-Apps, die sich mit Astronomie beschäftigen, unter einer Seite zusammen gefasst. Klickt einfach hier auf Artikelserien und Ihr gelangt zu den Seiten und den Überblick.

Allgemeines

Ihr kennt das ja schon. Am Anfang kommen erst einmal die allgemeinen Informationen zum App.

RedShift findet man in der Kategorie Referenz und ist aktuell in der Version 1.0.2 zu erhalten. Aktualisiert wurde diese Version am 15.12.2010. Die Größe des Downloads liegt bei 84.2 MB und die Sprachen der App sind Englisch, Französisch und Deutsch. Entwickler der Software ist United Soft Media und zu Webseite kommt Ihr hier.

Die Kennzeichnung für die App liegt bei 4+ und das App ist für iPhone, iPodTouch und iPad unter dem iOS 3.1.2 oder neuer erhältlich.

Bei den Bewertungen hat Apple nun endlich etwas getan. Es wird jetzt zwischen der Aktuellen Version und Alle Versionen unterschieden.

Die aktuelle Version hat 32 Bewertungen und liegt im Schnitt bei 4 1/2 Sternen. Alle Versionen haben insgesamt 55 Bewertungen und liegt auch im schnitt bei 4 1/2 Sternen.

Hier die Sternverteilung sowohl für die aktuelle als auch für alle Versionen.

 

Aktuelle VersionAlle Versionen
***** (21)***** (37)
**** (8)**** (13)
*** (0)*** (1)
** (1)** (1)
* (2)* (3)

Also, da braucht man glaube ich nichts mehr zu sagen oder? Die neue Bewertungsform finde ich sehr gut, da diese nun doch besser den wirklichen Stand der Software darstellt.

Das App kostet 9,99 € und wer bis zum Fazit liest, wird feststellen, dass es seinen Preis wirklich Wert ist.

Hier findet Ihr Redshift im iTunes-Store: Redshift - Astronomie - USM

Das App RedShift

Nun aber wieder zum App und zur Anwendung.

RedShift2Also mein erster Eindruck von RedShift war WOW. Der Sternenhimmel stellt sich sehr Professionell dar. Man sieht nicht nur Lichtpunkte oder, wie bei manch anderen Sternenkartenprogrammen, wird Überladen mit Informationen. Man sieht einen schönen Sternhimmel, einige der hellsten Sterne sind gleich bezeichnet und wenn man mit dem Finger über das App streicht, dann werden Sternbilder nur dann dargestellt, wenn der Fokuspunkt (Mittelpunkt) in das Sternbild wandert. Dadurch bleibt das App sehr übersichtlich.

Azimut und Altitude werden am oberen und linken Rand gleich dargestellt.  Somit kann man auch mit dem Teleskop schön arbeiten. Natürlich ist die Fingersteuerung gewohnt einfach. Der Zoom wird mit dem auseinanderschieben und zusammenziehen von zwei Finger gesteuert. Ein Finger schiebt den Himmel hin und her und hoch und runter. Mit zwei Finger und einer Drehung lässt sich der ganze Himmel auch drehen, was ich sehr gut finde, da sich dadurch der Himmel so anpasst, wie man diesen im Okular sieht. Das erleichtert das Finden von Objekten.

Nun aber zu den Einstellungen.

Einstellungen in dem App

Redshift_iPhone_02Am unteren Rand in der Mitte findet man eine Uhr. Diese zeigt das Datum und die Zeit an. Tippt man einmal drauf, dann öffnet sich ein kleines Rändelrad. Markiert man nun die Sekunden oder Minuten und schiebt das Rad nach links oder rechts, kann man die Zeit verändern.

Rechts oben in der Ecke befindet sich das Such-Menü. Hier kann man die Suche zwischen Alle Objekte, Sonnensystem, Sterne, DeepSky und Sternbilder filtern. Ansonsten kann man die deutschen Begriffe eingeben. Leider gibt es nicht die Lateinischen Begriffe auch zum Eingeben. Hat man ein Objekt gefunden, ich habe nach dem Sternbild Krebs gesucht, dann zoomt und bewegt sich RedShift in einer angenehmen Geschwindigkeit auf das Objekt zu.

Weiterhin öffnet sich am oberen Rand ein Informationstab. Hier kann man nun folgendes sehen und tun. Neben dem Namen kann man, falls vorhanden, Informationen zu dem Objekt abrufen. Weiterhin kann man aber auch direkt zu Wikipedia wechseln und es wird die Seite zu dem Objekt angezeigt. Auch hier wieder das deutsche Wikipedia. Sollte man sich mal wegbewegt habe, kann man das Objekt zurück in den Fokus holen und man kann hier den Kompass an und ausschalten.

Gleich zum Kompass. Das App zeigt mir immer wieder das mein Kompass wohl eine Störung hat. Ich soll das iPad in einer 8 bewegen um die Störung zu beheben, aber das hilft bei mir nicht.

Tja, deshalb habe ich auch bei meinem letzten Beobachtungsabend nicht mit dem Kompass gearbeitet.

Eine Option gibt es in diesem Menü noch. Hier ist eine Rakete dargestellt. Zu manchen Objekten kann man fliegen und das stellt die Rakete dar.

Wenn man nun mal nicht nach einem Sternbild sucht, sondern z.B. nach Saturn, dann kann man auch den Info-Button benutzen. Dieser zeigt neben dem Namen und dem Typen auch die Helligkeit, RA, Dek, Höhe, Azimut und Entfernung an.

RedShift3Mit der Rakete kann man nun zu Saturn fliegen und bekommt eine fantastische 3D-Ansicht des Saturns und dessen Monden. Dreht man nun mit dem Finger auf dem Display ändern sich zwei der Buttons aus dem Menü. Hier kann man sich nun automatisch um den Planeten bewegen oder per Finger-Wisch selbst drehen. Ich finde das Klasse. Ist ähnlich wie die Kombination aus Celestia und Stellarium.

Möchte man nun wieder auf der Erde landen und weiterbeobachten, reicht ein klick auf das Symbol in der oberen, linken Ecke. Die Stecknadel bringt einen zurück zum Beobachtungsstandort.

Rechts unten in der Ecke befindet sich das Extras-Menüs.

Folgende Punkte sind hier integriert.

RedshiftHimmel scannen: Schaltet den Kompass, AN oder AUS oder auf AUTOMATIK. Bei Automatik schaltet dieser sich ein sobald man das iPad über den Horizont hebt.

Nachtsicht: Natürlich gibt es auch einen Nachtsichtmodus. Wobei ich diesen immer noch sehr hell finde.

Sternwarte: Die Sternwartenoption zeigt Objekte die aktuell sichtbar sind am Himmel und beim klick auf die Objekt fährt die Sternwarte diese Objekte wie eine GoTo-Steuerung an. Unterteilt ist die Sternwarte in Sonnensystem, Sterne, Sternbilder und DeepSky.

Standortbestimmung: Wer seinen Standort nicht automatisch bestimmen lassen möchte, kann dies hier per Hand tun.

Information: Gibt Hilfe und den Link zur Webseite. Weiterhin kann man die Über RedShift Information hier erhalten.

So jetzt gibt es noch das Einstellungen Himmelsansicht Menü.

In diesem Menü kann man den Hintergrund, das Panorama, anpassen und den Tag/Nacht-Modus ein- und ausschalten.  Weiterhin gibt es Optionen zum Sound oder den Sternbildern, die Blickrichtung und Orientierungshilfen, sprich Ekliptik und Horizontlinie lassen sich hier anschalten.

Fazit

RedShift2Also für 9,99 € erhält man hier ein wirklich Klasse Programm. Nicht nur das die Anwendung denkbar einfach ist, sondern die Ansicht ist auch durchdacht und es macht einfach nur Spaß mit diesem App zu arbeiten.  Der Kompass gefällt mir nicht, kann aber auch an mir liegen und der ist wirklich Schrott. Das App selbst ist fantastisch. Die Möglichkeiten sind Super und auch wenn es mal einen wolkigen Himmel hat, kann das App für Kurzweil sorgen. Man fliegt halt einfach zu den Objekten und schaut sich diese im App an. Also jeder der ein Sternkartenprogramm sucht, sollte sich auf alle Fälle RedShift anschauen.

Hier findet Ihr Redshift im iTunes-Store: Redshift - Astronomie - USM

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One comment

  1. Marcel lemail.com sagt:

    Inzwischen auch als PRO Version erhältlich mit größerer Datenbank und ENDLICH auch als ANDROID Version. Also müssen alle NICHT-APPLE-Kunden nicht mehr darauf verzichten :-).

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