Erfahrungsbericht: Neues Fett für meine Montierung

Vor einer gefühlten Ewigkeit hatte ich meine Montierung für meinen GSO 6 Zöller auseinander genommen um neues Fett aufzutragen. Durch Nichtbenutzung der Montierung hatte sich eine Achse festgefressen.

Nun lag die Montierung eine Zeit lang rum und ich habe mich nicht darum gekümmert, da ich ja zum beobachten immer noch meinen 8 Zoll-Dobson hatte. Nur das mit den Fotos läßt sich mit dem Dobson nicht so richtig realisieren.

Das Auseinanderbauen war gar nicht so schwierig wie ich dachte. Nun ja, so viele Teile sind es ja auch nicht. Daher ging das Auseinanderbauen auch schnell. Wir legten die einzelnen Teile in Fettlöser ein und hatten die meisten Bauteile schnell gereinigt.

Einige Bilder könnt Ihr hier sehen.

Ihr seht das das Fett schon gelblich/bräunlich wurde und recht fest ist. Das ist das Chinafett, welches in den Montierungen eingesetzt wird. Wenn die Achsen sich immer schwerer bewegen lassen, dann muss man dieses Fett auswechseln. Die Bilder waren gut, da diese den Zusammenbauzustand der Montierung dokumentieren. Eine kleine Anleitung per Zettel kann hier auch gut weiter helfen.

Das eine Gleitlager mussten wir mit leichter Hitzeeinwirkung lösen, da es wirklich fest saß. Hier muss man auch aufpassen mit roher Gewalt. Die Teile sind aus Guss und halten Schläge nicht gut aus.

Jetzt ging natürlich die Diskussion los. Mit welchem Fett sollte man die Montierung versehen?

Hier half mir das Forum bei astronomie.de weiter. Hier habe ich einen Beitrag geöffnet mit dem Thema “Welches Montierungsfett?

Es sind einige Tipps zusammen gekommen und ich habe es erst einmal mit Fett auf Silikonbasis versucht. Dieses ist von –30 bis 100 Grad ausgelegt und verändert sich bei Temperaturänderung nicht.

Also ging es letztens dann zum Zusammenbau der Montierung.

Hierbei gab es Anfänglich keine Schwierigkeiten. Alles lief wie geschmiert und ließ sich leicht zusammenbauen. Nur das Rekt.-Gleitlager nicht. Anscheinend hat die Hitzeeinwirkung das Lager leicht verzogen. Wir konnten es nur dazu bewegen ordentlich in die Buchse zu gleiten, durch leichte Schläge mit dem Hammer. Dabei ist uns glatt eine Ecke abgebrochen. Wie oben schon gesagt, mit Guss und Gewaltanwendung muss man wirklich aufpassen. Die Ecke haben wir mit Metallkleber wieder angeklebt. Es ist zwar sehr Ärgerlich, aber die Ecke beeinflusst die Funktion der Montierung nicht.

Hier einige Bilder aus dem Zusammenbau.

Das Endergebnis kann sich sehen lassen. Die einzelnen Achsen bewegen sich wieder Butterweich. Der nächste Beobachtungsabend mit dem GSO 6 Zöller kann also nun kommen. Aufgesattelte Bilder mit meiner Spiegelreflex gehen nun auch wieder. Damit kann ich mich mal an die vorgenommenen Sternenfeldaufnahmen machen.

Alles in allem kann man ein solches Projekt gut an einem Nachmittag durchziehen. Bei mir hat es etwas gedauert. Achten solltet Ihr auf jeden Fall darauf, dass Ihr das auseinanderbauen Dokumentiert. Und wie gesagt, bei Guss und Gewalt immer schön vorsichtig arbeiten. Ansonsten sollte jeder der mit einem Schraubenschlüssel umgehen kann, ein solches Projekt realisieren können. Also traut Euch.

Hier das Endergebnis im zusammengebauten Zustand.

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