Erfahrungsbericht: Eye-Fi für Himmels- und Astrofotografen

WIFI Eye-Fi FotografieDurch einen Link hier auf dem Clear Sky-Blog, bin ich auf eine Technik aufmerksam geworden, die mich als Hobbyfotograf natürlich sofort interessiert hat.

Das Stichwort ist hier Eye-Fi * und daran möchte ich Euch teilhaben lassen. In meiner Serie über die Himmelfotografie für Jedermann beschreibe ich ja meine Erfahrungen mit meiner Spiegelreflexkamera.

Das Problem

Jeder normale, aber auch Astrofotograf kennt das Problem. Das Foto ist geschossen und man möchte es gleich bewerten ob man an den Einstellungen vielleicht doch noch einmal etwas drehen sollte. Die Displays der Kameras sind meist nicht geeignet um sich die Bilder gleich anzuschauen. Und löschen will man ja auch nicht.

Nun gibt es eine Lösung für dieses Problem und vor allem iPad-Besitzer profitieren davon, aber auch Laptopbesitzer können diese Technik einsetzen.

Die Lösung

Die Lösung heißt nun Eye-Fi *. Was ist nun aber Eye-Fi. Ganz einfach. Eye-Fi ist eine Chipkarte für Kameras zum Speichern der Bilder. Ich setze zum Beispiel SD-Karten an meiner Kamera ein. Die Eye-Fi-Karten sind aber etwas anders. In diese Speicherkarten ist aber eine Besonderheit integriert. Die Speicherkarte enthält einen kleinen Sender. Dieser WiFi-Sender lässt nun zu über ein WLAN oder eine drahtlose Verbindung mit dem iPad die Bilder direkt an das Gerät zu senden.

Das heißt ich habe nun die Möglichkeit meine Bilder mit der Kamera zu schießen und betrachte die Ergebnisse direkt auf dem Laptop oder dem iPad.

Was muss man dafür tun?

Eye-Fi SpeicherkarteDem Paket liegt neben der Karte, in meinem Fall eine 8 GB-Karte, auch ein Kartenreader bei. Auf der Karte befindet sich die Software für Windows und Mac. diese Software muss erst einmal installiert werden um die Speicherkarte zu konfigurieren.

Die Konfiguration läuft sehr schnell ab und mit der Software kommt man sehr schnell klar. Ich habe die Karte erst mit meinem WLAN-Netz zu Hause getestet. Dazu muss diese Karte natürlich Zugriff auf mein Netz erhalten. Die Karte besitzt eine eigene Mac-Adresse und kann dadurch auch in den Mac-Filter eingetragen werden.

Nach der Eingabe der Netzdaten, kann es eigentlich schon losgehen. Karte in die Kamera und Fotos gemacht. Die Software leitet einen durch alle Schritte und wenn das erste Foto auf dem PC erscheint, ist alles schon erledigt und eingestellt.

Damit kann ich also Fotos schießen, komm nach Hause und bekomme sofort alle Bilder auf den Rechner übertragen. Das ist schon mal eine Erleichterung. Aber die viel interessantere Möglichkeit für mich ist, dass ich die Eye-Fi-Karte mit meinem iPad verbinden kann.

Dazu habe ich mir nur das Eye-Fi-App geladen und kann nun die Karte direkt mit dem iPad-App synchronisieren.

Erste Erfahrungen

Ich habe natürlich jetzt ein wenig mit der Karte rumgespielt und Sie muss sich noch in einem ersten Astroeinsatz bewähren. Aber bisher bin ich begeistert. Die Bilder kann ich mir sofort auf dem großen Display des iPads anschauen. Die Übertragung dauert ein paar Sekunden. Hat also eine leichte Verzögerung, aber das hat mich nicht gestört.

Schön ist, dass die Karte auch RAW-Dateien übertragen kann. Das ist wichtig für die Astrofotografie, da man hier doch eher mit diesem Format arbeitet. Videos gehen auch, aber die Funktion benötige ich nicht.

Es ist wohl auch Möglich die Bilder direkt zu Twitter, Facebook, Flickr oder andere Dienste zu übertragen, die eigene Bilddatenbanken besitzen. Das habe ich aber noch nicht probiert und werde auch sicher eher den Weg über den PC wählen. Da geht mir sonst zu viel Kontrolle verloren.

Wie es sich mit der Akku-Auslastung der Kamera verhält und wie stabil das System läuft, werde ich noch testen.

Kosten

Die Eye-Fi-Karte habe ich für knapp unter 100 € bekommen. Bei Amazon kostet die Karte aktuell (07.05.2011) 91,92 €.

Das ist natürlich ein recht hoher Preis für eine Speicherkarte mit 8 GB. Ich muss aber sagen, dass die Vorteile zum drahtlosen Übertragen der Bilder überragend sind. Zumindest für mich.

Allein die Vorschau der Bilder auf dem iPad bringen mir persönlich nicht nur in der Astrofotografie viel, sondern auch auf Feiern oder an anderen Orten. Damit habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

1. habe ich die Bilder auf dem iPad und kann diese sehen.

2. Ich habe ein zweites automatisches Backup-System. Sollte mir der Kamera was sein, habe ich die Bilder auf dem iPad.

Fazit

Sicher muss ich noch einige Tests durchführen. In einigen Wochen werde ich Euch über die Ergebnisse informieren. Wenn ich dazu komme, werde ich natürlich auch bei Astroaufnahmen diese Test machen. Ansonsten bin ich sehr begeistert von der Technik und finde die Einfachheit der Installation und Anwendung super.

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