Thema des Monats: Unser Nachbar der Mond (Juni 2011)

MondIn diesem Monat möchte ich mich um unseren Nachbarn den Mond kümmern. Einige werden vielleicht denken, ach wie langweilig, aber vor allem durch seine ständige Verfügbarkeit ist der Mond eines der interessantesten und lohnendsten Himmelsobjekte für jeden Hobbyastronom.
Weiterhin ist er durch seine Nähe das leichteste zu untersuchende Objekt.

Ich bin zwar schon etwas spät dran mit dem Thema des Monats für Juni 2011, aber da sich im nächsten Monat alles um den Mond drehen wird, möchte ich das Thema des Monats hier einfach noch einbringen.


Wie entstand der Mond?

Vor kurzen habe ich ja zu dieser Frage einen eigenen Artikel geschrieben. Diesen findet Ihr hier: Wo kommt der Mond eigentlich her?

Hier kommt noch einmal eine kurze Zusammenfassung:

Nach heutigen Theorien entstand der Mond durch eine Kollision der frühen Erde mit einem Objekt, welches die ungefähre Größe des Mars besessen hat. Um das ein wenig in Zahlen auszudrücken

Durchmesser der Erde: ca. 12700 km
Durchmesser des Mars (heute): ca. 6700 km
Durchmesser Mond: ca. 3400 km

Das heißt, nachdem uns eine Planet mit der Größe des Mars, die ungefähre hälfte der Erde, gestreift hat, wurden viele Gesteinsbrocken bei diesem Aufprall gelöst und fügten sich anschließend zu unserem heutigen Mond zusammen.

Warum ist der Mond so wichtig für uns und unsere Erde?

Der Mond hat durch seine große Nähe einen hohen gravitativen Einfluss auf die Erde. Die Frage ob er auch einen hohen Einfluss auf die Pflanzen, Tiere oder Menschen hat, möchte ich hier nicht beantworten.
Wie jeder aber weiß löst der Mond die Gezeiten, Ebbe und Flut, aus. Durch diese Nähe und die Kraft die er auf die Erde ausübt stabilisierte er die Erde in Ihrer Anfangszeit.

Natürlich ist der Mond nicht das einzige Himmelsobjekt, welches auf die Erde einwirkt. Die sonne ist das zweite Große System. Hätten wir aber den Mond nicht und würde nur die Sonne Ihren Krafteinfluss ausüben, würde es zu ungünstigen Umweltbedingungen auf der Erde kommen. Das heißt der Mond trägt zu den heutigen Bedingungen bei und ermöglicht damit das Leben auf der Erde.

Warum Amateurastronomen den Mond lieben?

Viele Menschen sehen den Mond meistens gar nicht oder nehmen Ihn nicht bewusst war. Durch mein astronomisches Interesse, schau ich regelmäßig zum Himmel auf. Egal wo ich gerade bin und Suche zu bestimmten Zeiten den Mond am Himmel. An diesem Blog hier kann ich sehen, wenn der Mond zum Beispiel sehr Erdnah und als Vollmond steht. Da ich hier schon häufiger über den Mond berichtet habe, steigen genau zu diesen Zeiten, die Besucheranzahl signifikant an.

Interessante Artikel in der Vergangenheit dazu waren zum Beispiel:

Was sind das für Flecken auf dem Mond?

Was ist eine Mondfinsternis?

Mond in Erdnähe (19. März 2011)

Beobachtungstipp: Totale Mondfinsternis am 15./16. Juni 2011

Wer diesen Blick zum Himmel nicht nur dann nach oben richtet, wenn der Mond voll am Himmel steht und sich eine Regelmäßigkeit angewöhnt, stellt man plötzlich fest, dass der Mond sich im laufe der Zeit ständig ändert.

Nicht nur die Phasen nehmen zu oder ab, sondern man kann auch beobachten, dass die Auf- und Untergangszeiten sich ändern und sogar der scheinbare Durchmesser des Mondes ändert sich.

Wer dann noch ein Fernglas oder Opernglas zu Hause hat, kann mit der Mondbeobachtung beginnen.
Selbst die kleinsten oder auch die sogenannten Billig-Teleskope sind zur Mondbeobachtung geeignet und lassen viele Details auf der Mondoberfläche erkennen.

Beobachten des Mondes

Man denkt sicherlich das ja schon alles auf dem Mond gesehen wurde und das dieser sehr langweilig erscheint. Doch es gibt unheimlich viel auf dem Mond zu entdecken.

Beobachtet man den Mond zu unterschiedlichen Phasen, dann findet man im Randbereich (Schatten-Licht-Übergang) immer wieder neue Strukturen. Ein Krater, der gestern gerade so angeleuchtet wurde, sieht in der nächsten Nacht schon wieder ganz anders aus.

Mit dem Mond kann man sich lange Zeit beschäftigen. Außerdem können auch Nicht-Amateurastronomen und ungeübte Teleskopbesitzer auf dem Mond sofort tolle Ergebnisse erreichen.

Wer ein iPad-Besitzt, kann sich den Mond schon mal anschauen und seine Beobachtungen planen.

Mit iPad-App Moon Atlas oder dem sogar gratis erhältlichen iPad-App Moon Globe kann man sich die unterschiedlichen Krater, Gebirge oder Mare erst am iPad anschauen und danach am Fernglas oder Teleskop.

Für den PC gibt es auch ein Freeware-Programm. Virtual Moon Atlas wurde von mir schon im Jahr 2010 hier im Blog beschrieben. Astronomiesoftware: Virtual Moon Atlas (Freeware)


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