Das Sterben des Blog-Teleskop

Blog-TeleskopÜber das Blog-Teleskop wurde hier im Blog schon oft berichtet. Einige davon habe ich selbst ausgerichtet. Nachdem das Blog-Teleskop vom Initiator abgelegt wurde, haben die Blogger es in die Hand genommen, dass Blog-Teleskop weiter zu führen.
In diesem Monat habe ich feststellen müssen das dies wohl nicht reichte.
Ich möchte in diesem Artikel einen Rückblick wagen. Wie fing es an? Wie entwickelte sich? Warum hat es nach so langer Zeit nicht mehr funktioniert?
Lest weiter und es wäre schön wenn Ihr etwas zum Blog-Teleskop sagen würdet.


Die Historie

Das Blog-Teleskop wurde im Jahre 2008 auf dem Blog Astrodicticum simplex von Florian Freistetter gegründet.

Am 01.06.2008 schrieb er selbst die erste Folge des Blog-Teleskops. Jeder kann den Artikel unter dem Namen Das Blog-Teleskop #1 finden. Seit dem hießen alle Blog-Teleskop so. Nur das die Nummer sich erhöhte.

Seine Idee war, dass alle zwei Wochen ein anderer Blog diese fiktive Blog-Teleskop in die astronomische Internetgemeinde ausrichtet und schaut was so geschehen war Feuer gefangen. Mein Einführungsartikel findet Ihr hier: Das Blog-Teleskop.

Dieser ist am 06.09.2009 erschienen. Zu dieser Zeit war das Blog-Teleskop schon bei der Nummer 34. Seit dem bin ich mehr oder minder aktiv beim Blog-Teleskop bei.

Neben der Idee des Ausrichtens und Betrachtens, sollten auch alle bisher teilnehmenden Blogs auf den gerade schreibenden Blog verweisen. Das hat recht gut funktioniert. Und als mein Blog noch recht jung war und ich das erste mal das Blog-Teleskop selbst ausrichtete, habe ich dies an den Besucherströmen sofort gemerkt.

Mein erstes Blog-Teleskop erschien mit der Nummer 35 (siehe hier: Das Blog-Teleskop #35)am 20.09.2009 hier im Blog und ich war stolz.

Nach etlichen Blog-Teleskopen verkündete Florian das Ende des Blog-Teleskops. Am 16.01.2011 schrieb er diesen Artikel: Das Blog-Teleskop wird eingestellt.

Die Gemeinde war nicht begeistert und fing an, dass Blog-Teleskop selbst weiter auszurichten. Carolin Liefke schrieb nun die nächste Folge mit dem Titel Blog-Teleskop reloaded – Ausgabe #67.

Florian gab also dieses, für mich tolle Format auf, und RelativKritisch übernahm die Federführung.

RelativKritisch richtete das Blog-Teleskop in der Folge #68 aus und kurz darauf rief der Blog alle Blogger dazu auf sich zu beteiligen. Mit dem Beitrag Blog-Teleskop sucht Blogger! gab es einen Aufschrei und einen Rundruf an alle Blogger, dieses Format nicht sterben zu lassen.

Und es schien, als wenn dieser gehört wurde.

Ich selbst habe die Folge #70 und 10 Wochen später die Folge #75 hier im Blog ausgerichtet.

Doch weitere 8 Folgen später scheint das Blog-Format seinen Reiz verloren zu haben. Das letzte Blog-Teleskop erschien am 04.09.2011 auf dem Blog von Maria. meta-physik hat in der Geschichte des Blog-Teleskops mehrere Teleskope ausgerichtet. Das letzte, für mich auffindbare, war dann die Folge #83.

Damit endet mein kleiner Ausflug in die Geschichte des Blog-Teleskops.

Wer sich alle Blog-Teleskop anschauen möchte, geht auf die Seite von Florian. Hier findet Ihr einen Überblick aller Blog-Teleskop.

Woran lag es?

In Florians Artikeln wurde über mehrere Gründe gesprochen. Die Gemeinde der Astro-Blogger ist zu klein. Die Foren verdrängen. Es besteht kein Interesse, keine Zeit etc.

Er schrieb das der Aufwand für den Nutzen einfach zu hoch war. Er müsste ständig aktiv dabei sein neue Blog-Teleskop-Schreiber zu finden.

Ich kann das verstehen. Ein Blog-Teleskop schreibt sich nicht selbst. Ich meine zwar das es genügend über die Jahre teilnehmende Blogs gab um aus dieser Masse zu schöpfen, aber ich kann auch verstehen, dass es schon schwierig war, die Leute zu motivieren.

Tja, wenn man sich die Kommentare durchliest, dann kann man heraus hören, dass eigentlich alle das Sterben des Blog-Teleskops schade finden.

Der Versuch das Blog-Teleskop zu retten scheiterte. Die Gründe habe ich noch nicht erfahren. Ich habe schon Nachgefragt.

Warum denkt Ihr, dass das Blog-Teleskop nicht funktioniert? Woran kann das liegen? Was sollte man anders machen?

Ich denke, dass einige Blogger gern bereit sind, das Format evtl. auch in geänderter Form weiter zu führen. Dazu sollte man aber Ideen sammeln.

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15 comments

  1. Ich musste knapp 2 Jahre lang ständig suchen und betteln gehen, um Blogs zu finden, die ein Blog-Teleskop schreiben. Es macht ja auch keinen Sinn, wenn immer nur die selben 3 Blogs das Teleskop ausrichten… Die Astroblogosphäre hat sich nie wirklich aktiv beteiligt, und vor allem auch nicht das getan, weswegen ich das Blog-Teleskop gestartet habe: in ihren Blogs auf die aktuellen Ausgaben die anderswo stattfinden, hinzuweisen. Das Blog-Teleskop war als Vernetzung gedacht, und das hat nicht funktioniert. Deswegen habe ich aufgegeben. Ich vermute, das RelativKritisch genau das gleiche Problem hatte und niemanden fand, der was schreiben will…

  2. Frank sagt:

    Moin,

    zwei Effekte könnten aus meiner Sicht wichtig sein:

    (1) Einen Blog-Teleskop-Artikel zu schreiben, stellt einige Arbeit dar. Mein Blog läuft jetzt seit 3,5 Jahren und neben meinem Beruf bin ich froh, den konstanten Pegel von einem Artikel pro Woche zu halten. Da könnte natürlich auch immer mal ein Blog-Teleskop dazwischen kommen; insofern bekenne ich mich mitschuldig, das Projekt nicht genug unterstützt zu haben.

    (2) Die Astroszene tummelt sich stark in Foren. Selbst die Listen, auf denen ich eingetragen bin, sind seit Großwerden von Astrotreff und Astronomie.de ziemlich ausgestorben. Das Blogformat scheint nicht so beliebt zu sein. Immerhin bekomme ich genug Feedback jenseits von Kommentaren und habe viel Spaß an dem, was ich da treibe, so dass Asterythms in seiner Form wohl noch lange leben wird.

    Florian, das Betteln kenne ich als langjähriger (15 Jahre) Redakteur einer Vereinszeitschrift und der Zeitschrift Magellan nur allzu gut. Ob Blog-Teleskop oder Zeitschrift: es wird immer ein Anschieben notwendig sein und das Projekt fällt, wenn keiner mehr anschieben will oder kann. Übrigens, wo ich Zeitschriften schon erwähnt habe, finde ich auch die Zeitschriftenlage ziemlich übel.

    Sollte es noch einen Anlauf geben, gelobe ich Besserung. Ein Nachmittag im Jahr sollte eigentlich drin sein … :-)

    Tschüss

    Frank

  3. Stefan Gotthold sagt:

    @Florian: Vielen Dank für Dein Kommentar. Dieser Artikel war nicht dazu gedacht, dass Du Dich rechtfertigen sollst. Ich kenne das selbst von mir. Manchmal hat man einfach keine Lust mehr zu schieben. Manche Dinge müssen nach einer gewissen Zeit allein laufen und wenn Sie es nicht tun, dann ist es halt nichts geworden.

    @Frank: Ja, einen Schieber benötigt es immer. Viele halten erst gar nicht so lange durch wie Florian. Mit dem Beruf geht es mir ja genau so. Ich habe Phasen da arbeite ich > 60h die woche. Da schaffe ich nicht mal ein Artikel pro Woche zu schreiben.

    Ich bin ja nicht viel besser gewesen. Zwischen meinem ersten und zweiten Blog-Teleskop lagen 35 Folgen, das sind 70 Wochen. Ich habe probiert so oft wie Möglich auf das Blog-Teleskop hinzuweisen. Aber allein die Tatsache das dieser Blog hier schon das zweite Mal eine recht lange Blog-Pause erfährt lässt mich zurück schrecken evtl. einen neuen Blog-Teleskop-Anlauf zu wagen und das auch so lange durchzuhalten.

    Ich denke es war ein super Format und ich denke man sollte mal im allg. über die Blogosphere und die Astronomie nachdenken.
    Ich finde die Forenkultur zum Frage stellen gut, aber allein diese Kultur verhindert meiner Meinung auch ein Stück weit die Ausbreitung und die Kommunikation in der Astronomieszene.
    Anfänger stellen eine Frage, bekommen die Antwort und fertig. Die Lesen sich nicht ewig lange Listen durch bis mal was interessantes bei ist. Nein, in ein Forum wächst man sehr, sehr langsam rein. Bei Blogs geht das schneller.
    Tja, aber das wäre einen eigenen Artikel wert.

  4. Frank sagt:

    Foren sind m.E. für Anfänger durchaus gefährlich: nicht hinter jedem Forenaltmeister mit x-tausenden Beiträgen verbirgt sich wirkliches Wissen. Forenlesen hat für mich oft was vom Perlentauchen im trüben Gewässer … wenn ich Foren mal mit meinem Verein abgleiche, scheinen längst nicht alle Typen in den Foren vertreten zu sein. Aber am Ende macht es wahrscheinlich die Vielfalt: es ist gut, dass es Foren gibt, und es wäre gut, wenn eine dauerhafte Astroblogszene bestünde.

    Ein persönlicher Vorsatz für 2012 ist jedenfalls, etwas mehr für die Vernetzung der Blogs zu tun, in welcher Form auch immer.

  5. Stefan Gotthold sagt:

    Frank, ich bin voll und ganz Deiner Meinung. Es ist nicht das Forum an sich. Ich finde es gut das es die Foren gibt, aber Sie belasten die Astronomieszene eher, als das Sie diese für alle Menschen öffnen. Ich bin schon lange nicht mehr in den Foren aktiv…es ist mir zu viel Input und zu viel “Mist” den man herausfiltern muss.
    Aber jeder wie er mag.
    Zu Deinem Vorsatz: Ich bin dabei! (wobei auch immer :-) )

  6. Lichtecho sagt:

    “…und ich denke man sollte mal im allg. über die Blogosphere und die Astronomie nachdenken.” Ich denke, das ist doch der Punkt. Was soll eigentlich ein Astronomieblog leisten? Was kann einen Astronomieblog von Foren und Nachrichtenportalen unterscheiden? Dazu kommt noch die astronomiespeziefische Besonderheit, dass die großen Forschungseinrichtungen von sich aus ja das Internet grandios bespielen, mit aufwendigen Internetseiten und jede Menge Social-Media-Aktivitäten.

    • Stefan Gotthold sagt:

      Das sind sehr gute Fragen. Rausgelesen habe ich folgende Fragen!
      Was unterscheidet einen Blog von den vorhandenen Techniken und welche Leserschaft soll angesprochen werden?
      Dazu muss man vielleicht die anderen Techniken betrachten. Foren: Frage/Antwortspiel. Na klar kann man hier seine Berichte und Artikel schreiben, aber das geht dann doch recht schnell wieder im Rauschen unter. Und beim Frage und Antwortspiel, dreht sich das Rad im Kreis (liegt an der Geschwindigkeit der erscheinenden Beiträge) und es ist meiner Meinung nach nicht zum diskutieren geeignet.
      Nachrichtenportale: Reine Informationsquelle ohne persönlichen Bezug oder Erfahrungsaustausch. Halt Nachrichten. Es wird (und soll ja auch nicht) gewertet werden. Blog: Persönliche Erfahrungen. Austausch über Kommentare. Gewertete Artikel durch die eigene Meinung. Es siedelt sich also genau zwischen einem Forum und einem Nachrichtenportal an.

      Zur Leserschaft. 90% der Leute haben eine Frage und informieren sich nur um die Antwort zu finden. In einem Forum suchen sicherlich viele und werden auch Antworten finden. Aber das ist nicht das Ziel eines Blogs. Ein Artikel kann das Thema in einem ganz anderem Licht darstellen und evtl. mehr Fragen erzeugen, der interessierte vllt. sofort los werden will. Hier liegt die Hürde im Forum aber hoch. Wer will schon gern zugeben, dass er etwas nicht weiß (quasi wie dumm man ist) und um das noch zu zeigen muss man sich ja anmelden. Im Blog kann man Fragen, weil man merkt das der Artikelschreiber auch nicht alles weiß, halt auch nur ein Mensch ist. In Nachrichtenportalen wird zwar viel diskutiert, aber das ist nur ein Zeichen, dass Menschen immer alles bewerten wollen und Ihre eigene Meinung in das Verstandene einbringen möchte. Verständlich! Also liegt doch meine Leserschaft in jedem der irgendwie Astronomiebegeistert ist und sich solche Fragen stellt. Der einzelne Blog kann folgendes Leisten: Ich kann meinen momentanen Erfahrungsschatz in Artikel präsentieren und die Leute dazu auffordern oder anregen über das Nachzudenken, was ich jetzt weiß und niedergeschrieben habe. In einem Jahr bin ich weiter (hoffe ich). Trotzdem ist das alte Wissen nicht verloren. Es besteht ja weiterhin. Der Blog kann also besser und umfassender Aufklären als ein Forum und ist persönlicher als ein Nachrichtenportal. Mit einer Bloggemeinschaft wird aber erst ein Schuh draus. Siehe zum Beispiel meine Blogparade. Schreiben viele Blogs zum gleichen Thema, gibt es plötzlich einen Querschnitt aus vielen Meinungen und Ansichten. Der Mehrwert steigt immens. Deshalb ja mein Wunsch die Blogosphere zu stärken und auszubauen. Nicht Einzelwissen in Foren zu sammeln und in der Masse unter zu gehen, sondern sich mit der Materie beschäftigen. Schaffe ich es nicht jemand von einem Thema zu begeistern, schafft es vllt. der Blogger den ich verlinkt habe. Hier liegen die stärken des Bloggens.

    • Frank sagt:

      Tja, was unterscheidet einen Blog von Foren und Nachrichtenportalen? Für meinen Blog kann ich sagen, dass die Spezialisierung auf Randthemen ganz gut funktioniert. Ein solches Thema ist die Deep-Sky-Beobachtung, bei der ich umso besseren Feedback bekomme, je abgefahrener die Beobachtung ist. Der Grund ist klar: solche Beobachtungen sind in Foren mühsam rauszusieben und tauchen in Zeitschriften praktisch nicht mehr auf. Ein anderes Thema ist die heitere Seite der Astronomie, die ebenfalls recht kurz kommt und wo ich einfach ein Spielwiese suchte – und in meinem Blog gefunden habe. Gleiches gilt für die Verbindung Musik und Astronomie. Insofern treibe ich mich also in Nischen rum.

      Was Stefan schreibt, sehe ich auch so: ein Blog kann einen Lernprozess sehr schön abbilden; ich denke, das sieht man an meinen Astrofotos. Hier hilft das Bloggen dem Autor selbst und dem Leser später auch.

  7. Lichtecho sagt:

    Also so wie ihr beide, Stefan und Frank, schreibt, seit ihr ja ganz zufrieden mit Euren Blogs. Ein persönliches Tagebuch, das die eigene Entwicklung dokumentiert, in dem eine kleine Schar gleichgesinnter mitliest und auch ab und zu diskutiert und kommentiert wird. Hm, vielleicht bin ich zu wenig drin im Thema, um das spannend zu finden, ich bin ja nur ein Dobson-Schubser :-) Ich denke wirklich schlagkräftig in der Wirkung nach außen könnte nur ein Gemeinschaftsblog sein, in dem ein Autorenteam regelmäßig postet. Es gibt ja solche relativ offenen Ansätze, wie astronomie.de oder raumfahrer.net, aber diese Seiten sind eben keine Blogs (und etwas altbacken). Ich bin inzwischen skeptisch, ob freies bloggen außerhalb einer Plattform (scilogs oder scienceblogs) oder ohne einem starken Partner im Rücken noch was bringt – da nützt auch die Vernetzung über ein Blog-Teleskop nichts. Solange wir das nur neben dem eigentlichen Brotberuf her machen, erzeugen wir nicht regelmäßig genug Content.

    • Stefan Gotthold sagt:

      Hallo, ja ich bin sehr zufrieden mit meinem Blog. Ich möchten diesen aber nicht als Tagebuch verstanden haben. Eine zeitliche Entwicklung gibt es, ja da hast du recht, aber ein Blog ist ein vielfaches mehr als ein einfaches Tagebuch. Im Endeffekt kannst du einen Blog mit den großen Portalen vergleichen, nur er ist persönlich. Möglichkeiten zur Verlinkung intern genauso wie extern, Anbindung an soziale Medien, Möglichkeiten für Artikelserien, News, persönliche Beiträge oder ganze Erfahrungsschätze lassen sich in die Blogs integrieren. Davon lässt sich vieles Autmatisieren. Ich brauche mir nicht die Top-5-Artikel raussuchen. Das macht der Blog für mich. Ich brauche nicht einbauen, dass unter einem Artikel 5 themenverwandte Artikel gepostet werden. Ich brauche einen neuen Artikel nicht explizit bei Twitter, FB & Co. veröffentlichen. All das übernimmt die Blogsoftware und vieles mehr. Ich brauche nur Artikel schreiben, die mich interessieren und die vllt. für andere interessant sind.
      Ich glaube das man mit freiem Bloggen immer noch sehr erfolgreich sein kann und zumindest sich selbst ein Stück weit verwirklichen kann. Ich habe im Schnitt 5000 Besucher pro Monat auf meinem Blog (steigend) und ich bin wahrlich nicht immer aktiv. Mein Artikel zu Japan brachten 12.000 Besucher/Monat und davon 3.000 Besucher an einem Tag. Ich weiß ich bin lange nicht in den Größenordnungen der Portal oder der Foren, aber meine Serien werden immer bekannter und ich mache und schreibe das was mir Spaß macht. Und das ist der Vorteil zum Autorenteam. Ich bleibe ich. Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als fasst jeder Hobbyastronom eine Webseite eröffnet hat. Heute tun dies viele nicht mehr, weil es nicht so professionell wirkt. Das liegt am I-Net selbst. Aber ich fände es toll, wenn mehr Menschen über Ihr Hobby (in dem Fall Astronomie) berichten würden und die Möglichkeit hat jeder. Und das ist unter anderem eines meiner Ziele. Ich möchte den begeisterten einen Anlaufpunkt bieten, bei dem er sich erkundigen, informieren oder auch diskutieren kann und zwar nicht auf einer hochprofessionelen Ebene (Scilogs), sondern auf einer menschlichen Ebene. Ich möchte Gleichgesinnte finden und zwar aus allen Gruppen. Wenn die Blumenverkäuferin eine Frage zum Mond hat, dann beantworte ich die gern oder wenn Kinder Ihre Eltern nerven, dann bin ich gern für die Eltern da. Das ist ein Ziel. Astronomie muss bekannter werden und es muss bekannt werden, dass es Menschen gibt, die die Fragen des Alltags beantworten wollen.

  8. Frank sagt:

    Joh, ich bin zufrieden. Ich schreibe sehr gerne Texte und da ist (m)ein Blog das optimale Medium, um meine Texte zu verwerten. Ich kann hier genau nach meinen Vorstellungen veröffentlichen, was in Zeitschriften naturgemäß nicht so ist (bzw. sein kann). Asterythms muss kein Geld abwerfen und so reicht mir das Feedback zur Zeit aus. Nutzen und Aufwand stehen in einem sehr guten Verhältnis.

    Über Autorenteams habe ich auch schon nachgedacht; allerdings sind dann die Ziele automatisch viel höher – mit entsprechender zeitlicher Verpflichtung. Ganz zu den Akten gelegt habe ich das noch nicht, hängt auch vom Team ab.

    Was heißt eigentlich “nur” Dobson-Schubser? Bis vor ein paar Jahren habe ich ausschließlich mit 16″ beobachtet, die Ergebnisse sind ja im Deep-Sky-Handbuch hinreichend zitiert :-)

  9. Andreas sagt:

    Ich merke ja selber, dass ich immer weniger Zeit finde, Artikel zu schreiben. Mit meinen 3 Blog-Teleskopen befinde ich mich wohl im Mittelfeld. Aber wahrscheinlich mache ich den Fehler, noch eine eigene Webseite zu besitzen, die auch regelmäßig aktualisiert werden muss. Da gehen im Monat gut und gerne mal 10 Stunden und mehr meiner Freizeit drauf. Nebenbei besitze ich auch noch ein eigenes Forum, wo Mitglieder unserer Südkurvengemeinde auf dem HTT und einige Mitglieder vom AstroTeam regelmäßig schreiben und das als Kommunikationsplattform untereinander gebrauchen.

    • Stefan Gotthold sagt:

      Andreas,
      das mit der Zeit wird den meisten so gehen, vor allem wenn man Blogs, Webseiten oder Foren noch neben dem Hauptberuf betreibt. Hier hat man einfach das Problem, dass man sich die Zeit aus den Rippen schneiden muss um einen festen Termin zu halten. Das geht nicht immer gut und selbst ich habe immer wieder Blog-Pausen, weil eben gerade andere Sachen wichtig geworden sind und viel Zeit in Anspruch nehmen.
      Ich hatte eigentlich vor das Blog-Teleskop in abgeänderter Form noch einma zu erwecken, aber hier ist die Gefahr einfach zu hoch, dass auch dieser Versuch scheitert.
      Daher habe ich ja den SciencePlanet.de erstellt. Dieser läuft automatisch ab und soll in Zukunft solche Infos liefern. Ist zwar nicht so schön persönlich wie das Blog-Teleskop, kann aber letztendlich auch ewig laufen ohne das sich jemand drum kümmern muss. Mal schauen was hier noch geht.
      Stefan

  10. Maria sagt:

    Das mit den Foren find ich interessant. Allgemein wird in der Web2.0-Szene das Sterben der Blogs bejammert, dieselbe Szene ist der Meinung Foren sind noch töter als Blogs, die Astro-Praxis beweist das Gegenteil :)

    • Stefan Gotthold sagt:

      Hast Du ein Beispiele wer bejammert, dass Blogs oder Foren tot sind?
      Ich denke das genau die beiden Medien (von Social Media mal abgesehen) dafür Sorgen, dass es “die Szene” überhaupt gibt.
      Ich bemerke nur, dass Foren-User und Blogger sich irgendwie nicht wirklich ergänzen wollen, möchten oder können.
      Dabei könnte man mit beiden Medien soviel mehr erreichen.

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