Der Mond – Ein lohnendes Ziel nicht nur für Hobbyastronomen

Mond_20120208Wer dem Hobby Astronomie verfallen ist, fängt meist mit der Mondbeobachtung an. Man kann wunderbar am Mond üben und da er häufig am Himmel steht und man Ihn ja nun kaum übersehen kann, ist er für Hobbyastronomen immer wieder ein lohnendes Ziel.

Aber auch für Menschen, die nicht dem Hobby verfallen sind, kann der Mond ein toller Anblick sein.

Daher möchte ich heute ein wenig über den Mond schreiben und versuchen allen Menschen dieses tolle Himmelsobjekt näher zu bringen.


Der Mond

Unser Trabant begleitet uns Tag ein, Tag aus. Er ist vor ungefähr vor 4,5 Milliarden Jahren entstanden und das heutige Model geht davon aus, dass uns ein Körper mit der ungefähren Größe vom Mars streifte und dabei der Mond quasi aus unserer Erde herausgestoßen wurde.

Mit einem Durchmesser von ca. 3476 km und einem Abstand von ca.: 370.00 km ist der Mond wichtig für unseren “ruhigen” Planeten. Mit seiner Anziehungskraft sorgt er für Ebbe und Flut, aber auch dafür das die Erde nicht all zu stark kreiselt.

Die Bahn des Mondes um die Erde ist kein Kreis, sondern eine Ellipse. Im größten Abstand, dem Apogäum, beträgt die Distanz Erde-Mond 384.400 km. Der kleinste Abstand wird Perigäum genannt und misst eine Distanz von 363.300 km.

Für die Umlaufbahn gibt es mehrere Kriterien. Daher kann man nicht von einem fixen (Mond-)Monat ausgehen.

Der siderische Monat ist anhand der Stellung des Mondes zum Fixsternhimmel gemessen und beträgt 27,32 Tage.

Der synodische Monat erreicht der Mond wieder die gleiche Stellung zur Sonne. Dieser synodische Monat beträgt 29,53 Tage. Da hier die Stellung der Sonne beobachtet wird, entspricht der synodische Monat auch einem gesamten Durchlauf durch die Mondphasen.

In dem folgenden Video kann man diese Mondphasen auch gut sehen. Übrigens nennt man die Bewegung des Mondes Libration.


Den Mond beobachten mit dem Auge

Auch ohne astronomische Hilfsmittel lässt sich der Mond beobachten und viele Menschen tun dies ganz unbewusst. Bei mir ist es so, dass ich eh zum Himmel schaue, sobald sich was im Augenwinkel tut. Das liegt einfach an meinem Interesse am Sternenhimmel. Dadurch sehe ich den Mond aber ständig am Himmel stehen, vorausgesetzt es sind keine Wolken davor.

Man kann aber auch ein wenig mehr tun.

Wer zum Beispiel sich häufig den Mond anschaut, braucht keinen Kalender oder das Internet um zu sagen, wann Vollmond ist. Man gewöhnt sich quasi daran ob der Mond ganz zu sehen oder oder ob noch ein kleiner Bereich bis zum Vollmond fehlt oder vielleicht schon wieder weg ist.

Aber auch das Beobachten mit dem bloßem Auge zeigt einem schon sehr viele Strukturen auf Mond. Nimmt man sich jetzt noch ein Buch oder auch ein App (z.B. Moon Atlas), dann kann man schon viele Objekte bezeichnen.

Mond_20120208_1Am 08.02.2012 habe ich den Mond mit einem Zoomobjektiv und meiner Spiegelreflexkamera abgelichtet. Dieses Bild kommt der Ansicht mit dem Auge schon recht nahe.

Nimmt man sich nun eine solche Ansicht, dann kann man schon diverse Objekt auf dem Mond bezeichnen. Vor allem die großen Mare sind hier zu sehen.

Ich habe mir das Bild einmal genommen und 5 Objekte bezeichnet. Wer genau hinschaut, wird hier noch viel mehr entdecken und kann den Objekten auch einen Namen zuordnen.

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Den Mond beobachten mit dem Fernglas oder Teleskop

Wer den Mond nun noch mit optischen Hilfsmitteln beobachten möchte, der wird feststellen, dass der Mond unheimlich viele Strukturen aufweist.

Vor allem zeigt der Übergang bei den Phasen immer wieder neue Strukturen. Wird ein Krater direkt angestrahlt, dann sieht man recht wenig der Struktur. Wird er aber von der Seite angestrahlt, dann werfen selbst kleinere Strukturen Schatten und damit erhöht sich der Kontrast und man kann sehr viel Entdecken.

Eine Region ändert dabei das Erscheinungsbild von einem Tag auf den nächsten.

Nimmt man zum Beispiel meine Aufnahme von oben und zoomt etwas rein, dann kann man erahnen, welche Vielfalt auf dem Mond existiert und das man diese mit optischen Hilfsmitteln erkunden kann.

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Plötzlich werden kleine Strukturen sichtbar. Auch hier habe ich mal ein-zwei Strukturen bezeichnet und vor allem ist es nicht das Ende der Entdeckung, sondern eher der Anfang.

Mit einem Teleskop kommt man viel näher an den Mond heran.

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Dieses Spiel kann dann herunter gehen bis zu Strukturen von wenigen Kilometern.

Den Mond fotografieren

Ich habe hier in der Reihe zur Himmelsfotografie zwar schon einmal das Thema Mond behandelt, möchte es aber hier noch einmal ansprechen.

Wer sich den Teil anschauen möchte, kann das hier tun: Himmelsfotografie für Jedermann: Der Mond

Um den Mond zu fotografieren braucht man keine Spezialausrüstung. Eine einfache Kamera reicht dafür völlig. Wer etwas mehr aus dem Mond rausholen will, der sollte dann eine Spiegelreflex-Kamera verwenden. Für den Artikel zur Himmelsfotografie hatte ich meine Sony Alpha 230 verwenden. Diese ist aber nicht gut geeignet für alle Bereiche der Himmelsfotografie.

Das Bild oben ist mit meiner neuen Canon 600D aufgenommen worden.  Neues Ausrüstungsteil: Spiegelreflexkamera Canon 600D.

Mit einem Zoomobjektiv kann man schon sehr schöne Bilder des Mondes aufnehmen. Wer noch weiter gehen möchte, sollte seine Kamera mal hinter ein Teleskop klemmen. Das wäre aber dann schon direkte Astrofotografie.

Diesen Aspekt möchte ich aber hier nicht ansprechen.

Da der Mond recht hell am Himmel steht, reichen kurze Belichtungszeiten für die Aufnahmen aus. Wer die Möglichkeit hat, sollte manuell Fokussieren. Das erhöht die schärfe der Bilder und man kann schon sehr gute Ergebnisse erzielen.

So, ich hoffe ich konnte Euch mit diesem kleinen Artikel über den Mond ein wenig begeistern und denke das vielleicht der ein oder andere nun häufiger mal zum Mond schaut.


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2 comments

  1. Joe sagt:

    “Mondfotografie” ist wirklich ein spannendes, aber auch schwieriges Thema. Wer sich heranwagen möchte, dem kann ich folgendes Kurz-Tutorial empfehlen: http://www.ares-foto.de/blog/?p=61

    Gruß, Joe

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