Kleines Firstlight mit dem Celestron FirstScope 76 (Beobachtungsbericht 30.12.2012)

IMG_4572Wie ich diese Woche schon berichtet hatte, habe ich mir ein FirstScope von Celestron gekauft.

Der ersten Erfahrungsbericht vor dem Firstlight (Erstlicht) könnt Ihr hier nachlesen: Erster Erfahrungsbericht zum Celestron FirstScope 76 .

Ansonsten gab es heute einige Wolkenlücken an einem überaus bescheidenen Himmel. Trotzdem habe ich die Gelegenheit genutzt, dass Kleine mal auszuprobieren.

Was dabei zu sehen war, könnt Ihr hier Nachlesen.


Der wohl größte Plus-Punkt

Als erstes möchte ich berichten, was wohl der größte Pluspunkt für dieses kleine, leichte Gerät ist.

Wie immer habe ich mal eine kurze Raucherpause genutzt um in den Himmel zu schauen. Da ich ja ein kleines Fotoexperiment am laufen habe, bei dem ich Jupiter im Goldenen Tor der Ekliptik betrachte und die Bewegung über die Tage festhalten will, nutze ich gerade jede Wolkenlücke aus um ein Foto zu machen.

Bisher habe ich drei Bilder (25.12.-27.12.) gekoppelt.

Fotoexperiment: Bewegung des Wandelstern Jupiters sichtbar gemacht

Heute gab es wieder eine Lücke und ich bin ins Arbeitszimmer und hab meine Kamera geholt. Dabei habe ich mir einfach das kleine FirstScope mit zwei Okularen aus dem Koffer unter den Arm geklemmt und mitgenommen.

Das finde ich ist der größte Plus-Punkt für dieses kleine Gerät. Bei meinem Newton hätte ich schon wieder überlegt die ganze Ausrüstung auf den Balkon zu schleppen. Schon allein weil der Himmel leicht bewölkt und damit recht bescheiden war.

Da auch ein kleiner Spiegel erst einmal auskühlen muss, hab ich mich mit meinem Jupiter-Foto beschäftigt.

Daran kann man auch gut erkennen, wie schlecht der Himmel eigentlich ist.

IMG_4562

Deshalb möchte ich hier nicht über Grenzhelligkeiten und anderes sprechen, sondern einfach mal die Erfahrungen im Firstlight mit dem FirstScope wiedergeben.

FirstLight vom FirstScope

Nach meine kleinen Fotosession mit einem der schönsten Planeten aus unserem Sonnensystem habe ich mich dem kleinen FirstScope zugewandt.

Der Mond ist noch nicht aufgegangen und daher musste erst einmal Jupiter herhalten.

Ich hoffe Ihr seht es mir nach, ich habe nämlich meine Okulare verwendet und nicht die mitgelieferten. Das werde ich unter dunklem Himmel noch einmal nachholen.

Ich verwende hier ein 25 mm – Kellnerokular und ein 20 mm SuperPlössl-Okular (SP).

Das Plössl hat einen wesentlich besseren Einblick für Brillenträger und ich finde es sehr angenehm.

Trotz des schlechten Himmels waren sofort 4 Monde vom Jupiter zu sehen. Strukturen könnte ich auf Jupiter noch nicht sehen, aber ich habe auch nicht wirklich drauf geachtet. Ich wollte nämlich etwas anderes ausprobieren. Aber dazu gleich mehr.

Nach Jupiter ging es zu den Plejaden, die ja zum Glück in der Nähe stehen. Also leicht zu finden.

Anschließend habe ich mir mal Orion und dessen Nebel vorgenommen. Eine neblige Struktur konnte ich erkennen. M42 ist also zu betrachten. Der Himmel gab aber nicht viel mehr her und da die Zeit bezüglich der Wolken sehr knapp wurde bin ich nicht höher in die Vergrößerungen gegangen.

Das wird sich also später zeigen, was das Gerät wirklich kann.

Also zurück zu Jupiter. Und jetzt kam das erste Manko ins Spiel. Ich habe bestimmt 4-5 Minuten gebraucht um Jupiter wieder in den Fokus zu bekommen. Trotz des 25 mm Okulares war es mir nicht schnell möglich Jupiter zu finden.

Ich werde mir also doch etwas einfallen müssen bezüglich des Suchers. Wie schon im ersten Artikel beschrieben, möchte ich nicht unter das Teleskop krauchen um etwas zu finden. Es wird also irgendetwas in Richtung Winkelsucher werden.

Ich habs aber oben angedeutet, ich wollte etwas anderes ausprobieren. Ich wollte wirklich Wissen ob man meine Kamera an das Gerät hängen kann. Tja, die Antwort ist klar.

Ja, man kann, aber es nutzt nichts. So wie ich im Internet schon gelesen habe, kommt die Kamera nicht in den Fokus. Das heißt ich kann das Bild nicht scharf stellen.

Was ich durch die Wolken noch nicht ausprobieren konnte ist mein Fokaladapter. Dieser müsste mit entsprechendem Okular den Brennpunkt/Fokuspunkt eigentlich nach hinten verschieben und damit die Möglichkeit geben den Stern oder Planeten scharf zu stellen.

Mach ich das nächste mal, wenn ich wieder klaren Himmel habe. Was ich aber merken konnte ist, dass das Teleskop mit Kamera doch recht instabil wird. Hier muss man Aufpassen, dass es nicht mal vom Tisch kippt, wenn man es nur leicht anstößt. Die Kleine Rockerbox ist für dieses Gewicht nicht ausgelegt. Weiterhin merkt man doch, dass der Okularauszug mit dem großen Hebel der Kamera merklich zu tun hat.

Mit Okular drin merkt man gar nichts. Da läuft der Okularauszug butterweich. Mit Kamera hat er Probleme.

Fazit

Also die Aufbaugeschwindigkeit ist ja mal Oberklasse. War aber auch zu erwarten.

Der erste Test am Himmel ist bestanden und es zeigt mir auch Sterne und Planeten. Am Mond konnte ich es noch nicht ausprobieren und auch noch nicht schauen was wirklich Fotografisch geht.

Erste Einschränkungen habe ich feststellen können.

1. Ohne Fokaladapter ist fotografisch nichts zu machen. Damit Fallen alle WebCam-Astronomen raus.

2. Das Teleskop kämpft doch sehr mit der schweren Ausrüstung. Fernbedienung ist zwingend erforderlich.

3. Das Suchen macht ohne Sucher doch kein Spaß. Ich hätte gedacht es wäre einfacher, aber ich denke das Anfänger hier Überfordert sein werden. Es wird ja im Okular alles Seitenverkehrt und doch um einiges Vergrößert dargestellt.

Wenn sich die Gelegenheit bietet, werde ich das Teleskop weiter testen. Zum einen in Brandenburg unter dunklem Himmel, aber auch weiterhin in Berlin unter Stadthimmel. Das ist Grenzwertig und daher gut als Test geeignet.

Der nächste Bericht kommt bestimmt.


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One comment

  1. Gunnar sagt:

    Ich hab eben probier eine Webcam anschließen. Leider kann ich die Kamera nicht dicht genug an Spiegel bringen, damit das Bild fokussiert ist. Sehr schade. Mit einer alten (Billig)Barlowlinse (1*5x) bekam ich das Bild fokussiert. Die Qualität war natürlich :(

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