Warum das Wetter gerade für Hobbyastronomen und Sternengucker so schlecht ist!

Ich komme gerade (21:51 Uhr) vom Einkaufen und schaue so in den Himmel, als mir die Frage und damit die Idee für diesen Artikel durch den Kopf schoss.

Ich weiß das sich viele gerade über das laue Wetter freuen. Auch wenn es mal regnet oder etwas windig ist. Für mich als Autofahrer könnte das Wetter auch nicht besser sein, da ich ab nächste Woche schon wieder auf die Piste darf.

Aber für Sternengucker und Hobbyastronomen ist das Wetter mehr als bescheiden.

Warum? Ich möchte drei Gründe dafür anbringen.

Jeder weiß das wir Hobbyastronomen uns auf den Winter freuen. Das liegt nicht nur daran, dass die Sonne möglichst weit unter den Horizont sinkt und es dadurch in unseren Breitengraden wirklich dunkel wird, sondern auch das die Nacht so schön lang ist. Beides ein Effekt der nur im Winter stattfindet. Aber auch die Kälte tut Ihren Beitrag für uns Hobbyastronomen und das möchte ich kurz erläutern.

Grund 1 – Es ist viel zu warm

Nein, ich bin kein Mensch der gern in der Kälte steht. Ich bin auch nicht gern im Urlaub wo es kalt ist, es sei denn ich kann den ganzen Tag Ski laufen. Ansonsten finde ich diese, ich nenne es mal, Zwischenwärme sogar sehr gut. Ich mag es nämlich auch nicht wenn es sonderlich heiß ist.

Aber die Wärme sorgt für eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit und Luftfeuchtigkeit hat zwei Effekte in der Atmosphäre.

Erstens wird das Seeing, sollte es mal frei am Himmel sein, extrem schlecht. Das liegt daran, dass warme Luft nach oben steigt und kalten nach unten sinkt. Wodurch es doch recht starke Luftunruhen gibt. Diese verhindern eine gute Durchsicht und damit guten Himmel für Astronomen.

Zweitens…zweitens kommt hier:

Grund 2 – Es gibt zu viele Wolken

Durch die Hohe Luftfeuchtigkeit gibt es zu viele Wolken. Und jeder Hobbyastronom wird bestätigen können, dass Wolken doch ziemlich hinderlich sind bei der Himmelsbeobachtung. Es wäre besser, wenn der Schnee die Feuchtigkeit bindet und am Boden liegt.

Wer es nicht weiß, durch Wolken kann man nicht durchschauen und wenn man mit dem Teleskop den Himmel beobachten möchte, dann ist dies schlicht und ergreifend nicht möglich. (*sarkasmus aus*)

Grund 3 – Wind…und es weht doch

Die Wetterlage sorgt für sehr starken Wind und Wind sorgt wiederum für Verwirbelungen in der Atmosphäre und diese sind wie in Grund 1 schon beschrieben eher schlecht.

Das Wind entsteht liegt im wesentlichen daran, dann wir von zwei Wetterlagen eingeschlossen sind. Wir stehen halt zwischen den Stühlen. Nämlich zwischen eine Tiefdruckgebiet und einem Hochdruckgebiet. Kalte und warme Luft treffen hier aufeinander und das sorgt für Wind, Wolken und Regen.

Das Seeing leidet darunter und dadurch kann man nicht mal ordentlich die wenigen Gelegenheiten am Himmel nutzen um den ein oder anderen Planeten geschweige denn DeepSky-Objekte zu beobachten.

Sorry für den nicht ganz so fachlichen und tiefgründigen Beitrag, aber die Wetterlage geht mir ein wenig auf den Nerv, da ich meine freie Zeit nicht mit dem Sternenhimmel verbringen kann.

Daher musste das doch einfach mal raus. Vielen Dank fürs Lesen!

Update 05.01.2012

Mein Unmut über das Wetter hat sich gleich mal ein Kollege zum Vorbild genommen und meinen Bericht quasi ins positive gewandelt.

Was man nämlich tun kann, wenn das Wetter halt so ist, wie es ist könnt Ihr in Franks Blog Asterythms nachlesen. Hier der Artikel dazu: “Astronomie ist, wenn man sie trotzdem betreibt” – Ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Danke Frank.

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