Der Blick zu den Sternen (universe2go)

Gestern bekam ich eine E-Mail von einen Ingenieurskollegen, eine Erfinder, wie sich später herausstellte, und einem Hobbyastronom. Gut mittlerweile bekomme ich viele E-Mails, aber diese fing mit dem Satz an: “…aus Ihrem Blog weiss ich, dass Ihnen die Verbreitung des Wissens über die Astronomie genauso am Herzen liegt wie mir.” – und zack damit hatte mich Martin am Haken.

Was das alles nun aber mit dem Blick in die Sterne, dem komischen Begriff universe2go und einem Crowdfunding-Projekt mit 40.000 $ Umfang auf sich hat, könnt Ihr hier nachlesen.


universe2go

universe2goDas Universum zum Mitnehmen, hört sich im ersten Schritt so an wie eine Coffee2go oder Pizza2go und wenn man sich kurz damit beschäftigt ist es eigentlich auch nichts anderes.

Martin Neumann, der Erfinder von universe2go, hat es mir erklärt und bat mich in seiner E-Mail um Unterstützung. Häufig bin ich sehr skeptisch solchen Produkt-E-Mails gegenüber, aber “Hey”, dachte ich mich, “es ist doch Astronomie”.

Was ist nun universe2go. Das blaue Teil was sich der Herr auf dem Bild vors Gesicht hält. Es ist der Stargazer (Martin nennt Ihn so) oder besser gesagt es ist ein AR-Binocular. Es ist ein Augmented Reality Binocular. Tja, seit Ihr nun schlauer? Ich war es noch nicht, aber alles lässt sich beschreiben und erklären.

Es ist eine Verknüpfung der Realität mit virtuellen Welt. Der Stargazer dient dazu in den Sternhimmel zu schauen, währen das Handy (welches sich in dem Gerät befindet) zusätzlich Informationen in das Bild projetziert.

Das Video hier vom Berliner Naturkundemuseum erklärt am besten, was Augmented Reality ist.

Nachdem man nun weiß was AR ist, kann man auch gut verstehen was Martin dort vorhat. Er möchte halt den Sternenhimmel zeigen und dort erweiterte Informationen einblenden. Es geht also darum das eigene Smartphone mit einem Binokular zu koppeln.

In seinem Video beschreibt er es recht gut.

Warum braucht er aber nun Hilfe? Nur für den Vertrieb wird ja hier kein Artikel geschrieben. Nein, natürlich nicht. Aber das Gerät existiert noch nicht. Zumindest kann es der Normalbürger nicht kaufen. Es gibt einen Prototypen und den seht Ihr im Video.

Es ist quasi die 40.000 €-Frage.

40.000 € und ein Crowdfunding-Projekt

Was ist Crowdfunding? Wer heute ein Produkt erstellen will, hat immer zwei Möglichkeiten um an das Geld für das Produkt zu kommen. Er geht mit seiner Idee los und stellt diese einigen Unternehmen vor. Immer in der Hoffnung, dass der Produktmanager gute Laune hat und sich vorstellen kann, dass dieses Produkt am Markt Geld bringt.

Heute gibt es aber noch eine Möglichkeit. Crowdfunding! Es gibt verschiedene Plattformen, in Martins Fall indiegogo, die es dem Erfinder und Ideengegeber ermöglichen Ihr zukünftiges Produkt einer breiten Masse vorzustellen.

Dazu kommt noch ein Finanzierungsplan und Businessplan und schon kann man bei allen Menschen auf der Welt um Unterstützung werben. Über diese Plattformen ist es dann möglich Geld zu sammeln und zwar Projektbezogen. Das Geld wird auf ein sogenanntes Sperrkonto überwiesen und wenn das Projektziel, hier sind es 40.000 €, erreicht sind dann wird produziert.

Was hab ich davon wenn ich etwas zahle?

Natürlich will jeder etwas vom Kuchen abhaben. Bei Crowdfunding-Projekten geht das meist über das Produkt. Z.B. wird geschätzt was das Produkt später mal kosten wird. Vielleicht 80 € (oder $) und dann bietet man allen Leuten an, dass Produkt für 40 € zu bekommen. Die Leute sollen aber heute Bezahlen und bekommen das Produkt dann später.

Wird übrigens die Grenze nicht erreicht, dann erhält jeder sein Geld vom Sperrkonto zurück. Es geht also nicht an Martin oder andere, die sich dann einen schönen Urlaub leisten. Es ist kein Spendengeld, sondern man kauft quasi im Vorfeld ein.

Martin’s Projekt bei indiegogo

Wie oben schon erwähnt ist das bei Martins Projekt so, dass er 40.000 $ benötigt um das Produkt auf den Markt zu bringen. Bei indiegogo gibt es also sein universe2go und jeder kann nun mitmachen.

Nun sind solche Projekte zeitlich begrenzt und Martin hat noch 23 Tage zeit, also bis zum 28.2.2014 läuft sein Projekt noch. Im Moment sind hier Gelder im Wert von 3.966 $ zusammen gekommen.

Deshalb schrieb mich Martin an und bat um Unterstützung. Und nun könnt Ihr Helfen, dass eine super Idee eines Hobbyastronomen auch realisiert werden kann.

Ich glaube das es vor allem für Kinder und Eltern eine fantastische Möglichkeit ist, sich den Sternenhimmel anzuschauen.

Und wer hier 39 $ (das sind knapp 29 €) in das Projekt einbringt bekommt so ein Gerät zugeschickt.

Ich glaube die Idee ist wirklich gut und wer hier mitmachen möchte, sollte es tun. Das Geld ist ja nicht verloren und selbst wenn das Projekt nicht stattfindet, bekommt man sein Geld ja zurück.

Ich Ende dann mal mit Martins Worten:

universe2go is for everyone!

Hier habt Ihr noch einmal alle Links und Kontaktmöglichkeiten zu universe2go und Martin’s Projekt.

Projekt bei ingiegogo: http://www.indiegogo.com/projects/universe2go

Website (englisch): http://universe2go.com

Webseite (deutsch): http://universe2go.de

Kontakt: info@universe2go.com

Facebook: Universe2Go bei Facebook

Twitter: https://twitter.com/universetogo

Wenn Ihr Fragen habt, dann meldet Euch einfach mal. Ihr könnt auch gern hier ein Kommentar hinterlassen und ich werde es dann an Martin weiterleiten.

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3 comments

  1. Wolfgang sagt:

    Hallo Stefan,
    danke, daß Du auf dieses Projekt aufmerksam machst!

    Ich muss gestehen, es schlagen zwei Herzen in meiner Brust:
    Es hört sich sehr interessant und vor allem innovativ an. Es scheint wie gemacht für Einsteiger wie mich, die Sternbilder nicht erkennen, wenn man sie mit der Nase drauf stösst. Der Mythologie und 3D Modus ist ein netter Zusatz, den man sich dann im “Echtbetrieb” ansehen muss. Man merkt auch, wieviel Kreativität und Energie hineingesteckt wurde.

    Zum Anderen, und ich will nicht pessimistisch sein, habe ich ein bisschen Angst, daß die USD 40T nicht zusammenkommen. Nach 2 Wochen auf der Plattform sind rund 10% zusammengekommen. Dennoch: Seien wir optimistisch und hoffen das Beste! Abgerechnet wird am Schluss.

    Ich denke, ich werde jedenfalls einen Beitrag leisten – die Idee gehört unterstützt.

    Liebe Grüsse,
    Wolfgang

    • Stefan Gotthold sagt:

      Hallo Wolfgang,
      ich sehe das wie Du. Im Moment haben wir bzw. Martin noch 18 Tage Zeit und 34 Unterstützer. Das heißt, wenn jeder Unterstützer die 39$ zahlen würde, bräuchten wir immer noch 913 Unterstützer die das Projekt für gut befinden.
      Das scheint mir auch etwas viel. Ich pushe es aber gern die nächsten 18 Tage weiter und hoffe doch das hier noch der ein oder andere auf den Zug aufspringt. Und wer weiß, vielleicht haben wir dann einen Katalysator im Netz gefunden, der genügend Unterstützer bringt.
      Lass uns einfach hoffen und ab und zu die Nachricht bei Twitter, FB und G+ verbreiten.
      Viele Grüße
      Stefan

  2. […] mit Astronomie befassen. Entsprechende Erfahrungsberichte finden sich beispielsweise auf dem Clear Sky Blog oder dem Stellariumblog. Warum sich die Sternenbrille durchaus auch für Experten lohnt, haben wir […]

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