Was sind das für dunkle Flecken auf dem Mond?

Was sind das für dunkle Flecken auf dem Mond?Die Schön-Wetterperiode im März 2014 hält an und der Sternenhimmel ist jetzt jeden Abend zu sehen. Gut von meinem Standort aus Berlin heraus jeden falls. Und jeden Abend fällt das hellste Himmelsobjekt des Sternenhimmels auf.

Der Mond! Der Mond scheint seine Anziehungskraft nicht nur auf die Erde auszuüben, sondern auch auf die Menschen. Entdeckt man Ihn im Augenwinkel als helles Licht, dann schaut man automatisch nach oben.

Ab und an erwischt man sich dann dabei einen Gedanken zu formulieren. Eine Frage, die sich halt nicht jeder beantworten kann: Was sind das eigentlich für dunkel Flecken auf dem Mond?

Wie jeder Mensch schon mit dem bloßem Auge sehen kann, gibt es auf dem Mond strukturelle Unterschiede. Diese Strukturen gibt es auf der Erde auch und wenn man die Erde aus dem Weltall betrachtet, wird man Ähnlichkeiten feststellen können.

Gebirge, Ozeane und Meere

Genau wie es auf der Erde Gebirge, Ozeane und Meere gibt, so gibt es diese auf unserem Nachbarn dem Mond auch.

Die hellen Bereiche stellen dabei Gebirge und Strukturen mit starken Höhenunterschieden dar. Während die dunklen Flecken auf dem Mond die Meere und Ozeane darstellen.

Nun darf man sich die Meere und Ozeane nicht mit Wasser gefüllt vorstellen. Es sind ebene Bereiche, die nur sehr wenige Höhenunterschiede aufweisen. Ähnlich wie bei uns einige Gebiete in Afrika oder anderorts, wo es keine Berge oder Gebirge gibt.

Die Namensvergabe nach Meere, Seen, Ozeane, Gebirge und Krater setzte sich im Jahre 1651 durch. Die Astronomen Giovanni Battista und Johannes Hevelius orientierten sich hier an irdischen Bezeichnungen. Natürlich hieß es damals nicht Meer oder Ozean, sondern es wurden die lateinischen Bezeichnungen gewählt.

Daher heißen diese Strukturen bis heute:

- Maria für Meere (Mare für Meer)
- Oceanus für Ozean
- Lacus für See
- Palus für Sumpf

Die hellen Strukturen nannte man Terrae (Sing. Terra = Land). Sie stellen die Gebirge dar, die man häufig auf den Mondbildern sehen kann.

Oceanum Procellarum - Ozean der Stürme - dunkler Flecke auf dem MondDer größte dunkle Fleck auf dem Mond ist der Oceanus Procellarum, der Ozean der Stürme. Er hat eine Fläche von 5*10^6 Quadratkilometer = 5.000.000 Quadratkilometer.

Diese Fläche ist etwas kleiner als Australien (7,7 Mio. Quadratkilometer) und doch viel größer als Indien (3,2 Mio. Quadratkilometer).

In der Frühzeit der Geschichte der Mondbeobachtung hielt man diese Meere und Ozeane wirklich für Meere und Ozeane. Das dort nun kein Wasser existiert ist uns klar. Aber trotzdem entstanden diese Bereich ähnlich. Nämlich durch flüssige Lava. Also flüssiges Gestein.

In der Frühphase unseres Sonnensystem war der Raum zwischen den Planeten und Monden nicht ganz so leer wie heute. Es flogen sehr viele Kometen und Meteorite durch unser Sonnensystem und schlugen regelmäßig in die Erde und auch in den Mond ein.

Hierbei war er Mond noch nicht so kalt wie heute und man vermutet, dass die Meere durch große Einschläge entstanden, bei denen sich die Oberfläche durch das flüssige Gestein einfach glättete. Heute werden die Maria von einer 2 bis 8 Meter dicken Regolith-Schicht bedeckt. Regolith ist der Mond-Sand.

Damit wisst Ihr, was die dunklen Flecken auf dem Mond sind. Habt Ihr weitere Fragen? Dann kontaktiert mich doch einfach.

Fakten zusammengefasst

  • Die dunklen Flecken auf dem Mond nennt man Mare (Meer) und Oceanus (Ozean)
  • Sie sind entstanden durch große Einschläge und die zusammen fließende, flüssige Lava danach
  • Die Bereiche der Mare sind von Regolith (Mondsand bedeckt)
  • Die Bezeichnungen wurden an die irdischen Bezeichnungen für Meere und Ozeane angelehnt

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