Review: interstellarum April/Mai 2014

interstellarum - Die Zeitschrift für praktische AstronomieEs ist wirklich 3 Jahre her, dass ich das letzte Review einer interstellarum-Ausgabe hier im Blog beschrieben habe. Das ist definitiv zu lang und wird sich nun wieder mit diesem Artikel ändern.

Ich muss aber auch zugeben, dass ich zwar den Newsletter immer sehr gern lese, mir aber eher selten eine interstellarum im Fachzeitschriftenhandel (auf deutsch am Kiosk) kaufe. Nun am Wochenende habe ich es mal wieder getan und das hatte seinen Grund.

Wenn man es ganz genau nimmt, gibt es 3 Zeitschriften für den astronomiebegeisterten Sternenfreund. Zum einen ist das die Sterne und Weltraum. Diese habe ich hier häufiger vorgestellt, da ich diese in einem Abo bezogen habe. Relativ wissenschaftlich und schon tief in die Materie gehend, ist diese Zeitschrift für jeden ambitionierten Hobbyastronom sehr gut geeignet. Dann gibt es noch das relativ neue Space – Das Weltraummagazin. Als Blogger habe ich hier sogar die Erstausgabe erhalten und auch hier vorgestellt. Geeignet für alle die mal in den Weltraum schnuppern wollen, aber noch keine Ambitionen haben, sich dem Hobby zu verschreiben.

Und dann gibt es die interstellarum. Die Zeitschrift die sich eher an den praktischen Hobbyastronomen und Sternenfreund richtet. Für Einsteiger gut geeignet. Ich für meinen Teil brauche die interstellarum.

Ich habe mir also die Ausgabe April/Mai besorgt und möchte diese hier wieder kurz vorstellen.

Inhalt

Gekauft habe ich mir das Heft eigentlich wegen der Titelseite und dort wegen zwei Artikelüberschriften. Damit hat die Redaktion eigentlich das erreicht, was man als Redaktion mit einer Titelseite erreichen will.

Eigentlich war ich im Kiosk und wollte mir nur 1 Heft kaufen. Hatte nichts mit Astronomie zu tun, kostete aber schon knapp 10 €. Trotzdem kam ich an dem Stand der Astronomie-Zeitschriften (die bedauerlicherweise von der Astrologie durchzogen wird) nicht vorbei. Als ich das Heft in der Hand hielt war die Entscheidung getroffen.

Astronomie am Stammtisch interessiert mich sehr, da ich in Berlin einen solchen noch Gründen will. Hat den einfachen Hintergrund, dass die Sternwarten-Treffen zwar toll sind, aber dort treffen sich nur die Vereinsmitglieder und das Insulaner ist doch recht weit weg aus der Stadt.

Der zweite Artikel war Planetenfotografie: Eine Anleitung. Auf meiner Festplatte liegt von der Sternwarte noch ein Jupiter rum (siehe Artikel hier: Begeisterter Besuch der Wilhelm-Foerster-Sternwarte oder ich durfte Astronomie pur erleben). Und da ich kein Astrofotograf bin, tue ich mich ein wenig schwer mit der Bearbeitung von solchen Fotos.

Nach dem öffnen der Zeitschrift fanden sich dann noch weitere Artikel die ich für sehr lesenswert befand.

Als erstes fand ich den Artikel Hell wie am Tag sehr interessant. Ich muss zugeben das mein Leseverhalten hier nicht dem üblichen Lesen – von vorn nach hinten- entspricht, sondern eher nach Interessenslage geht. Das soll jetzt keine Wertung der Reihenfolge der Artikel sein, aber ich blättere eine Zeitung das erste mal durch und lese wirklich nur das was mich auf den ersten Blick interessiert.

Alles andere kommt dann beim 2ten,3ten oder 4ten mal durchblättern.

Bei dem Artikel ging es also quer durch die Geschichte der Beleuchtung der Erde. Also durch die Entwicklung eines der Grundprobleme die Astronomen haben. Natürlich wird nicht nur über die Entstehung gesprochen, sondern auch über die Rückkehr der Nacht und den Kampf gegen die Beleuchtung. Ich fand diese Geschichte sehr toll.

Als nächstes gab es einen Artikel über Kriegsgott besucht Jungfrau und damit ist natürlich der Planet Mars und das Sternbild der Jungfrau gemeint. Mars kommt im April in Opposition und ist damit wieder sehr gut sichtbar. Dies geschieht, bedingt durch die Umlaufzeiten von Mars und Erde, alle 2 Jahre.

Was mich sehr fasziniert hat war der Artikel zum Aufzeichnen der Sonnenbahn. Unter dem Titel Wie kann man die scheinbare Sonnenbahn aufzeichnen? wird beschrieben wie eine Lochkamera funktioniert und wie man über Monate hinweg die scheinbare Sonnenbahn aufzeichnen kann.

Solche Experimente begeistern mich und führen meist dazu, dass ich diese Nachmachen will. Es steht auf meiner Projekt-Todo-Liste.

Und dann gab es natürlich noch die Artikel über die Bildbearbeitung von Planetenfotos und den Artikel über den Stammtisch. Hier wird der Wandel der Hobbyastronomen beschrieben. Mittlerweile ist die Vernetzung der Astronomen viel höher und während damals die Vereine noch als Zentrum der Hobbyastronomen galten, sind es mittlerweile die Stammtische und eigenorganisierten Treffen.


Tipp: Ihr könnt natürlich auch in das Heft hineinblättern. Klickt hier einfach auf Leseprobe und schaut Euch an, was Ihr Euch dort kauft. Zur Leseprobe.


Es gibt natürlich noch eine ganze Reihe mehr in dem Heft zu entdecken und alles kann ich hier nicht niederschreiben. Sonst braucht Ihr Euch das Heft ja nicht kaufen.

Fazit

Ich muss sagen, dass die Qualität der interstellarum immer noch sehr hoch ist und es gibt eigentlich keinen Kritikpunkt an der Zeitschrift. Sie erfüllt meine Erwartungen bis heute und ist Ihr 7,90 € alle mal Wert.

Es macht einfach Spaß darin zu blättern und die Kurzlinks ermöglichen einem sehr schnell die weiterführenden Informationen zum Artikel abzurufen.

Die Werbung auf z. Teil Doppelseiten stört mich weniger, da die Werbung komplett auf die Hobbyastronomie ausgerichtet ist und damit sogar recht interessant zum Lesen ist. Schließlich gibt es immer wieder neue Produktentwicklungen, von denen man eher weniger hört. Und da hilft manchmal Werbung.

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