Beobachtungstipp: Mars auf dem Weg zur Opposition (8. April)

imageWer sich den Abendhimmel anschaut, dem wird vielleicht der rote Stern am Süd-Osthimmel aufgefallen sein. Dieser Stern ist kein Stern, sondern unser Nachbar im Sonnensystem. Mars ist auf dem Weg zur Opposition und daher sollten Hobbyastronomen sich dieses Ziel einfach mal vornehmen.

Erste Bilder sind auch schon erschienen und daher ist nun die Gelegenheit wieder da, diesen tollen Planeten, auf dem wir gerade mit einem Rover unterwegs sind, zu beobachten.

Wer wissen will, wann er Mars wo sehen kann und was man dafür benötigt, der sollte diesen Beitrag einfach weiterlesen.

Der Mars befindet sich aktuell und Sternbild Jungfrau und durchläuft dieses Sternbild rückläufig. Dabei macht er sich auf den Weg zu seiner Opposition zur Sonne. Was heißt das aber?

Opposition zur Sonne heißt nichts anderes, als das der Planet oder auch der Mond der Sonnen Gegenübersteht und wir uns dazwischen befinden. Wir sehen also die voll beleuchtete Oberfläche des Planeten.

Steht zum Beispiel unser Mond in Opposition zur Sonne, dann haben wir Vollmond. Im Bild sieht man dies anschaulich.

File:Konjunktion.png

Man sollte nun aber nicht denken, dass wenn der Planet Mars in Opposition zu Sonne steht, er auch am nächsten an der Erde dran ist. Das ist nicht der Fall. In dem Bild sieht das zwar so aus, aber das würde nur für kreisrunde Bahnen gelten.

Man könnte nun Fragen warum das so wichtig ist? Schließlich kann man doch etwas besser beobachten, wenn es sehr nah ist. Also wäre doch der Tag besser geeignet oder?

Seht es mal so. Wir sehen Objekte im Weltall immer am besten wenn die Nah & voll ausgeleuchtet sind. Beides kann man aber nicht zur gleichen Zeit haben. Nun bedingt es aber die Bahn der Planeten, dass der Oppositionszeitpunkt oft auch in der Erdnähe statt findet. Das sieht man auch im schematischen Bild oben.

Die Hobbyastronomen interessiert also die Zeit von Opposition und größter Erdnähe.

Daten zur Opposition

Am 8. April steht der Mars also in Opposition zur Sonne. An diesem Tag wird der Mars um 19:47 Uhr (MESZ) aufgehen. Kulminieren, also seinen höchsten Stand, erreicht er dann um 1:26 Uhr und Untergehen tut er dann um 7:04 Uhr am Morgen des 9. April. Alle Zeitangaben hier beziehen sich schon auf die Sommerzeit. Also bitte nicht umrechnen.

Mit einer Helligkeit von –1,5m wird er ein leuchtendes und leicht zu findendes Objekt am Himmel sein. Wer nicht weiß wo er hinschauen soll, der fängt beim Aufgang des Mars im Osten an nach einem roten “Stern” zu suchen.

Die Entfernung an diesem Tag beträgt 0,62 AE. Das sind ca. 92,7 Millionen Kilomater.

Seine Erdnähe erlangt Mars dann am 14. April. Dort wird er sich bis auf 92,4 Kilometer an die Erde herangearbeitet haben.

Wie kann ich Mars am Himmel sehen?

Als erstes kann man als jemand der keine astronomische Ausrüstung besitzt, sich Mars mit dem bloßem Auge anschauen. Mit ein wenig Übung gelingt das wiedererkennen der Planeten nach kurzer Zeit. Ich habe immer wieder feststellen müssen, dass Menschen allein davon begeistert waren, wenn man Ihnen die Planeten am Sternhimmel zeigte.

Jeder Mensch kennt Mars und es kommt so einem Aha-Effekt gleich, wenn man den Finger hebt und sagt: “Das da ist Mars”. Es sollte natürlich dann auch Stimmen.

Also mit dem bloßem Auge kann man Mars beobachten. Auf dem Bild sieht man wo Mars am 8.4. um 23 Uhr stehen wird. Die Himmelsrichtungen sind hier mit O = Osten und S = Süden auf dem Bild angegeben.

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Mars im Fernglas oder im Spektiv

Natürlich kann man Mars auch im Fernglas oder im Spektiv beobachten. Je nachdem welche Öffnung das Spektiv oder das Fernglas hat, kann man schon erahnen das es sich hier im einen Planeten handelt. Normale Ferngläser werden immer noch nur einen Punkt mit auffallender rot-oranger Farbe zeigen.

Mars im Teleskop

Im Teleskop fängt man dann an Mars flächig zu sehen. Im FirstScope werden keine Details sichtbar sein. Hier kann man Mars aber schon anhand seiner kleinen Fläche von den Sternen unterscheiden.

Der Bresser Pluto/S oder das Celestron Cometron 114az (Youtube-Video) wird Mars schon flächiger zeigen und bei sehr gutem Seeing und einer dunklen Umgebung sollte man zumindest schon hellere und dunklere Regionen ausmachen können. Hierbei muss man aber sicherlich bis an die Grenzen der Geräte vergrößern.

Natürlich kommt Mars dann in größeren Geräten wie einem 6” oder einem 8 Zoll-Gerät viel besser.

Wer selbst keine Geräte hat, sollte sich nun diesen Monat aufmachen zu der Sternwarte seines Vertrauen. Viele Sternwarten bieten Beobachtungsabende an. In Berlin macht das die Wilhelm-Foerster-Sternwarte. Dort kann man sich das Programm anschauen und zu einem Beobachtungsabend gehen.

Für die Erklärung zur Marsopposition und war es Rückläufigkeit und Vorläufigkeit heißt, habe ich Euch noch ein Video rausgesucht.

Es ist zwar in Englisch, aber es erklärt die Marsopposition so anschaulich, dass es auch ohne Englischkenntnisse verstanden wird.

Fazit

Merkt Euch den 8. April und probiert diesen Monat Mars zu beobachten. Wer es nicht tut ist selbst schuld. Danach gibt es wieder für 2 Jahre die Gelegenheit nicht.

Bildquelle: Stellarium

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