Bin begeistert von meinem ersten TweetUp auf der MS Wissenschaft

TweetUp auf der MS WissenschaftWie ich vor ein paar Tagen berichtet hatte, wurde gestern am 05.05.2014 zu einem TweetUp geladen. Der Veranstalter Wissenschaft im Dialog luden im Zuge einer Ausstellung auf dem Wissenschaftsschiff MS Wissenschaft vorab einige Twitterer ein, damit diese sich die Ausstellung einen Tag vor Eröffnung anschauen konnten. Natürlich auch um über das Schiff, die Aktion und die Ausstellung zu berichten.

Auch ich durfte an diesem TweetUp teilnehmen und es war mein erster. Ich muss sagen, ich bin begeistert und immer noch von den Eindrücken und dem Erlebnis ausgefüllt. Daher muss ich hier einfach mal einige Dinge davon herauslassen und berichte Euch hier also von meinem Erlebnis (auch wenn es nicht wirklich viel mit Astronomie zu tun hat).

Wie soll ich Anfangen? Vielleicht damit was ein TweetUp ist und was Zweck der Aktion ist. Auch wenn ich in dem Artikel Mein erste ScienceTweetup findet auf einem Schiff statt schon darüber berichtet habe, weiß vielleicht nicht jeder was ein TweetUp ist. Ich wusste es bis vor kurzem auch nicht.

Ein TweetUp, und da gehören die ScienceTweetUps und SpaceTweetUps dazu, sind Veranstaltungen die sich vornehmlich an Twitterer richten. Es geht also um Menschen die im Netz unterwegs sind und nach Möglichkeit eine ganze Reihe an Followern haben.

Ziel und Zweck eines TweetUps ist es also einigen wenigen Twitterer eine Plattform und ein Event zu bieten. Dieses wird von den Teilnehmern vor dem Event, im Laufe des Events und nach dem Event beworben, beschrieben, bezwitschert und im meinem Falle verblockt.

Natürlich wäre es tödlich einen TweetUp in einer Stadt wie Berlin frei zu gestalten. Da kommen dann mal eben 2.000 Twitterer und dann hat man ein Problem. In diesem Falle musste man sich bewerben und wurde dann benachrichtigt.

Wer macht so was?

In der Science-Szene scheinen Tweetups sich zu etablieren und ich weiß auch warum. Die normale Pressekonferenz hat zwar nicht ausgedient, aber man hat erkannt, dass ein TweetUp eine ganz andere Zielgruppe erreichen kann und nutzt das nun aus.

Aus anderen Bereichen kenne ich TweetUps nicht so sehr, aber vielleicht lässt sich da was ändern.

In diesem Falle richtete diesen ScienceTweetUp die Initiative Wissenschaft im Dialog aus. Man konnte sich vorab auf einen Platz bewerben und hatte die Möglichkeit einer von 15 Twitterern zu werden. Und tja, wie sich alle schon denken können, war ich einer. Sonst würde ich diesen Bericht hier nicht schreiben.

Ahoi, hieß es also für uns Twitterer und einige Gäste und das nun exklusiv am 05.05.2014, also einen Tag vor dem offiziellen Start der Tour. Das macht einen ScienceTweetUp dann auch aus. Das Thema oder das Event wird zum Event, weil es einen exklusiven Anteil hat und damit sind alle, einschließlich mir, sehr stolz darauf an diesem TweetUp teilgenommen zu haben.

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  Die MS Wissenschaft geht also auf Tour und nun durch ganz Deutschland fahren. Das Thema der MS Wissenschaft ist Digitale Welten und zeigt in einer Ausstellung unter Deck und aus diversen Forschungsbereichen wie die digitalen Welten sich verknüpfen.

Ablauf dieses ScienceTweetUp

Die Teilnehmer wurden natürlich, nach der Auslosung, informiert. Wie sieht das Programm aus, wann hat man da zu sein und auch wie zu twittern ist. Schließlich möchte man mit dem Event die größte mögliche Reichweite erreichen.

Unter dem Hashtag #msw14 konnte man in den Tagen vor dem Event und natürlich auch gestern den Leuten beim twittern zuschauen. Auch die Profile der teilnehmenden Institute, Organisationen oder Initiativen waren angegeben, so das man zum Beispiel bei @ScienceTweetup, @w_jahr oder @wissimdialog auch schon Tweets zum Thema fand.

IMG_9767So richtig den Twitter-Effekt habe ich aber erst gestern am 05.05.2014 zu spüren bekommen.

Das Programm gestern sah einen Start am Westhafen Berlin vor und sollte um 17:00 Uhr beginnen. Da es in meiner Natur liegt Angst zu haben zu spät zu kommen, bin ich Grundsätzlich immer zu früh da. So auch dieses mal. 16:30 Uhr war der Treffpunkt am Schiff angesetzt und ich war schon kurz vor 4 am S-Bahnhof Westhafen.

War auch gut so, denn ich habe mich auf dem Gelände erst einmal verlaufen und musste dann doch noch einmal die Karte zücken. Mein Puffer von 30 Minuten war weg und ich war froh das ich diesen habe. Damit bleibe ich immer ruhiger.

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Nach und nach trafen dann die Twitterer und Gäste ein und nach einer kurzen Begrüßung und einem Gruppenfoto, welches ich bestimmt irgendwo finden werden, ging es unter Deck.

Dort wurde eine kleine Einführung von der Organisatorin gegeben und dann ging es auch schon los. Begonnen wurde die ganze Aktion mit einem Speed-Dating von 5 Wissenschaftsstationen.

Dort waren die Wissenschaftler und Referenten vor Ort und erklärten in 10 Minuten Ihr Projekt.

Die 5 Themen die wir hier anschauen konnten waren:

  1. Storchenflug mit Smartphone – Max-Planck-Institut für Ornithologie, Radolfzell
  2. Das Wikipedia-Prinzip: Freie Daten, Freies Wissen – Open Knowledge Foundation Deutschland e. V. und Wikimedia Deutschland e. V., Berlin
  3. Souverän am Smartphone/Süchtig nach dem Internet? – Universität Bonn, Institut für Psychologie (DFG-Projekt „Biologische Grundlagen von Internet- und Computerspielsucht“)und Institut für Informatik
  4. Elastische Hüften aus dem Computer – Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH, Düsseldorf
  5. Schwarzen Löchern lauschen – Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), Hannover

Das waren die 5 Themen und ich muss sagen, dass ich mich für alle 5 Themen begeistern konnte. Eigentlich dachte ich Thema 5 wäre nur mein Favorit, aber die anderen Themen waren hoch interessant.

Etwas belustigt war ich vom Thema 3. Da lädt man sich die besten Kandidaten für “schlechten Umgang mit dem Smartphone” und potentielle Internetsüchtige ein und lässt diese an einer Station für die Untersuchung der Internetsucht teilnehmen.

IMG_9781Naja, hängen geblieben bin ich an der letzten Station und dort habe ich mich mit dem Astronom @benknispel sehr lange noch unterhalten.

Natürlich habe ich unter Deck in der Ausstellung auch noch Bilder gemacht, war aber dann  doch sehr stark mit Twittern und auch mit den Exponaten beschäftigt. Da man sich diese Ausstellung einfach mal anschauen sollte, empfehle ich einfach jedem dort zur MS Wissenschaft zu gehen. Der Eintritt ist frei und jeder kann dort viel über die digitale Welt erfahren.

Hier gibt es aber noch einen Überblick wie es unter Deck so aussieht:

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Kleiner Einschub:

Beim schreiben von dem Artikel habe ich das Gruppenfoto (welches ich oben angesprochen hatte) entdeckt. Daher reiche ich es an dieser Stelle einfach nach.

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Anschließend war das Haupt-Event soweit erst einmal beendet. Ben und ich hatten uns verquatscht und damit haben wir das Ablegen der MS Wissenschaft verpasst. Wir gingen auf Deck und befanden uns schon auf dem Weg zum Schiffbauer Damm an der Friedrichstrasse.

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Auf Deck gab es dann Getränke und auch eine Kleinigkeit zu essen und natürlich gab es auch viel Gelegenheit zu Reden.

Ab und an kam mal eine Brücke vorbei und alles brüllte nur “Brücke”. Bei den meisten gab es keinen Grund, aber wäre die fahrt noch länger, wäre es ein Running-Gag geworden.

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Übrigens sieht man auf dem Bild oben den Organisator @jjjweiss – Vielen Dank an dieser Stelle an Dich Jörg. War Klasse organisiert.

Angelandet sind wir dann am Schiffsbauer Damm an der Friedrichstrasse. Dort liegt nun die MS Wissenschaft noch bis zum 11.05.2014 und macht sich dann auf den Weg nach Potsdam und anschließend durch ganz Deutschland. Die Tour der MS Wissenschaft findet Ihr auf dem Link.

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Das Titelbild des Artikels ist übrigens das Maskottchen iPaul. Wenn einer von Euch aus anderen Städten einfach das Maskottchen fotografiert, dann kann er oder sie ja das Foto zu mir schicken und wir machen dann einen Artikel auf, bei dem iPaul durch Deutschland reist.

Hier bekommt Ihr iPaul noch einmal in Groß!

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Fazit

Absolut gelungener Tag, Spitzenevent und Klasse gemacht von den Forschern, Wissenschaftlern und Organisatoren. Mir gefallen TweetUps und ich werde sicherlich mal mit unserem Planetarium überlegen ob wir nicht auch sowas mal veranstalten wollen.

Ich werde gern wieder an solchen Veranstaltungen teilnehmen und kann es auch nur jedem Empfehlen.

Und vor allem geht mal auf die MS Wissenschaft wenn diese bei Euch ist.

Auf der Webseite findet man alles dazu: Webseite der MS Wissenschaft

Ich habe auf jeden Fall tolle Menschen kennen gelernt und sicherlich kann man hiervon noch lange was haben. Einige von uns haben sich verabredet um an dem einen oder anderen Projekt zu arbeiten.

Mal sehen was dabei herauskommt.

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One comment

  1. […] Weiler und Stefan Gotthold haben ihre Erlebnisse freundlicherweise selbst verbloggt. Dieses Storify gibt auch einen […]

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