3 Astronomie-Projekte auf 3 Crowdfunding-Plattformen

Crowdfunding ist immer mal wieder in aller Munde und auch die Astronomen und Sternenbegeisterten haben die Form der Finanzierungen entdeckt. Daher möchte ich Euch heute 3 Astronomie-Projekte auf 3 verschiedenen Crowdfunding-Plattformen vorstellen.

In der heutigen Zeit gibt es ja diverse Möglichkeiten um an Geld zu kommen und die Finanzierung zu realisieren. Vor allem astronomische Projekte wecken dabei mein Interesse. Daher schaue ich auch auf die neuen Finanzierungsformen und möchte in diesem Artikel das Crowdfunding einiger astronomischer Projekte vorstellen. Universe2go, eine barrierefreie Sternwarte und ein Universum in einer Box kommen hier zur Sprache. Und vielleicht findet sich ja sogar noch der ein oder andere Unterstützer für die Projekte.

Lasst Euch überraschen und lest selbst, was so im Bereich der astronomischen Crowdfunding-Finanzierung los ist.


Projekt 1: universe2go

Die meisten Leser des Blogs hier kennen universe2go. Ist zwar schon eine Weile her, aber ich hatte es in diesem Artikel Der Blick zu den Sternen (universe2go) vorgestellt. An der Technik hat sich zu damals nichts geändert, nur an der Crowdplattform. Leider ging das erste Finanzierungsprojekt aus diversen Gründen in die Hose. Es kam keine ausreichende Masse zustande und daher konnte das Projekt damals auf indiegogo. Martin und ich telefonierten einmal nach dem Scheitern des Projektes.

Ich glaube wir haben über 1 Stunden gequasselt und das ganze Analysiert. Heraus kamen verschiedenste Lösungsansätze und Martin und ich waren uns sicher, dass es nicht an dem Produkt lag.

Also hat sich Martin Neumann entschieden es doch auf einer anderen Plattform zu versuchen. Nun findet man universe2go auf der Plattform Startnext.de.

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Quelle: universe2go auf Startnext.de

Das Projekt läuft schon eine ganze Weile und wie man sieht ist der größte Teil der Finanzierung dieses mal geschafft. Es Fehlen gerade mal noch 10% der Finanzierungssumme und ich bin mir sicher, dass diese Summe in den nächsten 15 Tagen einfach zu bekommen sein wird.

Wer bis heute von universe2go nicht weiß, der sollte sich einmal das folgende Interview von Martin Neumann in der Sternstunde anschauen.

Ab Minute 1:08 geht es los.

Dort wird sehr schön erklärt, was Universo2go so macht.

Crowdfunding

Der Crowdfunding-Gedanke zieht bei diesem Projekt wunderbar. Es gibt ein Produkt, welches produziert werden soll. Die Menschen können dieses Produkt schon kaufen bevor überhaupt das erste Universe2go auf dem Markt ist und bekommen dafür einen Rabatt. Mit diesem Geld kann man dann das Produkt produzieren.

1-zu-1 genau das was Crowdfunding ausmacht. Das zeigt auch sehr deutlich ob dieses Produkt es am Markt schaffen kann. Finden sich genügend Menschen die das jetzt schon vorab kaufen, dann sollte es auch genügend geben die es kaufen wenn es im Laden steht.

Also perfekt geeignet. Ich bin auch der Meinung das Martin das schafft.

Hier kommt Ihr zum Projekt: universe2go auf Startnext.de

Projekt 2: Dem Himmel so nah

Das Projekt Dem Himmel so nah hat einen Untertitel und dann wird das Crowdfunding bei der Geschichte ach Sichtbar. Das Gesamtprojekt heißt Dem Himmel so nah – Deutschlands erste barrierefreie Sternwarte.

Ihr seht mit dieser Bezeichnung  wird das ganze Projekt schon etwas klarer oder? Dieses Projekt ist übrigens auf einer Plattform gehostet, welche sich ausschließlich um Wissenschaft kümmert.

Sciencestarter heißt diese Plattform.

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Das Projekt an sich ist schon durch und hat schon über 100% der Finanzierungssumme zusammen. Da es aber sicherlich das ein oder andere an der Sternwarte zu verbessern gibt, macht das ja nichts.

Crowdfunding

Dieses Projekt finde ich im Zuge des Crowdfunding sehr interessant. 50 Unterstützer haben hier 4.000 € in die Kasse gespült. Das sind genau 100 € pro Unterstützer, im Durchschnitt versteht sich. Das interessante ist aber sicherlich die Unterstützung. Crowdfunding darf man nicht mit Spenden vergleichen oder gar verwechseln. Die Unterstützer in einem Crowdfunding-Projekt erwarten eine Gegenleistung und eine Sternwarte aufzubauen ist nicht gerade ein Projekt bei dem man eine Gegenleistung erbringen kann.

Die Projektleiter und –verantwortlichen haben aber genau dieses Problem sehr gut gelöst. So gibt es Nennungen auf der Webseite oder sogar einen ganzen Sternwartenurlaub. Je nach höhe der Unterstützung natürlich.

Hier kommt Ihr zum Projekt: Dem Himmel so Nah bei Sciencestarter

Projekt 3: Universe in a Box

Das dritte Projekt findet man auf der Plattform Kickstarter. Diese Plattform ist eher global angesetzt und unterstütz daher Projekte aus der ganzen Welt. Daher sollte man auch gewisse Englischkenntnisse mitbringen.

Daher ist auch das Projektvideo in Englisch verfasst. Es sollte aber trotzdem klar werden worum es geht.

Das Projekt möchte gern 1.000 solcher Universen in der Box produzieren und an Schulen und Einrichtung versenden. Die ersten Prototypen wurde schon verschickt und die Resonanz war wohl sehr positiv.

imageEs geht im wesentlichen darum Lehrer und Eltern astronomisches Material an die Hand zu geben um Kinder im Alter zwischen 4 bis 10 Jahren die Astronomie näher zu bringen und zu zeigen.

Dazu benötigen aber die Macher von Universe in a Box ca. 15,000  €. Ca. 1/3 der Gesamtsumme ist schon zusammen und es bleiben noch 22 Tage (Stand: 18.5.2014) bis das Ende der Aktion auf Kickstarter erreicht ist.

Inhalt der Box sind, Mal und Bastelsachen mit denen sich das Universum und unser Sonnensystem beschreiben lässt.

Crowdfunding

Natürlich ist auch das ein Crowdfunding-Projekt und kein Spendenprojekt. Der ROI– Return of Invest – findet hier über die Box selbst statt. Sprich, wer sich an dem Projekt beteiligt bekommt eine solche Box.

Nun muss man sagen, dass sicherlich eine solche Box für Vereine oder auch für Schulen sehr interessant ist, aber genau diese Vereinigungen haben nicht unbedingt das Geld um in eine Vorfinanzierung zu gehen.

Einzelpersonen dafür benötigen eine solche Box nicht. Und aus meiner Erfahrung muss man nach ca. 1/3 der Zeit 2/3 des Geldes zusammen haben. Wer hier zu spät mit dem Marketing etc. anfängt der wird es schwer haben. Trotzdem möchte ich natürlich jeden Auffordern das Projekt zu unterstützen. Man kann ja die Box dann an einen Verein, eine Schule oder eine Kinderheim spenden.

Die Webseite von UNAWE und das Projekt Universe in a Box auf Kickstarter

Fazit

3 Projekt auf 3 Plattformen mit komplett unterschiedlichen Ansätzen. 1 Produktentwicklung die nun auf den Markt soll. Ein Sternwartenprojekt mit entsprechenden emotionalen Werten als ROI. Und eine Box die sich der Bildung der Kinder verschrieben hat.

Auch die drei Plattformen sind recht unterschiedliche. Eine lokale Plattform eher für den deutschen Bereich. Eine spezialisierte Plattform für den Wissenschaftsbereich und eine internationale Plattform, die recht viele Menschen kennen.

Ich glaube Crowdfunding kann noch bei mehreren solcher Projekte helfen. Ich hoffe das darüber einige tolle Astronomieprojekte in Zukunft finanziert werden.

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  1. Wolfgang sagt:

    Hallo Stefan,

    ich weiß, der Artikel ist schon älter, aber weil es gerade aktuell ist:
    ich bin vor kurzem über ein Crowdfunding Objekt in meiner Heimatstadt Wien gestolpert: Das Naturhistorische Museum Wien bemüht sich derzeit, ein Stück eines Mondmeteoriten für die Forschung zu erwerben. Als Gegenleistung winken spezielle Führungen, Einträge auf Danktafeln, Begegnungen mit Forschern und die Gelegenheit, so ein Stück einmal in der Hand zu halten.
    Bin schon gespannt, ob es was wird – ist aber ein interessanter Ansatz.

    Wer sich dafür interessiert:
    http://de.ulule.com/help-us-to-get-the-moon/

    Liebe Grüsse,
    Wolfgang

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