Astronomiesoftware: Startrails (Version 2.3 – Freeware)

Startrails_20121207Der letzte Artikel zur Astronomiesoftware StarTrails ist nun schon eine ganze Weile her. Im Dezember 2012 hatte ich die Version 2.1 der Strichspursoftware Startrails beschrieben.

Es hat sich zwar nicht wirklich viel getan, aber es gibt doch einige kleinere Änderungen. Damit Ihr (und auch ich) auf dem laufenden bleiben, möchte ich hier die Änderungen beschrieben. Aber auch die Anwendung soll nicht zu kurz kommen. Schließlich kann man mit StarTrails ein wenig mehr machen, als “nur” Strichspuraufnahmen der Sterne aufzuzeichnen. Dazu gehören auch Gewitter, Feuerwerke oder ISS-Überflüge.

Lest aber hier was es neues in Startrails 2.3 gibt und was man mit der Software so alles anstellen kann.


Was ist Startrails?

Tja viel geändert hat sich zu dem nutzen von Startrails natürlich nicht. Daher kann ich hier auch ganz locker auf die älteren Artikel verweisen.

Dort findet Ihr schon eine ausführliche Beschreibung der Software Startrails.

Hier soll nur noch einmal ganz kurz beschrieben werden, was Startrails ist.

Die Software Startrails ermöglicht es Bilder aus einer Serie aneinander zu hängen und per Algorithmen zu überlagern. Dabei werden die Helligkeitswerte nicht einfach Addiert. Das würde sonst zur Überbelichtung führen.

Wie im letzten Update beschrieben, kann man auch kumuliert die Bilder erstellen und dadurch wachsende Sternspuren erzeugen. Ich hatte dies mal in einem Video getan.

Das ist also so Grundsätzlich das Ziel von StarTrails.

Update Version 2.3

Zur Version 2.1 aus dem August 2012 hat sich nur relativ wenig getan. Das liegt im wesentlichen daran, dass die Software mittlerweile wirklich gut ist und auch die Anforderungen an Sternspuraufnahmen erfüllt.

Im wesentlichen sind viele Übersetzungen dazugekommen.

  • Französisch
  • Portugiesisch
  • Italienisch
  • Russisch

Dann wurde an einer Windows 8-Version gearbeitet. Hier scheint einiges nicht unter Win8 funktioniert zu haben. Das ist seit Anfang 2013 kein Problem mehr.

Außerdem gibt es jetzt einen Sternschnuppen-Effekt. Dabei werden die Sterne nicht mehr mit gleicher Helligkeit in einer Spur gezeichnet, sondern es sieht aus als wenn diese heller oder dunkler werden.

Hier habe ich einmal zwei Beispiele erstellt. Die Sterne bewegen sich gegen den Uhrzeigersinn.

Erstes Beispiel: Ausblenden

image

Zweites Beispiel: Einblenden

image

Wozu dieser Effekt gut ist, kann ich nicht sagen. Es scheint hier das bei einer Addition jedes Folgebild ein wenig dunkler wird und dadurch ein Effekt der Sternschnuppen entsteht. Gut, manchem mag das gefallen. Ich sehe hier wenig Sinn hinter.



ACHTUNG:

Übrigens bei dem Einblende-Effekt werden die Bilder in falscher Reihenfolge addiert. Hier muss man also mit wachsenden Spuren aufpassen. Da dieser Effekt die Reihenfolge der Bilder umkehrt wachsen die Spuren auch falsch herum.


Das war es soweit an den Neuerungen. Ich bin ja immer noch begeistert von der Software.

Was ich in der Vergangenheit nie ausprobiert hatte, ist die Videofunktion. Da mich jetzt aber ein Facebook-Freund darauf aufmerksam gemacht hat, habe ich mir diese Funktion noch einmal angeschaut.

Videofunktion von StarTrails

So wie ich die Videofunktion verstehe, soll diese mir helfen aus meiner Reihe von Fotos ein TimeLapse-Video zu machen.

imageGehe ich auf die kleine Videokamera (Icon) erhalte ich ein Einstellungsfenster.

Dort kann ich zum einen die Auflösung des Videos einstellen. Leider orientiert sich diese Auflösung nicht an den geladenen Bildern, sondern steht auf einer recht schlechten Auflösung von 640 x 427. Der zweite Wert ist nicht änderbar und wird wahrscheinlich aus dem Bild selbst ermittelt. Daher wundert es mich noch mehr, dass hier nicht die Auflösungen der Bilder verwendet werden. Weiterhin kann ich die Bildwiederholrate angeben und wo das Video gespeichert werden soll. Tja, aber welche Codec hier verwendet wird, steht dort nicht.

Erzeugt wurde ein AVI.

Gut, wenn ich mir das Ergebnis so anschauen, dann kann man dies schon als TimeLapse-Funktion bezeichnen. Ich werde diese Funktion trotzdem nicht mittels Startrails durchführen, sondern weiterhin meine Video-Schnittprogramme verwenden.

Das bringt mehr und ich habe mehr Möglichkeiten auch von einen Vor-und Abspann einzubauen. Gehen tut aber die Funktion und Sie produziert auch Ergebnisse.

Weitere Anwendungsgebiete

Neben den klassischen Strichspuraufnahmen, wie man diese oben sieht, kann man auch andere kreative Aufnahmen erstellen.

Ich persönlich verwende diese Software um meine ISS-Trails zu erstellen. Hierbei geht man ebenso vor, wie man es bei der Erstellung von Strichspuren tut.

Das obere Bild zeigt einen Doppel-Trail im Abstand von ca. 90 Minuten der ISS über Berlin.

Hier sieht man einen Trail über Berlin an dem Rummelsburger See. Beide Aufnahmen wurden mit Startrails erstellt. Bei der zweiten kam noch die Beschriftung dazu.

Wer auf die Facebook-Seite von StarTrails schaut, der findet noch weitere Beispiele für Startrails. Zum Beispiel kann man Gewitterblitze kombinieren. Oder man kann ein Feuerwerk aufzeichnen.

Das sind alles tolle Idee, bei denen man zeitlich unterschiedliche Ereignisse in einem Bild darstellen kann.

Fazit

Startrails ist weiterhin die Software der Wahl, wenn es um Strichspuraufnahmen geht. Mit der kreativen Verwendung der Software, kann man sich auch weitere Anwendungsgebiete erschließen.

Ich gebe weiterhin 5+ Sterne für die Software. Jeder sollte sich diese Software beschaffen und einfach mal Trails aufnehmen.

Startrails: Webseite mit Download

Startrails: Facebook-Seite

Ich hoffe wir werden weitere Update für die Software sehen. Daher bleibt mir erst einmal nur zu sagen: Vielen Dank fürs Entwickeln und allen anderen wünsche ich viel Spaß mit der Software.

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