Eine Reise zum Mond (Artikelserie: Teil 2)

Es ist schon etwas her als ich diese Artikelserie anfing. Trotzdem hat diese natürlich nichts von Ihrer Aktualität verloren.

Daher möchte ich die Serie wieder aufgreifen und die Reise zum Mond mit Euch fortsetzen.

Im ersten Teil der Serie ging es um Allgemeine Informationen zum Mond. Dinge die man bei der Mondbetrachtung/Mondbeobachtung wissen sollte und welche die man vielleicht noch nicht kannte. Ich habe beschrieben wie der Mond entstand und wie er sich uns präsentiert.

In diesem Teil der Serie geht es um das Zubehör zur Mondbeobachtung. Womit kann ich den Mond beobachten? Was brauche ich um mich auf dem Mond zurecht zu finden? Was sehe ich da überhaupt?

Das sind Fragen die in diesem Teil der Serie geklärt werden. Begleitet mich also auf der nächsten Etappe zu Einer Reise zum Mond.

Um den Mond zu beobachten braucht man wirklich nicht viel. Es gibt natürlich eine ganze Reihe an Zubehör, Literatur und z.B. APP’s für das Handy um sich besser auf dem Mond zurechtzufinden, aber um den Mond anzuschauen reichen oft zwei Augen und der Mond.

In diesem Artikel möchte ich Euch einiges an Zubehör für die Mondbeobachtung vorstellen.

Beobachten des Mondes

Natürlich muss man sich den Mond anschauen, sonst bringt alles Zubehör nichts. Da man aber den Mond auf unterschiedliche Weise anschauen kann und damit auch unterschiedliche Details auf dem Mond sieht müssen wir uns erst das Beobachten selbst anschauen.

Beobachten mit den Augen

File:Lunar libration with phase2.gifDie einfachste Möglichkeit den Mond zu beobachten ist die Beobachtung mit den Augen. Einfach hochschauen, wenn er da ist.

Nun sieht man schon zwei Grundproblemchen.

1. Wann ist der Mond da? und

2. Was sehe ich da gerade?

Auf dem Bild rechts sieht man die Lunation des Mond. Das habe ich im ersten Teil der Serie beschrieben. Dies zeigt das der Mond in unterschiedlichen Phasen am Himmel erscheint.

Aber er erscheint auch nicht immer zur selben Zeit am Himmel und am selben Ort. So kann es durch seine Umlaufbahn um die Erde passieren, dass wir den Mond tagelang nicht sehen, da dieser am Tag über den Himmel wandert und von der Sonne überstrahlt wird.

Wer den Mond also nun über einen längeren Zeitraum beobachtet, bekommt ein Gefühl dafür, wie der Mond sich am Himmel verhält. Wann ist er da und welche Phasen zeigt er uns gerade. Ist er zunehmend oder abnehmend. All das kann man mit dem Auge beobachten.

Aber auch bestimmte Details lassen sich schon ausmachen. Zum Beispiel die dunklen Flecken auf dem Mond oder der größte Krater Copernicus.

Die beiden Fragen werden später geklärt.

Fernglas und Teleskop

Natürlich kann man nun für die Mondbeobachtung auch ein Fernglas oder ein Teleskop verwenden und wird ein Fülle an Objekten auf der Mondoberfläche entdecken. Viel kleinere Krater, Mare und andere Gebiete die von Lava und Staub bedeckt sind. Rillen und Gebirge lassen sich ebenso entdecken.

Vor allem aber bei der Beobachtung des Mondes braucht man einiges an Zubehör. Mindestens einen guten Mondatlas sollte man besitzen. Aber auch ein Mondfilter muss an das Okular, da der Mond bei Vollmond einfach viel zu hell ist.

Mondfotografie

Auf die Mondfotografie möchte ich in diesem Teil der Serie noch nicht eingehen. Ich möchte diese aber nicht unter den Tisch fallen lassen. Im vierten Teil der Serie werden wir uns intensiv mit der Mondfotografie und –videografie befassen.

Dort wird es dann um Einstellungen, Kameras und alles gehen um ein schönes Foto vom Mond zu machen.

Nun aber zum Zubehör. Anfange möchte ich mit den Literaturhinweisen.

Literatur

Wer sich mit dem Mond intensiver auseinandersetzen will und auch gern erfahren möchte, was man auf dem Mond alles sieht, der sollte sich mindestens eine Mondkarte anschaffen. Besser aber noch wäre ein Mondatlas.

Ich habe beides und habe auch mit beidem wirklich schon tolle Stunden auf dem Mond erlebt.

Mondkarte

Eine Mondkarte zu verwenden kann wirklich Spaß machen. So hatte ich einmal eine Mondkarte verwendet um mit meiner Frau einen langen Mondspaziergang durchzuführen.

Dabei bietet eine faltbare Karte die Möglichkeit das mehrere Menschen (auch mal mehr als 2) sich den Mond anschauen und auf der Karte diskutieren, was man alles sieht.

Problematisch ist, dass man diese Karte oft aufklappt und zuklappt und jeder kennt den Effekt der bei Straßenkarten schnell auftritt. Sie zerknittern und zum Teil reißen Sie auch auf.

Die Haltbarkeit ist halt beschränkt. Wer seine Karte aber pflegt hat lange viel Spaß mit Ihr.

Ein weiterer Nachteil ist, dass immer der gesamte Mond dargestellt wird. Das kann bei Halb- oder Viertelmond schon mal verwirren, da die Schatten doch anders sind. Hier helfen dann eher Atlanten.

Hallwag: The Moon / La Luna – Space Map (bei Amazon 11,95 €*).

Mondatlas / Mondführer

Gegenüber den Mondkarten haben sich die Mondatlanten und Mondführer durchgesetzt. Durch Ihre zum Teil kompakte Form, kann man die Mondführer überall mit hinnehmen.

Großer Vorteil der Mondführer und –atlanten ist die Besprechung der Mondbilder zu den einzelnen Phasen. So finde ich dort sehr viele interessante Stelle zum Nachbeobachtungen und durch den Platz in der Buchform kann auch sehr viel schriftlich beschrieben werden.

Ich habe zwei Bücher zu Hause. Mit dem einem Arbeite ich am Schreibtisch zur Vorbereitung oder aber auch zur Nachbearbeitung von Mondfotos.

Den Mondführer nehme ich mit aufs Feld und kann dann vor Ort an der Mondphase beobachten.

IMG_9985Mondatlas – A.Rückl – seid dem ich mit der Astronomie begonnen habe zählt Der Rückl zu den Standardwerken und sollte in jedem Regal auftauchen.

Hier findet man 84 detaillierte Mondkarten. Diese sind nicht fotografiert sondern illustriert und gezeichnet.

Leider scheint es den Rückl nicht mehr zu geben. Ich habe nur noch gebrauchte Angebote gefunden und die bewegen sich im Bereich von 50 € (Amazon-Angebot Rückl. Mondatlas*). Das scheint also schon eher ein Sammlerstück zu werden.

Auch mein zweites Mondbuch scheint es im Handel nicht mehr zu geben. Das war der Kosmos Mondführer. Wer einen solchen Mondführer in die Finger bekommt, sollte zuschlagen.

Auch hier gibt es bei Amazon* oder anderen Internetbuchhändlern noch gebrauchte Angeboten und das in Bereichen von unter 1 €.

Der Mondführer ist in insgesamt 14 Phasen eingeteilt. Zu jeder Phase gibt es dann ein Detailfenster und die entsprechenden Objekte, Gebirge, Krater in diesem Gebiet.

Auch die Ansichten drehen sich und das macht dieses Buch so interessant. Auch auf dem Mond benötigt man ja eine gewisse Orientierung. Wo befindet man sich und wie rum steht das Bild gerade. Beide Bücher sind sehr empfehlenswert und es ist sehr Schade das beide vom Markt verschwunden sind.

Es gibt natürlich noch eine ganze Reihe anderer Mondatlanten. Schaut Euch da mal einfach um.

Mond-APP’s für das Handy oder Tablet

Natürlich wurde auch die Mondbeobachtung von den neuen Technologien eingeholt. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe an APP’s für Smartphones und auch für Tablets. So hat man den Mond immer dabei.

Moon AtlasHier gibt es auch wieder kommerzielle Produkte aber auch kostenlose APP’s sind verfügbar.

Zwei dieser Mond-APP’s findet man auch schon hier im Blog. In dem Falle zwar nur für iPhone und iPad, aber die gleichen oder sehr ähnliche Apps findet man auch im Google-Store für Android.

Artikel im Blog: Moon Atlas (5,49 €)

Artikel im Blog: Moon Globe (kostenlos)

Der große Vorteil bei dieser Art des Atlanten liegt klar auf der Hand. Den Mondatlas hat man immer dabei und man kann interaktiv alles Einstellen was man benötigt.

Man hat den Atlas immer zur Hand und kann dann auch noch mit Zooming auf dem Mond spazieren gehen. Die Detailstufen sind frei einstellbar und man sieht auch sofort alle Bezeichnungen, wenn man es denn möchte.

Fernglas und Teleskope

Das schöne am Mond ist, ist die Tatsache das er uns relativ nah ist. Wir benötige keinerlei HighEnd-Ausrüstung um den Mond mittels eines Fernglases und eines Teleskopes zu beobachten.

Es reichen die einfachsten Geräte. So habe ich hier zu Hause ein FirstScope (Teleskop) mit einem Spiegeldurchmesser von gerade mal 7 cm.

So ein Teleskop zeigt schon sehr viele Extras auf dem Mond. Damit kann ich also schon auf dem Mond spazieren gehen und sehe hunderte von Krater, Gebirgszüge und ganze Lavaseen (erstarrte natürlich).

Solche Geräte kosten gerade einmal 50 € (für 59 € bei Amazon*) und bieten eine extreme Vergrößerung gegenüber der Sichtung des Mondes.

Natürlich kann man auch mit seinen vorhandenen (evtl. größeren) Geräten oder aber mit normalen Ferngläsern auf den Mond schauen.

Mondfilter

Beim Mondfilter handelt es sich in diesem Fall noch nicht um einen fotografischen Filter, sondern es geht um den Schutz der Augen.

Vor allem kurz vor dem Vollmond, bei Vollmond und kurz nach dem Vollmond muss man aufpassen. Der Mond erreicht hier eine Helligkeit die den Augen schaden können.

Daher sollte man zu dieser Zeit einen Mondfilter verwenden. Dieser dunkelt das Bild ab und schafft damit ein angenehmes und ungefährliches Bild für das Auge.

Im Gegensatz zu Sonnenfiltern für das Okular kann man Mondfilter zum Einschrauben in das Okular verwenden.

Diese sind nicht wirklich teuer und man kann Sie schön auch im Filterrad verwenden.

Mit ca. 20 € kann jeder ein wenig was zu seinem Schutz der Augen tun und trotzdem den Mond beobachten.

Bei Amazon gibt es diese Mondfilter für 19,90 €*.

Ausblick

Im nächsten Teil der Serie wird es dann ein wenig praktischer. Wir werden uns einige Gebiete auf dem Mond anschauen und was man dort so alles entdecken kann.

Auch spezielle Ereignisse werde ich beschreiben. So zum Beispiel den Goldenen Henkel auf dem Mond. Hier lässt sich wirklich viel entdecken und wer dann auch noch mit entsprechendem Gerät den Mond beobachtet kann sich Jahre lang an unserem Begleiter erfreuen.

Für alle die oben den Link noch nicht geklickt haben: Zum ersten Teil der Serie geht es hier lang Eine Reise zum Mond (Artikelserie: Teil 1)

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