Beobachtungsbericht 06.09.2014-08.09.2014: 1 Tag Wolken, 1 Tag klar und 1 Tag mit Glück

Die letzten drei Tage waren wieder geprägt von fast astronomischen Themen. Diesen Beobachtungsbericht möchte ich daher über 3 Tage laufen lassen.

Beginnen werde ich dabei am 6.09.2014 und enden tut das Ganze am 08. September in der Nacht kurz vor dem 09.09. und dem Vollmond. Es ist also ein 3-Tages-Bericht. Aber keine Sorge so lange werde ich die Beschreibung nicht ziehen.

Trotzdem findet Ihr natürlich alle Daten die in einen Beobachtungsbericht gehören hier.

Tja, bevor ich nun Anfange kommt wie immer der Teil mit der Ausrüstung.

Für diese drei Tage habe ich keine wirklich Astroausrüstung verwendet. Ich hatte nur mein Stativ, eine Fernbedienung und meine Kamera mit zwei unterschiedlichen Objektiven.

Datum, Zeit und Ort

Datum: 06.09.2014 –08.09.2014

Zeit: Unterschiedlich – siehe Einzelberichte

Ort: Lichtenberg/Berlin – Balkon mit Blick nach Osten

Die Ausrüstung

Wie oben schon beschrieben habe ich nur meine Kamera die Canon 600D mit den beiden Objektiven 18-55mm und 55-250 mm verwendet. Den Standard-Fernauslöser und ein Stativ kamen zum Einsatz.

Diese Ausrüstung wurde hier im Blog schon mehrfach beschrieben und kann hier gefunden werden:

Neues Ausrüstungsteil: Spiegelreflexkamera Canon 600D

Beobachtungsbericht: ISS, Sony Alpha230 und neues Stativ

Neue Ausrüstungsteile: Neues Objektiv und eine verbesserte Fernbedienung

Auf diesen Seiten könnt Ihr alles über meine Ausrüstung nachlesen.

Die Beobachtungen

Meine Beobachtungen und Fotografien gehen ja über drei Tage, daher werde ich das hier auch auf drei Tage ausspalten.

06.09.2014

So richtig wirklich Astronomie ist das am 06.09.2014 ja nicht geworden. Trotzdem hatte ich Glück. Östlich von Berlin zog ein massives Gewitter vorbei und brachte uns einige sehr schöne Blitze mit. Da ich ja Blitze mag und auch hier im Blog schon über das Fotografieren von Blitzen geschrieben hatte, wollte ich die Gelegenheit nutzen.

Das tolle an diesem Gewitter war, dass es von Anfang an in der richtigen Richtung verlief. Es ist ja doch immer Glückssache mit den Blitzen und wo das Gewitter gerade herunter kommt. Es hätte vielleicht noch 1-2 km näher dran sein können, aber auch so sind mir einige tolle Blitzfotos gelungen.

Die besten Aufnahmen habe ich hier mal rausgesucht.

IMG_9966

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Blitz1

Blitz

 

 

Die letzten beiden Bilder sind nur Ausschnitte aus den drei Bildern oben. Damit man einfach die Blitze besser sehen kann.

Aufgenommen habe ich die Bilder dieses mal nicht im Videoformat, sondern mit einer Langzeitbelichtung.

Die Daten findet Ihr hier:

Brennweite18 mm
Belichtungszeit30 Sekunden
BlendeF/8
ISO200

Ihr seht ich habe hier mit einer Langzeitbelichtung gearbeitet. Der Unterschied in der Wolkenfärbung liegt nur daran, dass einige Blitze hinter dem Haus in den Wolken entstanden und diese mit Ihrem indirekten Licht die Wolken rot färbten.

Bei den bläulichen Wolken gibt es keine solchen Nebenblitze. Wie gesagt ist dies natürlich keine reine Astronomie sondern gehört eher in den Bereich Himmelsfotografie.

07.09.2014

Am 07.09.2014 hatte ich astronomisch nichts geplant. Es sah auch nicht wirklich so aus, als könne man am Himmel etwas machen. Daher hatte ich auch nicht beschlossen das Teleskop heraus zu stellen. Zum Beweis des schlechten Himmels und des fast vollen Mondes, habe ich ein Foto geschossen.

IMG_9987

Hier sieht man das der Himmel sehr dunstig ist und auch immer mal wieder Wolken vorbeizogen. Zwischen 21:00 Uhr und 22 Uhr klarte der Himmel dann aber plötzlich auf und ich nahm schnell meine Kamera und schoss einige Fotos.

Nun zu meinem Erfahrungswert. Ich habe mit meiner Kamera ein Testbild gemacht um zu schauen wie der Mond wirkt. Danach wollte ich eine Serie an Bildern machen und muss dabei ans Stativ gekommen sein. Meine gesamte Serie der Bilder ist unscharf geworden.

Das habe ich aber erst bei der Bildbearbeitung gemerkt. Daher habe ich genau 1 scharfes Bild von diesem Abend. Um aber nun mal zu sehen wie viele Details man so auf den Chip bekommt habe ich hier das Originalbild und das geschnittene Bild eingestellt.

IMG_9992

Dies ist das originale Bild, wie es von der Kamera gespeichert wird.

Mond-Einzelframe

Und soweit kann ich es Vergrößern ohne die Unschärfe rein zu bekommen.

Die Daten der Aufnahme findet Ihr hier:

Brennweite250 mm
Belichtungszeit1/100 Sek.
ISO200
BlendeF/8

Ich hätte sicherlich die Blende etwas weiter aufmachen können. Die F/8 sind noch von der Einstellung am Tag davor. Aber es hatte ja trotzdem funktioniert und ist gar nicht schlecht geworden. Wie gesagt, es ist ein Einzelbild. Mehr nicht.

08.09.2014 – Der Supermond

Wie man am 07.09. schon sehen kann, standen wir kurz vor dem Vollmond. In den Morgenstunden des 09.09. um 3:38 Uhr gab es Vollmond.

Ich war an diesem Abend im Planetarium am Insulaner (Webseite), da dort die Mondgruppe Ihre monatliches Treffen hatte. Geplant war eigentlich eine Beobachtung des fast vollen Mondes in der Sternwarte. Aber nach dem Treffen um gegen 21 Uhr stellte sich heraus, dass der Mond nicht zu sehen war. Es war bewölkt.

Ich fuhr also nach Hause und musste auch dort feststellen, dass es bewölkt ist. Doch dann gab es eine Gelegenheit. Eine Wolken zog auf den Mond zu. Nun wird man sich Fragen warum ich mich so anstrengte den Mond am 08.09. zu bekommen?

Naja, es war der dritte sogenannte Supermond im Jahr 2014.

Als Supermond wird ein Vollmond bezeichnet, der gerade in Erdnähe ist. Dieses Zusammentreffen von Vollmond und Erdnähe lässt den Mond um einiges größer erscheinen. Der Begriff Supermond ist zwar nicht ideal um den Vollmond zu beschreiben, aber viele verwenden diesen Begriff.

Der Vollmond an sich ist ja für Hobbyastronomen eher störend. Nimmt man sich aber nun mal einen Vollmond aus einem anderen Monat oder gar zu einem Zeitpunkt wo der Mond fern der Erde ist, kann man diese beiden gut Gegenüber stellen und erhält damit einen direkten Vergleich.

Dazu sollte der Mond aber mit gleicher Brennweite aufgenommen sein, damit man nicht zu viel Rechnen muss.

Um auch mal zu zeigen woher ich diese Mondaufnahme habe, habe ich ein Komposit aus Wolkenaufnahme mit Mond erstellt. Dort sieht man die Wolkenlücke durch die ich den Mond erwischt habe.

Supermond

 

 

 

Da es ja nun zwei Bilder in einem sind, muss ich die Tabelle für die Daten um eine Spalte erweitern. Die Daten selbst findet man aber auch im Bild.

 WolkenbildMond
Brennweite55 mm250 mm
Belichtungszeit2 Sek.1/320 Sek.
BlendeF/5.6F/5.6
ISO200200

Wie gesagt finde ich solche Kombinationsbilder oder auch Bilder mit Häusern oder Wäldern drauf viel schöner. Der Mond an sich macht im vollen Zustand nicht viel her. Falls man heute noch eine Mondaufnahme schafft und das in den nächsten Tage mit durchziehen könnte, dann könne man den Mond auch mit seiner Eigenbewegung zeigen.

Mal schauen was da so rauskommt.

Fazit

Das Fazit ist klar oder? Astronomie und Himmelfotografie ist ein spannendes Hobby. Es passiert immer etwas am Himmel und auch wenn man Wolken oder gar Gewitter da sind, kann man viel erleben. Es macht Spaß.

Und sollte es mal keinen guten Himmel geben, dann wertet man halt vorherige Aufnahmen aus. Das kann auch recht viel Freude und auch Entspannung bereiten.

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