Beobachtungsbericht (07.09.-19.09.): 7 Tage Mond, 2 mal ISS und ein Stern-Selfie

Heute gibt es einen recht besonderen Beobachtungsbericht. Seit Anfang September konnte ich mehrfach den Mond fotografieren. Dabei gab es zwei wesentliche Phasen. Einmal zum Vollmond am 09.09.2014 und einmal eine Phase bei dem ich den Mond 4 Tage hintereinander ablichten konnte.

Außerdem ist seit kurzem die Internationale Raumstation wieder über Deutschland sichtbar und ich konnte diese nicht nur Aufnehmen, sondern auch einen sehr nahen Vorbeiflug am Jupiter fotografisch festhalten. Man sieht sogar die 4 großen Jupitermonde auf dem Bild. 

Die Bilder wurden natürlich schon zum großen Teil auf meinen sozialen Kanälen veröffentlicht. Sowohl bei Facebook, Twitter und Google+ gab es viel Resonanz. Die meisten Rückmeldung gab es aber zu einem Sternen-Selfie welche meine Frau und mich zeigt. Das möchte ich Euch hier nicht vorenthalten. Daher kommt das einfach mit rein.


Phase 1: Der Supermond am 7., 8. und am 10. September

Angefangen hatte dieses mal alles am 07.09., am 08.09. und am 10.09. auf meinem Balkon in Berlin. Ich konnte drauf Aufnahmen des Mondes machen und das auch noch um den Vollmond herum. Dazu kam aber noch, dass der Mond am Morgen (gegen 3 Uhr) am 09.09 seine Vollmondphase erreichte und ich in der Nacht am 08.09. um 23:23 Uhr den Mond in einer Wolkenlücke aufnehmen konnte.

Alle Bilder sind mit meiner Canon 600D und dem Canon EFS 55-250mm Objektiv aufgenommen worden. Eine Nachbearbeitung gab es in dem Sinne nicht. Ich habe den Ausschnitt nur etwas vergrößert. Damit man auch sieht, dass die Bilder quasi um den Vollmond aufgenommen wurden, habe ich noch eine Mond-Collage erstellt. Hier sieht man Vollmond-1 Tag, Vollmond und Vollmond+1 Tag.

Mond-Einzelframe

Eigentlich baue ich die Exif-Daten immer in das Bild mit ein. Damit sollte man diese wiederfinden. Hier habe ich das aber wohl vergessen.

Daher kommen diese nun hier einzeln nach.

Canon 600D mit Canon 55-250mm Objektiv

Blende F/8
Brennweite: 250 mm
ISO 200
Belichtungszeit: 1/100 Sekunden

Supermond

Beim Supermond am 08.09. auf den 09.09 habe ich ein Komposite erstellt, damit man einfacher erkennen kann, wie der Abendhimmel aussah. Ich habe den Mond in einer Wolkenlücke erwischt.

Supermond

Oben recht sieht man dann den Mond und die Aufnahmedaten.

Mond_20140910

Nimmt man nun alle drei Mondfotos zusammen, dann kann man in einer Collage schon die Phasen des Mondes vor und nach dem Vollmond sehen.

Mond_1000x1000_Fotor_Collage_2

Hier sieht man nun sehr deutlich wie der Mond an diesen drei Tagen aussah.

Leider gab es dann eine Wolkenperiode und ich konnte den Mond erst wieder am 16.09.2014 aufnehmen.

Phase 2: Vier Monde – 16., 17., 18. und 19.9.

Auch in dieser Phase habe ich ausschließlich mit der Canon 600D gearbeitet. Im Gegensatz zur oberen Phase sind diese Bilder aber nun alle am Morgen entstanden.

Hier mal eine kleine Tabelle über die Mondbilder und deren Zeiten. Ich habe die Bilder von oben gleich mal mit reingenommen.

DatumAufnahmezeit
07.09.201421:34 Uhr
08.09.201423:23 Uhr
10.09.201423:55 Uhr
16.09.201406:07 Uhr
17.09.201406:10 Uhr
18.09.201405:54 Uhr
19.09.201405:36 Uhr

Man muss dazu Wissen, dass alle Bilder auf meinem Balkon entstanden sind und dieser in Richtung Osten (mit Sicht nach NO und SO) liegt. Ich kann also nur in diesen Richtungen den Mond ablichten.

Hier seht Ihr erst wieder die Einzelbilder.

Mond_20140916

Mond_20140917

Mond_20140918

Mond_20140919

Ich habe mir natürlich diese 4 Bilder genommen und eine Collage daraus gemacht.

Mond_1000x1000_20140916_Fotor_Collage

Hier sieht man sehr schön die unterschiedlichen Phasen des Mondes und wie schnell sich diese verändern.

Auch in diesem animierten GIF kann man das gut sehen.

Animated_GIF_Moon

Auch wie sich der Stand von Sonne zu Mond verändert kann man hier deutlich sehen. Da die Bilder alle in der selben Morgenstunde (zwischen 5:30 und 6:10 Uhr) aufgenommen wurde, sind diese gut vergleichbar.

2 mal Internationale Raumstation

Startrails_ISS_Passover_201400918_0620_3Pics_CollageNatürlich war ich auch wieder auf der Jagd nach der Internationalen Raumstation ISS. Diese erscheint ja momentan am Vormittag. In meinem Artikel zur Sichtbarkeit könnt Ihr das gut nachlesen: Wann sieht man die ISS im Monat September (1/2)

Mir gelang es an zwei Tagen die ISS zu sichten und auch auf Foto zu bannen.

Am 18.9. flog Sie relativ früh am Morgen über den Himmel. Um 06:24 Uhr entdeckte ich Sie bei einem schon stark von der Sonne erhellten Himmel.

Sie war fotografisch kaum zu erfassen und daher musste ich auf viele Spuren verzichten, die Belichtungszeiten recht stark nach unten schrauben und auch das Bild etwas nachbearbeiten.

Rechts sieht man nun die ISS zusammen mit dem Mond und einigen Daten der Aufnahme. Das Bild selbst habe ich etwas Kontrastverstärkt und die Helligkeit etwas korrigiert, damit die Spur der ISS noch herauskommt.

Da ich ja am 18.9 auch den Mond erwischt hatte, konnte ich diesen gleich nach als Detailaufnahme mit in das Bild schneiden.

Ich finde es recht gelungen.

Beim zweiten Mal flog die Internationale Raumstation von meinem Standort aus sehr nahe an Jupiter vorbei.

Es war zwar sehr hektisch an diesem Morgen, aber ich habe es wirklich geschafft mit dem Zoomobjektiv eine Aufnahme der ISS zusammen mit Jupiter und dessen Monden anzufertigen.

Startrails_ISS_Passover_201400919_Detailed_2

Auf dieses Bild bin ich sehr stolz. Man sieht doch sehr schön was man mit der ISS so machen kann.

Die Daten stehen wieder im Bild drin.

Ein Sternen-Selfie

Und da an diesem Tag meine Frau auch schon auf den Beinen war, habe ich auch noch gleich ein Sternen-Selfie aufgenommen. Das hat Spaß gemacht.

StarSelfie

Als Hobbyastronom musste ich natürlich auch gleich noch die Sternzeichen einbauen. Diese und den Mond sieht man im Hintergrund.

Fazit

Es war eine tolle Astrowoche und die Bilder sind einfach super geworden. Ich bin wirklich gespannt was so in Zukunft noch alles am Himmel geht.

Alles was Ihr in diesem Artikel seht ist ohne Teleskop aufgenommen. Ihr könnt also sehen, dass schon sehr viel Astronomie auch ohne großes Equipment funktioniert.

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