Der Herbstanfang 2014 mal astronomisch betrachtet

Herbstanfang - © Jag_cz - Fotolia.comViele Menschen mögen den Herbstanfang nicht und trotzdem können wir diesen nicht verhindert. Er bedeutet das die warme Jahreszeit zu einer kalten Jahreszeit wechselt und auch das die Tage immer kürzer werden und das dunkle Wetter uns bald erreicht.

Wer sich den Herbstanfang, der heute am 23.9.2014 ist, aber mal von der astronomischen Seite betrachtet, stellt fest das dieser Tag auch sehr interessant sein kann. Ich möchte Euch einfach mal mitnehmen und beschreiben was der heutige Tag so mit sich bringt.

Unsere Vorfahren kannten diesen heutigen Tag sehr gut. Durch Beobachtung des Himmels konnten Sie auf den Herbstanfang schließen. Das ist durch die heutige Technologie und dadurch das die Menschen nicht mehr den Himmel betrachten und dokumentieren verloren gegangen.

Natürlich wissen wir nun das der heutige Tag den astronomischen Herbstanfang repräsentiert. Das liegt zum einen daran, dass die Sonne heute den Himmeläquator von Norden nach Süden durchschreitet und das der heutige Tag auch Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche (Sekundäräquinoktium) genannt wird.

Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche

Ich finde ja diesen Namen immer wieder etwas merkwürdig, aber er beschreibt genau das was heute um 04:29 Uhr (MESZ) passiert ist.

Der Tag und die Nacht sind am heutigen Tage genau gleich Lang. Ab Morgen oder besser ab heute Nacht übernimmt die Nacht das Kommando und wird den Tag nach und nach verdrängen. Die Nächte werden also immer länger.

Jahreszeiten99 DE2.jpg

Foto: wikipedia.de

Unsere Vorfahren kannten diesen Tag und auch die anderen 3 sehr interessanten Tage, die unsere Jahreszeiten markieren.

Das länger werden der Nächte wird nun bis zum 21. Dezember immer weiter voranschreiten. Ab dem 22. Dezember wird sich dann alles wieder drehen und die Nächte werden wieder langsam kürzer und der Frühling wird sich dann am 21. März mit der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche ankündigen.

Das ist also der Punkt im Weltraum an dem die Erde auf der anderen Seite der Sonne stehen wird und die Sonne wieder am Himmelsäquator vom Süden auf den Norden wechselt. Also unsere Halbkugel  mehr erwärmt.

Es wird kälter

Viele Menschen denken ja immer noch bis heute, dass die Jahreszeiten von der Entfernung der Erde zur Sonne abhängt. Ich hoffe das Ihr nun nicht dazu gehört.

Trotzdem wird man im Freundes- und Bekanntenkreis diese Antwort immer wieder hören. Probiert es mal aus und fragt einfach mal herum.

Die Antwort könnt Ihr natürlich geben und es lässt sich auch recht einfach erklären. Würden die Jahreszeit vom Abstand zu Sonne abhängen, wäre ja mit zunehmendem Abstand der Erde zur Sonne auf der gesamten Erde Winter. Bei nahem Stand zur Sonne wäre natürlich überall Sommer. Dem ist aber nicht so. Schließlich wechseln wir uns mit den Jahreszeiten auf der Südhalbkugel ab. Ist bei uns auf der Nordhalbkugel Sommer, ist es auf der Südhalbkugel Winter und anders herum.

Es kann also nicht mit einem Abstand zusammen hängen, da sonst alle die gleiche Jahreszeit haben.

Es liegt an der Schrägstellung der Erde im Raum. Die Erde ist um 23,4° zur Sonne geneigt.

Ist die Südhalbkugel der Sonne näher zugewandt als die Nordhalbkugel, dann ist dort Sommer und bei uns Winter. Seht Euch das Bild zum 21. Dezember an. Dort sieht man es sehr deutlich. Andersherum natürlich am 21. Juni. Dort haben wir Sommer und die anderen (Südhalbkugel) Winter. Und heute am 23. September gibt es quasi Gleichstand. Am 21. März natürlich auch. Das sind die beiden Tag-Nacht-Gleichen.

Und damit Ihr Euch auch die Jahreszeiten per Video erklären könnt, hab ich hier eine schöne Doku des SWR herausgesucht:

So damit wisst Ihr nun auch was unsere Vorfahren durch einfache Beobachtungen und Messungen der Tages- und Nachtlängen herausgefunden haben.

Ich wünsche Euch damit einen tollen Herbstanfang und hoffe das uns die Sonne noch ein wenig wärme schenken wird.

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