#30AstroFacts – Ein Projekt mit astronomischen Fakten

AstroFacts1Dieses Projekt ist eine sogenannte “Bettidee”. Abends wenn ich mich zum schlafen lege, denke ich oft an den vergangenen Tag und so geistern mir oft unausgegorene Ideen durch den Kopf. Ab und zu  gibt es aber ein Geistesblitz. So auch vorgestern und falls ich nicht zu müde bin springe ich oft auf und trage die Idee in mein Ideenbuch ein.

Gestern Abend war es mal wieder so weit und so manches Mal muss man die Idee einfach umsetzen. Da die Umsetzung nicht ganz so schwer ist, werde ich das auch gleich tun. Mit diesem Artikel ist der erste Schritt getan.

Was nun genau in dem Projekt passiert und wie das ganze Abläuft erfahrt Ihr in diesem Artikel.


#30AstroFacts – Das Projekt

#30AstroFacts – ist der Name der Idee und es geht um 30 astronomische Fakten an den folgenden 30 Tagen zu posten. Warum dieser komische Namen? Ganz einfach der Name ist ein sogenannter HashTag, denn es wird ein Twitter-, Facebook- & Blog-Projekt bei dem ein HashTag dazu dient die Infos und Nachrichten zu diesem HashTag zusammen zu fassen.

Nun sollen 30 Tage lange astronomische Fakten präsentiert werden. In einer recht kurzen Form passiert das bei Twitter. Dort kann man diese Fakten dann unter #30AstroFacts nachlesen.

In etwas längerer Form erscheinen dann die astronomischen Fakten auf den entsprechenden Facebook-Profilen und natürlich werden die Fakten hier gesammelt und entsprechend auch verlinkt. Dazu müsst Ihr nur nach ganz unten scrollen.

Mittlerweile gibt es auch schon einige Projektpartner, die ich Euch hier kurz präsentieren möchte. Auf deren Twitter und Facebook-Profilen könnt Ihr die Fakten natürlich auch nachlesen.

Projektpartner

Natürlich gehören auch Projektpartner zu einem solchen Vorhaben. Schließlich sollen die AstroFacts, also die astronomischen Fakten, an möglichst viele Menschen gehen.

Im Moment nehmen die folgenden Projektpartner hier teil:


URANIA-Planetarium Potsdam

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Webseite

Facebook Seite

Twitter Profil


Planetarium am Insulaner und Wilhelm Foerster Sternwarte

imageWebseite

Facebook Seite

Twitter Profil (Monika Staesche)


ZGP_Logo_0708_ZGPZeiss Großplanetarium (Berlin)

Webseite

Facebook Seite

Twitter Profil (Tim Florian Horn)

 


Mitmachen erlaubt

Übrigens könnt Ihr auch gern bei dem Projekt mitmachen. Verbreitet einfach den aktuellen AstroFact in Euren Netzwerken.

Bei Twitter und Facebook findet Ihr den AstroFact immer unter dem HashTag #30AstroFacts oder Ihr geht auf das Social-Media-Profil der Partner (siehe oben) oder eben auf meines @gottie29 und schaut dort nach.

Ihr könnt natürlich auch auf die Facebook-Seite gehen und den AstroFact des Tages dort weiterleiten und auch auf Gefällt mir drücken.

Mein Facebook-Profil findet Ihr hier Clear Sky-Blog bei Facebook und die der Partner oben im Partner-Block.

Partner werden

Und natürlich könnt Ihr ebenfalls Projektpartner werden. Dazu kontaktiert mich bitte unter info[at]clearskyblog.de.

Denkt aber bitte dran: Wer hier mitmacht sollte jeden Tag (auch am Wochenende) den AstroFact veröffentlichen können. Es wäre sehr Schade wenn dann mitten im Projekt der Partner abspringt oder mal 2 Tage aussetzt.

Die Facts

Hier werden dann nach und nach alle Facts der Tage eingetragen. Natürlich soll das Wissen ja nicht irgendwo verloren gehen und man soll es hier nachlesen können. Außerdem sollen hier auch entsprechende Links zum weiterlesen und nachverfolgen erscheinen.

Fact1: 20.11.2014 – Saturnringe

Kurzform für Twitter:

Fact1: Der Gas-Planet Saturn besitzt >100.000 Ringe mit unterschiedlichen Zusammensetzungen und Farben

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#30AstroFacts
Fact1: Der Gas-Planet Saturn besitzt >100.000 Ringe mit unterschiedlichen Zusammensetzungen und Farben #30AstroFacts
Bekannt sind den meisten Hobbyastronomen die Ringe A und B, da man diese schon in kleineren Teleskopen sieht.
Viele der Ringe werden in Bereiche eingeteilt. Diese Bereiche werden in der Reihenfolge Ihrer Entdeckung bezeichnet als D-, C-, B-, A-, F-, G- und E-Ring
(Bildquelle: NASA/JPL/Space Science Institute)

Mehr zu den astronomische Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://www.clearskyblog.de/2014/11/20/30astrofacts-ein-projekt-mit-astronomischen-fakten/

Links:

Saturnringe bei Wikipedia

NASA Saturn Rings: Bildergalerie


Fact2: 21.11.2014 – Das Lichtjahr

Kurzform für Twitter:

Fact2: Das Lichtjahr ist keine Zeit sondern einen Entfernungsangabe. 1 Lichtjahr entspricht 9.460.730.472.580,8 km #30AstroFacts

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#30AstroFacts
Fact2: Das Lichtjahr ist keine Zeit sondern einen Entfernungsangabe. 1 Lichtjahr entspricht 9.460.730.472.580,8 km

Das ist also die Strecke die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Dabei reist das Licht mit einer Geschwindigkeit von 299.792,458 km pro Sekunde durch das Weltall. Da die Zahlen zur Angabe der Entfernung im Universum einfach zu groß werden, wurde das Lichtjahr, die Lichtstunde, die Lichtminute und die Lichtsekunde als Entfernungsangaben eingeführt.

Beispiele für die Entfernungen sind:

  • Die mittlere Entfernung von Erde und Mond beträgt ca. 1,3 Lichtsekunden
  • Die Erde ist von der Sonne im Mittel ca. 500 Lichtsekunden bzw. 8,3 Lichtminuten entfernt
  • Der sonnennächste Stern, Proxima Centauri, ist ca. 4,2 Lichtjahre entfernt

Mehr zu den astronomische Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://www.clearskyblog.de/2014/11/20/30astrofacts-ein-projekt-mit-astronomischen-fakten/

Links

Lichtjahr bei Wikipedia.de

Um das Gefühl für Abstände zu bekommen, empfehle ich jedem diese Seite anzuklicken.

If the Moon were only 1 Pixel


Fact3: 22.11.2014 – Die Andromedagalaxie

See Explanation.  Clicking on the picture will download
 the highest resolution version available.

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Fact3: Die Andromedagalaxie (M31) ist unser Nachbar und “nur” 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt #30AstroFacts http://bit.ly/1zGvkUU

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Fact3: Die Andromedagalaxie (M31) ist unser Nachbar und “nur” 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt

Die Andromedagalaxie wird auch oft als Andromedanebel bezeichnet. Sie ist eine Spiralgalaxie und bewegt sich mit ca. 1 Million Kilometer pro Stunde auf uns Sonnensystem zu. Das liegt aber auch daran das unsere Sonne sich um das Zentrum der Milchstraße dreht und dadurch aktuell auf Andromeda zustrebt.

Die sichtbare Scheibe der Andromedagalaxie besitzt einen Durchmesser von ca. 140.000 Lichtjahre und umfasst ungefähr 1 * 10^12 Sterne (1.000.000.000.000 Sterne = 1 Billion Sterne)

Mehr zu den astronomische Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Credit: GALEX, JPL-Caltech, NASA)

Links

Andromedagalaxie bei Wikipedia



Fact4: 23.11.2014 – Merkur

Mariner 10's Mercury (click to enlarge)

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Fact4: Merkur ist innerster Planet in unserem Sonnensystem und besitzt Temperaturen auf der Oberfläche von -173° C bis +427°C #30AstroFacts

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#30AstroFacts
Fact4: Merkur ist der innerster Planet in unserem Sonnensystem und damit am nächsten an der Sonne dran. Dadurch besitzt seine Oberfläche Temperaturen von -173° C bis +427°C.

Durch seine Nähe zur Sonne ist Merkur nur schwer von der Erde aus zu beobachten. Merkur selbst zählt zu den erdähnlichen Planeten.

Seine Oberfläche ähnelt sehr stark der unseres Mondes und ist von Kratern übersät. Die Raumsonde Mariner 10 nahm das Bild von der Merkuroberfläche auf.

Mehr zu den astronomische Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Quelle: NASA)

Links:

Merkur bei Wikipedia

Merkur bei NASA


Fact5: 24.11.2014 – Sonne

Der heutige AstroFact kommt von unserem Projekt-Partner Planetarium am Insulaner und Wilhelm Foerster Sternwarte (Webseite). Ihr findet den aktuellen Fact daher auch auf der Facebook Seite und dem Twitter Profil.

Kurzform für Twitter:

Fact5: Die Sonne, unser Stern, ist von ihrem Volumen her ca. 1,3 Millionen mal so groß wie unsere Erde. #30AstroFacts http://bit.ly/1zGvkUU

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#30AstroFacts

Fact5: Die Sonne, unser Stern, ist von ihrem Volumen her ca. 1,3 Millionen mal so groß wie unsere Erde. Ihr Durchmesser beträgt das 109fache.

In Zahlen ausgedrückt:

Das Volumen der Sonne beträgt 1,4123*10 hoch 18 Kubikkilometer, ihr Durchmesser am Äquator 1.392.684 km. Damit ist die Sonne größer als alle Planeten in unserem Sonnensystem zusammengenommen.

Das Bild macht den Größenunterschied besser begreifbar – es gibt viele Sonnenflecken (kühlere Stellen auf der Sonne), die größer sind als unser gesamter Heimatplanet.

Das Sonnenbild wurde mit dem Tool http://helioviewer.org/ erstellt, bei dem man verschiedene aktuelle Bilder der Sonne miteinander vergleichen/kombinieren und auch Größenvergleiche einbinden kann.

(Quelle: helioviewer.org)

Links:

http://helioviewer.org/



Fact6: 25.11.2014 – Venus

Kurzform für Twitter:

Fact6: Venus war der erste Planet, von dem eine Raumsonde im Vorbeiflug Daten übermittelte: Mariner 2 am 14.12.1962. #30AstroFacts

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#30AstroFacts
Fact6: Venus war der erste Planet, von dem eine Raumsonde im Vorbeiflug Daten übermittelte: Mariner 2 am 14.12.1962.

Schon am 20. Mai 1961 hatte zwar die sowjetische Venera 1 die Venus passiert – da aber zu ihr bereits im Februar der Funkkontakt abgebrochen war, konnte sie keine Daten übermitteln.
Während des Vorbeifluges in 34.762km Entfernung scannte Mariner 2 ca. 42 Minuten lang die Atmosphäre und die von dichten Wolken bedeckte Oberfläche des Planeten. Die Daten bestätigten erdgebundene Messungen, dass die Temperaturen auf der Venusoberfläche bei mindestens 425 °C liegen. Außerdem ergab sich aus den Messungen, dass Venus extrem langsam in entgegengesetzter Richtung zu den meisten Planeten des Sonnensystems rotiert, dass ihre Atmosphäre größtenteils aus Kohlendioxid besteht, auf der Oberfläche ein enorm hoher Druck herrscht und die Venus kein oder nur ein extrem schwaches Magnetfeld besitzt. Auch Daten zum Sonnenwind und zum interplanetaren Staub wurden gesammelt.

Mariner 2 wog 202,8 kg, davon entfielen nur 18,6 kg auf die Experimente.
Übrigens: Aufgrund einiger Defekte wäre die Mission fast gescheitert – als die Messinstrumente dennoch Daten lieferten, schmunzelte man bei der NASA, die Abkürzung JPL stünde wohl für „Just Plenty of Luck“.

Die letzte Transmission von Mariner 2 erhielt man am 3. Januar 1963, nachdem die Sonde am 27.12.1962 seinen sonnennächsten Punkt passiert hatte. Mariner 2 befindet sich noch immer in einem Orbit um die Sonne.
(Bild: JPL/NASA)

Links:

Mariner bei Wikipedia

Venus bei Wikipedia


Fact7: 26.11.2014 – Jupiter’s Monde

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Fact7: Der größte Planet Jupiter in unserem Sonnensystem besitzt 67 bekannte Monde. 4 davon nennt man die “Galileischen Monde” #30AstroFacts

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#30AstroFacts
Fact7: Der größte Planet in unserem Sonnensystem besitzt 67 bekannte Monde. 4 davon nennt man die “Galileischen Monde”.

Dass nicht nur der Planet Erde einen Mond besitzt wissen die Menschen schon seit der Zeit Galileo Galileis. Schließlich beobachtete er im Jahr 1610 die 4 nach Ihm benannten Jupiter-Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto.

Dass es bei den 4 Monden aber nicht blieb, konnte sich auch Galileo Galilei nicht vorstellen. Mittlerweile kennt man 67 Monde die zu dem großen Gasplaneten Jupiter gehören. Die 4 (Haupt)monde haben einen Durchmesser von 3122 bis 5262 km und sind damit die größten Objekte um Jupiter herum.

Es gibt vier weitere Monde mit Durchmessern zwischen 20 und 131 km. Alle weiteren Monde sind kleine und kleinste Objekte mit Durchmessern zwischen 1 und 85 km.

Auf dem Bild sieht man die 4 Galileischen Monde Jupiters (von oben nach unten: Io, Europa, Ganymed, Kallisto)

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Bildquelle: NASA/JPL)

Link: Jupitermonde bei Wikipedia


Fact8: 27.11.2014 – Raumsonde New Horizons

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Fact8: Die Raumsonde NEW HORIZONS erreicht in 229Tagen Ihre größte Annährung an den Zwergplaneten Pluto & macht erstmals Fotos #30AstroFacts

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Fact8: Die Raumsonde NEW HORIZONS erreicht in 229Tagen Ihre größte Annährung an den Zwergplaneten Pluto & macht erstmals Fotos

Die NASA Raumsonde New Horizons wird uns am 14.07.2015 erstmals detaillierte Aufnahmen des Zwergplaneten Pluto liefern. Gestartet wurde die Sonde schon im Jahr 2006 und nach Ihrem Vorbeiflug an einem Asteroiden (132524 APL) und einem Beschleunigungsmanöver (Swing-By) am Jupiter 2007 begab sich die Sonde auf den Weg zum Zwergplaneten Pluto.

imageDie Sonde selbst wird nicht in eine Umlaufbahn um Pluto einschwenken. Sie wird also “nur” am Zwergplaneten mit einem Abstand von 9600 km vorbeifliegen und macht sich dann auf den Weg in den Kuiper-Gürtel.

Einen Zeitcounter findet man auf der New Horizons-Seite der NASA.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Credit: Image of the New Horizons Pluto Kuiper Belt Flyby spacecraft nssdc.gsfc.nasa.gov)

Links:

New Horizons bei NASA

New Horizons bei Wikipedia


Fact9: 28.11.2014 – Reise zum Mars

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Fact9: Um mit einem Flugzeug (800km/h) zum Mars zu fliegen, bräuchte man 7,9 Jahre (minimale Dist. 55,76 Millionen Kilometer) #30AstroFacts

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Fact9: Um mit einem Flugzeug (800km/h) zum Mars zu fliegen, bräuchte man 7,9 Jahre (minimale Dist. 55,76 Millionen Kilometer)

Diese minimale Distanz von 55,76 Millionen Kilometer zwischen Erde und Mars trat am 28. August 2003 auf und war seit 60.000 Jahren der geringste Abstand.

Natürlich fliegt niemand mit einem Flugzeug zum Mars oder anderen Himmelsobjekten. Aber man kann sich dadurch besser die Entfernungen vorstellen.

Zum Mond würden wir mit dem Flugzeug zum Beispiel 480 Stunden benötigen und das bei einem Abstand von 384.000 km. Das entspricht einer Reisezeit von 20 Tagen. Astronauten im Apollo-Programm (Apollo 8) haben dafür gerade einmal 3 Tage benötigt.

Möchte man mit einem Flugzeug zum Beispiel unsere Sonne umrunden, wäre man 72 Tage unterwegs. Die Sonne ist dabei noch ein recht kleiner Stern. In dem Video sieht man einmal die Größenverhältnisse von Planeten und Sternen.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

 

Links:

How big we are in the Universe (Youtube)


Fact10: 29.11.2014 – Milchstraße

Der heutige AstroFact ist eine Frage meiner Frau.

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Fact10: Unsere Milchstraße besitzt Schätzungsweise 100 bis 300 Milliarden Sterne. Sie hat einen Durchmesser von ca. 100.000 LJ #30AstroFacts

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#30AstroFacts
Fact10: Unsere Milchstraße besitzt Schätzungsweise 100 bis 300 Milliarden Sterne. Sie hat einen Durchmesser von ca. 100.000 LJ

Unsere Milchstraße ist nicht nur etwas Besonderes weil wir darin Leben. Schon der Name allein ist etwas Außergewöhnliches. Bei einem sehr dunklen Himmel ähnelt die Milchstraße einem Pinselstrich und da man in der Antike nicht wusste was es ist, gab man Ihr den Namen galaxias

Daher stammt auch der heutige Name Galaxis. Galaxis ist dabei von dem Wort gala abgeleitet. Dieses bedeutet Milch. Mit diesem Begriff “milchig” ist daher der Name unserer Galaxie schon sehr früh mit Milchstraße verwandt.

Die Milchstraße ist nach heutigen Schätzungen 3.000 bis 16.000 Lichtjahre dick und hat einen Durchmesser von 100.000 bis 120.000 Lichtjahre.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Credit: Stefan Gotthold, 15. HTT, www.clearskyblog.de)

Link:

Milchstraße bei Wikipedia

Bilder der Milchstraße beim 15. HTT


Fact11: 30.11.2014 – Regen auf Venus

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Fact11: Die Venus besitzt ebenso wie die Erde eine Atmosphäre mit Wolken. Dort besteht der Regen aber aus Schwefelsäure. #30AstroFacts

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Fact11: Die Venus besitzt ebenso wie die Erde eine Atmosphäre mit Wolken. Dort besteht der Regen aber aus Schwefelsäure.

Die Atmosphäre der Venus ist in vielerlei Hinsicht sehr interessant. So besteht die Atmosphäre zu 96% aus Kohlendioxid, 3,5% Stickstoff und 0,5% Schwefeldioxid, Schwefelsäure, Wasserdampf und Argon.

Die Atmosphäre ist so dicht, dass am Boden der Venus der Druck 92bar beträgt. Das entspricht einer Wassertiefe von über 900 Meter auf der Erde.

Die Wolkenschicht der Venus befindet sich in einer Höhe von ca. 50 bis 70 km und besteht zu 75% aus Schwefelsäure. Diese liegt in kleinen Tröpfen (Regen) vor. Dieser Regen kommt aber nicht bis zur Oberfläche der Venus, sondern verdampft vorher und steigt wieder auf.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

Link:

Venus bei Wikipedia

Venus bei astropage.eu


Fact12: 01.12.2014 – Jupiters großer roter Fleck

Jupiter's trademark Great Red Spot

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Fact12: Der Große Rote Fleck auf Jupiter ist ein Wirbelsturm der das erste mal 1664 beobachtet wurde #30AstroFactshttp://bit.ly/1zGvkUU

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Fact12: Der Große Rote Fleck auf Jupiter ist ein Wirbelsturm der das erste mal 1664 beobachtet wurde.

Der Sturm hält damit schon seit 350 Jahren und länger an. Entdeckt wurde er von dem englischen Naturforscher Robert Hook. Erstaunlich ist das der Sturm sich kaum in der Position ändert. Obwohl Jupiter ein Gasplanet ist bleibt der Sturm zwischen zwei Wolkenbändern auf ca. 22° südlicher Breite.

Würde man die Erde zum Jupiter transportieren, könnte man sehen das das Oval des Sturms ungefähr 2 Erddurchmessern entspricht. Man könnte also unseren Planeten mehr als nur locker in diesem Sturm versenken.

Wegen seiner Größe kann man den Sturm oder diesen Großen Roten Fleck schon mit Amateurteleskopen beobachten. Auch wenn sein Name es andeutete ist der GRF kein leuchten roter Fleck. Über die Zeit hinweg kann sein Rot sogar stark verblassen und sein Durchmesser kann sich ebenso ändern. Im Mai 2014 maß die NASA die bisher kleinste jemals gemessene  Ausdehnung des Flecks mit gerade einmal 16.500 Kilometern. Man vermutet eine Wechselwirkung mit kleineren sich berührenden Stürmen.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Credits: NASA / JPL)

Links: Großer Roter Fleck von Jupiter bei Wikipedia


Fact13: 02.12.2014 – Sterne am Himmel

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Fact13: Unter einem dunklen Himmel sieht man mit dem bloßen Auge ca. 3000 Sterne. In einer Stadt reduziert sich das bis auf 50 #30AstroFacts

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Fact13: Unter einem dunklen Himmel sieht man mit dem bloßen Auge ca. 3000 Sterne. In einer Stadt reduziert sich das bis auf 50.

Die Annahme, dass man am Himmel Millionen Sterne sieht, ist nicht ganz richtig. Am Himmel kann man ca. 6.000 Sterne sehen. Davon entfällt die Hälfte auf die südliche Halbkugel der Erde. Damit bleiben für uns ca. 3.000 Sterne die eine Helligkeit besitzen, so dass man diese mit dem bloßem Auge auch sehen kann.

Bei der Helligkeit der Sterne spricht man von Magnituden (kurz „mag“, früher auch m). In der Literatur findet man auch Angaben wie Größenklasse oder einfach Größe.

Die Magnitude bzw. die Helligkeit der Sterne ist in eine logarithmische Skala eingeteilt. Unter einem sehr dunklen Himmel kann man mit dem bloßen Auge eine Helligkeit von 6. Größe erreichen. Das gibt es aber recht selten und in einer Stadt ist das unmöglich.

Hier gibt es Gebiete da erreicht man kaum die 2. Größe. Dies entspricht einer Sternanzahl von ca. 50-70 Sternen am Himmel. Fotografisch kann man hier natürlich wesentlich mehr erreichen.

Außerdem wird die Helligkeit umgekehrt angegeben. Je heller ein Stern oder ein Himmelsobjekt ist, desto kleiner wird die Zahl. Also ist –6 mag wesentlich heller als +6 mag.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Bild-Credits: Clear Sky-Blog)


Fact14: 03.12.2014 – Apollo 8

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Fact14: Apollo 8 war die erste bemannte Mission zu einem Himmelskörper & der Blick dreier Menschen hinter den Mond #30AstroFacts #Earthrise

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Fact14: Apollo 8 war die erste bemannte Mission zu einem Himmelskörper und der Blick dreier Menschen hinter den Mond

Dabei entstand nicht nur neues Kartenmaterial und das Verständnis wie es hinter dem bis dato noch recht unerforschten Mond aussah, sondern es wurde auch eines der berühmtesten Fotos eines Erdaufgangs (Earthrise) erstellt.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Bildquelle: NASA)


Fact15: 04.12.2014 – Proxima Centauri

Der heutige AstroFact kommt von unserem Projekt-Partner URANIA-Planetarium Potsdam (Webseite). Ihr findet den aktuellen Fact daher auch auf der Facebook Seite und dem Twitter Profil.

 brilliant blue-white star with x-shaped lens flare

(Bildquelle: NASA – Hubble’s New Shot of Proxima Centauri)

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Fact15: Der nächste Stern von unserer Sonne ist Teil der 3fach-Sternsystems Proxima Centauri mit einer Entfernung von 4,24 LJ  #30AstroFacts

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Fact15: Der nächste Stern von unserer Sonne ist Teil der 3fach-Sternsystems Proxima Centauri mit einer Entfernung von 4,24 Lichtjahren.

Er befindet sich im Sternbild Zentaur.

Mit bloßem Auge kann man nur den Doppelstern Alpha Centauri beobachten. Proxima Centauri befindet sich ein kleines Stückchen daneben und hat nur eine scheinbare Helligkeit von 11,05mag. Das liegt weit entfernt von der Sichtbarkeitsgrenze des bloßen Auges.

Da er uns trotz seiner Nähe so dunkel erscheint, kann man sich gut vorstellen, dass Proxima Centauri viel kleiner als unsere Sonne ist. Er besitzt nur etwa 12,3% der Sonnenmasse.

Ob Proxima Centauri wirklich durch Anziehungskraft an Alpha Centauri gebunden ist, ist noch nicht mit Sicherheit geklärt. Vielleicht befindet er sich nur im Vorbeiflug.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU


Fact16: 05.12.2014 – Saturns mittlere Dichte

photo of a large orange Saturn orbited by 5 smaller mmons

Der heutige AstroFact kommt wieder von unserem Projekt-Partner URANIA-Planetarium Potsdam (Webseite). Ihr findet den aktuellen Fact daher auch auf der Facebook Seite und dem Twitter Profil des Planetariums.

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Fact16: Die mittlere Dichte Saturns ist so gering, dass dieser auf Wasser schwimmen würde, wenn die Badewanne groß genug wäre. #30AstroFacts

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#30AstroFacts

Fact16: Die mittlere Dichte Saturns ist so gering, dass dieser auf Wasser schwimmen würde, wenn die Badewanne groß genug wäre.

Die Dichte eines Materials berechnet man, indem man Masse durch Volumen teilt, also z.B. Gramm durch Kubikzentimeter.

Bei Wasser beträgt die Dichte genau 1 g/cm³, Eisen hat 7,87 g/cm³ und Holz 0,45-0,75g/cm³ je nach Holzart.

Bei Planeten kann man nur eine mittlere Dichte angeben. Unsere Erde ist dabei Spitzenreiter mit 5,52 g/cm³ knapp gefolgt vom Merkur mit 5,43 g/cm³.

Die Gasplaneten haben, wie man sich vorstellen kann, eine viel geringere Dichte:

Jupiter hat im Mittel 1,33 g/cm³ und Saturn nur 0,69g/cm³.

Saturn ist also der einzige Planet mit einer geringeren Dichte als Wasser, er würde somit oben schwimmen. Wir wissen jetzt auch, dass es nicht an seinem schönen "Schwimmring" liegt.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Bildquelle: NASA History)

Link: NASA History: Giant Planets


Fact17: 06.12.2014 – Hubble Deep Field

Hubble-DeepField-Fotocollage

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Fact 17: Die Hubble Deep Field Aufnahme zeigt über 3.000 Galaxien. Die Region der Aufnahme beträgt gerade einmal 144 Bogensek. #30AstroFacts

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Fact 17: Die Hubble Deep Field Aufnahme zeigt über 3.000 Galaxien. Die Region der Aufnahme beträgt gerade einmal 144 Bogensekunden.

Die bekannte Hubble Depp Field-Aufnahme oder kurz HDF genannt zeigt in einer Region über 3.000 Galaxien. Also Objekte die unserer Milchstraße entsprechen oder ähneln.

Diese Region wurde im Dezember 1995 mit dem Weltraumteleskop extensiv fotografiert.

Interessant an dieser Aufnahme ist aber nicht nur die hohe Anzahl an Galaxien, sondern auch die Region selbst. Die Aufnahme entspricht einer Region mit einer Ausdehnung von 144 Bogensekunden am Himmel.

Wer sich das nicht vorstellen kann, legt einen Tennisball auf den Boden und geht 100 m zurück. Das was der Tennisball dann bedeckt ist genau die Region des Himmels die Hubble hier abfotografiert hat.

Man kann sich nun vorstellen was in unserem Universum los ist.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Bildquelle: NASA/Hubble)


Fact18: 07.12.2014 – 59% Mond

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Fact18: Der Mond zeigt uns immer die gleiche Seite. Davon aber 59%. Das liegt an der Libration. #30AstroFacts http://bit.ly/1zGvkUU

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Fact 18:Der Mond zeigt uns immer die gleiche Seite. Davon aber 59%. Das liegt an der Libration.

Die Gezeitenreibung zwischen dem Mond und der Erde führt dazu, dass der Mond uns immer die gleiche Seite zeigt. Erst mit der Raumfahrtmission Apollo 8 konnten das erstemal 3 Menschen auf die Rückseite des Mondes schauen.

Trotzdem sind es 59% der Mondoberfläche, die man von der Erde aus beobachten kann. Das liegt an der Libration des Monds.

Die Libration des Mondes ist dabei eine Taumelbewegung der Rotationsachse. Auch die Erdachse und viele andere Himmelsobjekte in unserem Sonnensystem unterliegen dieser Libration. Hier taumeln also die Achsen der Körper ebenso.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Bildquelle: Wikipedia – Libration)


Fact19: 08.12.2014 – Kometen und Asteroiden

Infographic: What's That Space Rock? (click to enlarge)

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Fact19: Kometen und Asteroiden werden unterschieden durch Ihre verschiedenen Zusammensetzungen und durch Ihre Herkunft. #30AstroFacts 

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Fact19: Kometen und Asteroiden werden unterschieden durch Ihre verschiedenen Zusammensetzungen und durch Ihre Herkunft.

Kometen bestehen aus Eis und Staub, welches sich meist in der Anfangszeit des Sonnensystems zu Kometen verklumpt hat. Daher nennt man Kometen auch schmutzige Schneebälle. Sie kommen oft von sehr weit außen und haben zum Teil stark elliptische Bahnen. Während Sie der Sonne immer näher kommen fängt das Eis an zu verdampfen und die Kometen bilden Ihre bekannten Schweife aus. Daher nennt man Kometen in der Vergangenheit auch Schweifsterne.

Einige der Kometen benötigen mehrere hundert bis tausend Jahre bis Sie einen Umlauf schaffen. Andere Kometen kommen öfters mal vorbei.

Asteroiden hingegen sind Objekte welche einen hohen felsigen und/oder einen metallischen Anteil haben. Man findet die Asteroiden im Asteroiden- oder Haupt-Gürtel. Das ist ein Gürtel aus vielen Asteroiden (> 600.000 erfasste Objekte) der sich zwischen Jupiter und Mars befindet.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Bildquelle: Infografik – NASA/JPL)


Fact20: 09.12.2014 – Vagabunden des Weltalls

Der heutige AstroFact kommt von unserem Projekt-Partner Zeiss Großplanetarium, Berlin (Webseite). Ihr findet den aktuellen Fact daher auch auf der Facebook Seite und dem Twitter Profil des Planetariums.

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Fact20: Nicht jeder Planet bleibt bei seinem Mutterstern. Es gibt ca. doppelt so viele vagabundierenden Planeten wie Sterne. #30AstroFacts

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Fact20: Nicht jeder Planet bleibt bei seinem Mutterstern. Es gibt ca. doppelt so viele vagabundierenden Planeten wie Sterne.

Im Universum wimmelt es wahrscheinlich nur so von Planemos, den vagabundierenden Planeten. Diese besondere Art eines Planeten umkreist weder einen Stern noch andere massereiche Objekte wie weiß Zwerge oder Schwarze Löcher. Sie scheinen sich völlig frei durch den Raum zu bewegen.

Man geht davon aus, dass Planemos irgendwann durch eine starke gravitative Wechselwirkung mit einem anderen Planeten aus ihrem ursprünglichen Planetensystem gestoßen wurden oder gravitativ nie an einen Stern gebunden waren.

Solche Vagabunden werden vor allem mit Hilfe des Mikrolinseneffektes festgestellt.

Anm. d. Red.: Eine Hochrechnung, bisher gefundener Planemos, lässt vermuten, dass es ca. doppelt so viele vagabundierende Planeten wie Sterne in unserer Milchstraße gibt.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Bildquelle: NASA/JPL-Caltech)

Link:

Planemos bei Wikipedia [de]

Rogue planet bei Wikipedia [en] 

Microlinseneffekt bei Wikipedia [de]


Fact21: 10.12.2014 – Polaris oder der Nordstern

Die Nr. 21 stammt von einem Astrokollegen der mir diesen Fakt über die Clear Sky-Blog-Facebookseite hat zukommen lassen. Ein herzliches Dankeschön geht dafür an Laurin P.

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Fact21: Polaris, der Stern (Nordhalbkugel) um den sich der Himmel scheinbar dreht, ist eigentlich ein 3fach-Stern-System #30AstroFacts

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#30AstroFacts

Fact21: Polaris, der Stern (Nordhalbkugel) um den sich der Himmel scheinbar dreht, ist eigentlich ein 3fach-Stern-System

Der wichtige Stern Polaris trägt gleich mehrere Namen. So wird er in unterschiedlichen Kulturkreisen auch Stella Polaris oder Nordstern genannt.

Da er der Hauptstern des Sternbilds kleiner Wagen (oder auch kleiner Bär) ist, trägt er die Bezeichnung α Ursae Minoris oder kurz α UMi.

Der Stern Polaris besteht aus mehreren Komponenten und ist ein 3fach-Sternsystem.

Der Doppelstern Polaris wurde schon 1780 von Wilhelm Herschel entdeckt. In einem Abstand von 18,4” (“ = Bogensekunden) zum Hauptstern Polaris A befindet sich sein 9mag dunkler Begleiter Polaris B.

Erst im Jahr 2006 wurde durch das Hubble Weltraumteleskop eine optische Bestätigung gegeben, dass der Hauptstern Polaris A ebenfalls ein Doppelstern ist. Die Komponenten Polaris Aa und Ab haben einen Abstand von nur 0,17 Bogensekunden.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Bildquelle: Wikipedia – Polaris-Komponenten (Gemeinfrei))

Link:

Polaris bei Wikipedia


Fact22: 11.12.2014 – MondÜbersicht1

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Fact22: Die dunklen Flecken auf dem Mond sind Mondmeere (Maria). Sie haben aber nichts mit Wasser zu tun sondern mit Lava. #30AstroFacts

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Fact22: Die dunklen Flecken auf dem Mond sind Mondmeere (Maria). Sie haben aber nichts mit Wasser zu tun sondern mit Lava.

Schaut man sich mit den bloßen Augen den Mond an, sieht man dunklere und hellere Strukturen auf seiner Oberfläche. Die dunklen Strukturen sind Mondmeere und werden auch Maria (Einzahl Mare) genannt.

In der Frühzeit der Monderforschung hielt man diese dunklen Flächen wirklich für Meere und daher wurden diese nach dem Giovanni Riccioli (Prister und Astronom, 1598-1671) als Maria bezeichnet. Tatsächlich sind es aber erstarrte Lavadecken im Innern von kreisförmigen Becken und unregelmäßigen Einsenkungen.

Das Alter der dunklen Lava (Basalt) beträgt 3,1 bis 3,8 Milliarden Jahre.

Die bekanntesten Meere sind: Mare Imbrium (Regenmeer), Mare Tranquillitatis (Meer der Ruhe) und Mare Serenitatis (Meer der Heiterkeit).

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Bildquelle: Stefan Gotthold, clearskyblog.de)


Fact23: 12.12.2014 – Alter Exoplanet

Der heutige AstroFact kommt von unserem Projekt-Partner Zeiss Großplanetarium, Berlin (Webseite). Ihr findet den aktuellen Fact daher auch auf der Facebook Seite und dem Twitter Profil des Planetariums.

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Fact23: Mit rund 12,7 Milliarden Jahre ist PSR B1620-26 b der bislang älteste bekannte Exoplanet. #30AstroFacts Mehr: http://bit.ly/1zGvkUU

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Fact23: Mit rund 12,7 Milliarden Jahre ist PSR B1620-26 b der bislang älteste bekannte Exoplanet.

In einer Entfernung von ca. 12.400 Lichtjahren umkreist dieser Gasriese ein Doppelsternsystem, bestehend aus einem Neutronenstern und einem weißen Zwerg.
Entdeckt wurde er 1994 mit Hilfe der Dopplerverschiebung im Kugelsternhaufen Messier 4, Sternbild Skorpion.

Im Vergleich: Unsere Erde wird auf etwa 4,5 Milliarden Jahre geschätzt. PSR B1620-26 b ist somit dreifach so alt wie unsere Erde.

Folglich dürften sich die ersten Planeten bereits sehr schnell, nach der Entstehung unseres Universums geformt haben. Heute schätzt man die Entstehung der ersten Sterne auf etwa 100-250 Millionen Jahre nach dem Urknall.

(Bildcredit: NASA and G. Bacon (STScI) (Quelle))

Links:

Open Exoplanet Catalogue

Wikipedia PSR B1620-26 b


Fact24: 13.12.2014 – Voyager 1

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Fact24: Die NASA-Raumsonde Voyager 1 startete am 5.9.1977 und legte bisher eine Strecke von 128,32 AE  = 19,2 Mrd. km zurück #30AstroFacts

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Fact24: Die NASA-Raumsonde Voyager 1 startete am 5.9.1977 und legte bisher eine Strecke von 128,32 AE  = 19,2 Mrd. km zurück.

Die Sonde Voyager 1 ist zur Erforschung des äußeren Sonnensystems entwickelt worden.

Momentan legt die Raumsonde jedes Jahr eine Strecke von 3,6 Astronomischen Einheiten (AE) zurück. Das entspricht einer Entfernung von ca. 540 Millionen Kilometer. Von der aktuellen Position (Stand: Juli 2014) benötigt das Licht schon über 17,5 Stunden bis es die Erde erreicht.

Aber nicht nur wegen der großen Entfernung zur Erde erlangte die Raumsonden Berühmtheit. Sie führt auch eine Goldene Platte aus Kupfer mit sich.

Der Name dieser Platte lautet: “Voyager Golden Record”. Auf Ihr sind Bilder und Audioinformationen gespeichert, die möglichen Findern eine Anleitung und Beschreibung zu und über unseren Planeten liefern sollen.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Credit: NASA / JPL  – Mainpage)


Fact25: 14.12.2014 – Temperatur der Sonnen

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Fact25: Die effektive Oberflächentemperatur der Sonne beträgt 5.778 K. Das entsprich 5.504 °C #30AstroFacts Mehr: http://bit.ly/1zGvkUU

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Fact25: Die effektive Oberflächentemperatur der Sonne beträgt 5.778 Kelvin. Das entsprich 5.504 ° C

Ein schwarz erscheinender Sonnenfleck hingegen besitzt im inneren Bereich (Umbra) eine Temperatur von ca. 4.000 °C und in dem äußeren Bereich (Penumbra) eine Temperatur von 5.000 °C. Dieser Temperaturunterschied sorgt dafür, dass man die Sonnenflecken als schwarzen Bereich auf der Sonnenüberfläche wahr nimmt.

Im Kern der Sonne besitzt diese eine Temperatur von ca. 15,6 Millionen Grad Celsius. Der Druck im inneren der Sonne liegt bei 200 Milliarden Bar. Das entspricht dem Druck der Cheops-Pyramide wenn man diese auf den Kopf einer Stecknadel stellen würde.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Bildquelle: NASA/SDO/H. Zell – Sunspot AR2192 Flare Family Portrait)

Links:

Sonne bei Wikipedia

Sonnenfleck bei Wikipedia


Fact26: 15.12.2014 – Lichtgeschwindigkeit

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Fact26: Da Licht sich mit endlichen Geschwindigkeit ca.300.000 km/s bewegt schauen wir ständig & überall in die Vergangenheit. #30AstroFacts

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Fact26: Da Licht sich mit endlichen Geschwindigkeit ca.300.000 km/s bewegt schauen wir ständig & überall in die Vergangenheit.

Licht besitzt eine endliche Geschwindigkeit von 299.792.458 m/s. Die meisten Menschen merken sich 300.000 km / Sekunde. Weil Licht aber nun genau diese Eigenschaft besitzt, sehen wir überall nur die Vergangenheit.

Bei großen Entfernungen ist uns das klar. Das Licht braucht vom Mond zur Erde etwas mehr wie eine Sekunde. Von der Sonne aus ist es dann schon 8,3 Minuten. Bis zum nächsten Stern (Proxima Centauri) sind es dann schon 4,2 Jahre.

Aber das geht auch anders herum. Eine Person die uns gegenüber steht wird gezeigt in der Vergangenheit. Und zwar 1/299.792.458 Sekunden in der Vergangenheit.

Übrigens gilt der Wert 299.792 m/s nur für das Vakuum. Materie, also auch Luft, können das Licht verlangsamen. So ist es in Bodennähe nur noch 299 710 km/s schnell.

Macht man sich nun diese Lichtgeschwindigkeit bewusst, dann stellt man plötzlich fest, dass viele der Sterne die man am Himmel sieht evtl. gar nicht mehr existieren. Zum Beispiel die Supernova aus dem Januar 2014 (SN2014/J) wurde von Astronomen beobachtet. Das Licht dieser Sternenexplosion brauchte aber aus der Galaxie M82 11,5 Millionen Jahre (+/- 0,8 Millionen Jahre) bis zu uns.

(Credit: NASA/SOFIA/FLITECAM team / Sachindev Shenoy)

Link: NASA – Supernove 2014J


Fact27: 16.12.2014 – Asteroidengürtel (Video)

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Fact27: Der Asteroidengürtel zwischen Jupiter und Mars umfasst bisher 600.000 erfasste Objekte. #30AstroFacts Video: http://bit.ly/1zGvkUU

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Fact27: Der Asteroidengürtel zwischen Jupiter und Mars umfasst bisher 600.000 erfasste Objekte.

Diese Objekt bewegen sich in einem Bereich von 2,0 und 3,4 AE. Alle Objekte zusammen besitzen eine Masse vergleichbar mit dem Uranusmond Titania. Anders ausgedrückt entspricht das 5 Prozent der Masse des Erdmondes.

Die Asteroiden in dem obigen Video werden zwar von der Bahn her wirklichkeitsgetreu dargestellt, aber die Größe der Asteroiden stimmt dabei nicht. Die anscheinend dichte Wolke aus Gesteinsbrocken würde große Lücken zeigen, könnt man dort mal eben schnell hinfliegen.

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(Videoquelle: Vimeo – Painted Stone)


Fact28: 17.12.2014 – Helium

This collage of solar images from NASA's Solar Dynamics Observatory (SDO) shows how observations of the sun in different wavelengths helps highlight different aspects of the sun's surface and atmosphere.

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Fact28: Erst 1868 fand man eine neue Spektrallinie in der Chromosphäre der Sonne. Das chem. Element Helium war entdeckt #30AstroFacts

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Fact28: Erst 1868 fand man eine neue Spektrallinie in der Chromosphäre der Sonne. Das chem. Element Helium war entdeckt.

Die Spektralanalyse macht sich die Eigenschaften des Lichts zu nutze. Für das menschliche Auge scheint Licht ein weißer Schein zu sein. In Wahrheit setzt sich das weiße Licht aus allen Farben des Lichts zusammen. Fällt dabei Licht auf einen Körper oder wird durch ein Medium geleitet, ändern sich diese Zusammensetzungen.

Auf der Grundlage von Newtons Erkenntnissen über das Licht untersuchte der deutsche Optiker Joseph von Frauenhofer (1787 – 1826) das Sonnenlicht und bemerkte in dessen Spektrum einige dunklere Linien.  Die Frauenhofer Linien waren gefunden und der Physiker Gustav Kirchhoff (1824 – 1887) konnte diese Linien 1859 erklären.

Sie entstehen dadurch, dass bestimmte chemische Elemente ein Teil des Lichts absorbieren.

Mit dieser Methode wurde auch 1868 die Sonne bei der Sonnenfinsternis untersucht und man fand eine neue Spektrallinie. Der englische Astronom Norman Lockyer stellte fest, dass sie keinem bis dahin bekannten chemischen Element entsprach.

Das Element wurde Helium genannt und sogar erst 1895 auf der Erde nachgewiesen.

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(Credit: NASA/SDO/Goddard Space Flight Center)


Fact29: 18.12.2014 – Weihnachten im Weltall

Christmas Tree ©eso

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Fact29: Weihnachtliches findet man auch im Weltall. Unter anderem mit dem Sternhaufen “Christmas Tree” o.als Feier auf der ISS #30AstroFacts

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Fact29: Weihnachtliches findet man auch im Weltall. Unter anderem mit dem Sternhaufen “Christmas Tree” o.als Feier auf der ISS #30AstroFacts

Weihnachten feiert man nicht nur auf der Erde. Auch im Weltall findet man immer wieder Weihnachtliches.

So zum Beispiel der “Christmas Tree” (Weihnachtsbaum). Dieser Sternenhaufen mit einem alter von gerade mal 6 Millionen Jahren hat natürlich auch einen offiziellen Namen. NGC2264 ist gerade einmal 1.800 Lichtjahre von uns entfernt und zählt zu den jüngsten Objekten im Weltall.

Die ISS in ihrer vollen PrachtAber auch auf der Internationalen Raumstation wird Weihnachten gefeiert. Seit dem Jahr 2000 gibt es eine permanente Crew an Bord der ISS. Da liegt es natürlich nah auch die Feiertage dort zu würdigen und Weihnachten zu feiern. Und das sogar 2mal. Schließlich feiern die Astronauten der NASA und ESA am 25. Dezember Weihnachten und die Kosmonauten am 7. Januar.

Mit dem letzten Raumtransporter im Dezember werden auch die Weihnachtsutensilien und Geschenke zur ISS transportiert.

Schaut man sich die Geschichte der Raumfahrt an, dann entdeckt man noch ein Großereignis an Weihnachten. Die Apollo 8 – Crew umrundete als erste Menschen den Mond. Das war am 24. Dezember 1968. Zu dieser Zeit gab es auch eine Liveschaltung zur Apollo 8 bei der die Schöpfungsgeschichte durch die Astronauten vorgelesen wurde. Rund 1,5 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt schauten und hörten sich dieses Ereignis an.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Bildquelle: "Christmas Tree" Sternehaufen © eso (oben); Bildquelle: NASA, Flickr (unten))


Fact30: 19.12.2014 – Die Zeitgleichung

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Die Sonne steht um 12:00 nicht immer genau im Süden (bzw. Norden), da sich die Erde verschieden schnell auf ihrer Bahn bewegt.#30AstroFacts

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Fact30: Die Sonne steht um 12:00 nicht immer genau im Süden (bzw. Norden), da sich die Erde verschieden schnell auf ihrer Bahn bewegt.

Wir sind es gewohnt, unsere Zeit exakt zu messen – Quartzuhren, Funkuhren usw.. Vor der Erfindung der Uhrwerke richtete man sich in der Zeitmessung nach der Sonne: Mittag, also die Mitte des Tages, ist der Moment, in dem die Sonne genau im Süden steht. Mit dem Aufkommen der Uhrwerke stellte man fest, dass der mit einem Uhrwerk gemessene Mittag und der Sonnen-Mittag nicht übereinstimmen. Mal ist der Sonnen-Mittag früher, mal später. Die Differenz zwischen Sonnenzeit und mittlerer Zeit nennt man Zeitgleichung, und sie kann positiv oder negativ sein. Negativ heißt, die Sonne "geht vor", positiv heißt, die Sonne "geht nach".

Warum ist das so? Es ist im Grunde eine Mischung aus zwei Effekten.

1) Die Bahn der Erde um die Sonne ist exzentrisch, also kein exakter Kreis, sondern eine Ellipse (also ein langgezogener Kreis). Johannes Kepler fand dies vor knapp 400 Jahren heraus, als er die Bahnen anderer Planeten beobachtete. Er beschrieb die Gesetzmäßigkeiten, nach denen sich die Planeten um die Sonne bewegen, in den sogenannten "Keplerischen Gesetzen". Dabei stellte er auch fest, dass sich ein Planet – also auch die Erde – umso schneller auf ihrer Bahn bewegt, je näher sie gerade der Sonne ist, und umso langsamer, je weiter entfernt.
Ist auf der Nordhalbkugel Winter, so bewegt sich die Sonne schneller, weil die Erde sich auf dem sonnennahen Teil ihrer Bahn befindet. Im Sommer der Nordhalbkugel hingegen läuft sie langsamer, weil sie den sonnenfernen Abschnitt ihrer Bahn durchläuft.
Entsprechend variiert auch die scheinbare Bewegung der Sonne vor dem Sternenhintergrund: Von etwa Juli bis Januar geht die Sonne gegenüber der mittleren Zeit vor, von Januar bis Juli geht sie nach, in einer Größenordnung von bis zu 7-8 Minuten.

2) Der zweite Effekt, der das Vor- und Nachgehen beeinflusst, ist etwas komplizierter und hängt mit der Neigung der Erdachse zu ihrer Bahnebene zusammen. Diese ist bei uns auf der Erde dafür verantwortlich, dass es überhaupt Jahreszeiten gibt. Sichtbar am Himmel wird die Neigung darin, dass die scheinbare Bahn der Sonne am Himmel -Ekliptik genannt- zum Himmelsäquator, der ein Abbild des Erdäquators am Himmel ist, um rund 23,5° geneigt ist. Entsprechend wandert die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn im Verhältnis zum Himmelsäquator nicht gleichmäßig, was ebenfalls ein Vor- und Nachgehen der Sonne gegenüber der gemittelten Zeit unserer Uhren bedeutet.

Beide Effekte muss man nun kombinieren – manchmal heben sie sich auf, manchmal kumulieren sie sich. Am Ende erhält man als Ergebnis, dass eigentlich nur an vier Tagen im Jahr – 16. April, 15. Juni, 1. September und 25. Dezember – Sonnenzeit und mittlere (Orts-)Zeit übereinstimmen, also die Sonne um 12:00 mittags genau im Süden steht. Dazwischen weicht der Sonnenstand mitunter erheblich von unserer mittleren Uhrenzeit ab. Die Extremwerte sind: 12. Februar (-14 Minuten), 15. Mai (+3 Minuten), 27. Juli (-6 Minuten) und 4. November (+17 Minuten).

Bildlich darstellen lässt sich das sehr schön mit der sog. Analemma: Fotographiert man die Sonne immer zur gleichen Zeit ein Jahr hindurch, so erhält man keine Linie, sondern eine Acht, die sehr schön das "Vorgehen" und "Nachgehen" der Sonne sichtbar macht.

Mehr zu den astronomischen Fakten findet Ihr im Clear Sky-Blog: http://bit.ly/1zGvkUU

(Bildnachweis: Anthony Ayiomamitis / (TWAN), http://apod.nasa.gov/apod/ap130922.html)


Damit endet übrigens das Projekt #30AstroFacts.

Ich werde das Projekt noch auswerten und dann die Auswertung in einem eigenen Artikel verarbeiten. Ich danke auf jeden Fall allen Beteiligten an diesem Projekt und allen Lesern der Facts.

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