Beobachtungstipp: Planetenparaden mit Mond im Januar 2016 am Morgenhimmel

imageFür Hobbyastronomen und Sternenfreunde hält der aktuelle Morgenhimmel im Januar wieder spannende Konstellationen bereit. Dabei treffen sich gleich ein paar Planeten mit dem Mond oder auch untereinander.

Hier möchte ich die Konstellationen der nächsten Tage einfach mal darstellen und vielleicht schafft es der ein oder andere Sternenfreund sich früh Morgens bei der Kälte nach draußen zu begeben.

Um sich die Konstellationen am Morgenhimmel im Vorfeld anzuschauen, verwende ich die freie und kostenlose Planetariumssoftware Stellarium (Suchbegriff Stellarium im Blog).

Hier im Blog habe ich schon mehrfach darüber berichtet und auf meinem Youtube-Kanal findet Ihr dazu auch ein Einführungsvideo.


Saturn, Venus und der Mond (07. Januar)

imageBeginnen wir mit dem Treffen von Mond, Venus und Saturn.

Am 7. Januar trifft sich der Ringplanet mit dem Liebesplanet und der abnehmenden Mondsichel. Kurz vor Sonnenaufgang kann man diese 3er-Konstellation am Morgenhimmel beobachten und fotografieren.

3 Tage vor dem Neumond sieht man die sehr schmale Sichel des Mondes leicht oberhalb der beiden Planeten.

Saturn und Venus streben dabei schon aufeinander zu.

Saturn trifft Venus (9. Januar)

Am 9. Januar treffen sich dann Venus und Saturn. Dabei kommt es zu einer recht engen Begegnung zwischen diesen beiden Planeten.

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Der Abstand von Venus und Saturn beträgt hierbei nur noch 5 Bogenminuten. Zum Vergleich. Der Vollmond besitzt eine Ausdehnung von 0,5° bzw. 30 Bogenminuten am Himmel. Die beiden Planeten kann man also locker in einem Teleskop gemeinsam beobachten oder fotografieren.

Venus, Saturn, Mars und Jupiter (19. Januar)

Zur Mitte des Monats entfernen sich Venus und Saturn wieder voneinander. Wer aber eher an der Übersichtsfotografie interessiert ist, kann gern die vier Planeten unseres Sonnensystems aufnehmen. Dabei sind Venus (unser innerer Nachbar), Mars (unser äußerer Nachbar) und die beiden Gas-Riesen Jupiter und Saturn zu beobachten.

Interessant ist hierbei aber auch die Tatsache, dass die Reihenfolge sehr gut passt. Venus, Erde (ein bisschen Horizont), Mars, Jupiter und Saturn. Damit hat man schon mal einen schönen Ansatzpunkt für den kommenden Tipp.

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Planetenparade Supreme (Ende Januar/Anfang Februar)

Wer Ende Januar und Anfang Februar am frühen Morgen aus dem Bett kommt, kann eine Planetenparade Supreme erleben. Alle mit dem bloßem Auge sichtbare Planeten können dann beobachtet werden.

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Im oberen Bild kann man aber schon eine Schwierigkeit erahnen. Der Merkur wird immer schwieriger zu beobachten sein, da die Sonnen nun immer früher aufgehen wird. Trotzdem sollte man versuchen dieser Planetenparade Supreme zu folgen.

Auch die Folgetage können sich lohnen. Schließlich läuft der Mond die Planetenparade ab.

Mond trifft Jupiter (28. Januar)

Während der Mond an der Planetenparade entlangwandert trifft er am 28. Januar auf den Mond.

Mitternacht ist die nächste Annäherung und dabei besitzen beide Himmelsobjekte nur einen Abstand von 1,4°. So kann man sich dieses Ereignis schon wunderschön in einem Fernglas anschauen.

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Mond trifft Mars (1. Februar)

Ab nun wird es schwieriger die Treffen zwischen dem Mond und den Planeten zu beobachten. In der Morgendämmerung trifft dann der Mond auf den Planeten Mars.

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Mond trifft Venus und Merkur (6. Februar)

Den Abschluss der Planetenparade mit unterschiedlichen Treffen macht dann am 6. Februar der Mond mit dem Planeten Venus und Merkur. Da dies wirklich sehr knapp vor dem Sonnenaufgang stattfindet, lässt sich dies nur noch unter erschwerten Bedingungen beobachten. Vor allem Stadtbeobachter werden hier keine Chance auf diesen Dreier haben.

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Damit schließe ich diesen Beobachtungstipp über die Planetenparade und diverse Treffen.

Ich hoffe das Wetter spielt bei Euch mit und Ihr könnt an einigen Tagen im Januar und Februar dieses Himmelsschauspiel beobachten.

Andere Weblinks:

Andere Astronomen und Infoseiten zur Astronomie haben diese Planetenparade auch schon beschrieben. Daher möchte ich die, die ich gefunden habe, hier noch einmal aufführen.

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