Kleiner Beobachtungsbericht: Jupiter im Maksutov und ein wenig StarAdventurer-Training am 12.02.106

Jup_225757_g4_ap1_Registax_PXGestern war es klar. Der Wetterbericht hatte nicht gelogen und seit der letzten Jupitersession war ich regelrecht kribbelig endlich den größten Planeten unseres Sonnensystems wieder durchs Teleskop einfangen zu können.

Nachdem ich unheimlich viele Tipps zu den beiden Artikeln, Vom Planetenvideo zum fertigen Astrobild (Anleitung Astrofotografie) – Teil 1: Analyse und stacken in Autostakkert2 und Vom Planetenvideo zum fertigen Astrobild (Anleitung Astrofotografie) – Teil 2: Schärfen mit Registax6, wollte ich diese natürlich unbedingt testen.

Außerdem musste ich die Aufnahmesoftware FireCapture Version 2.4 testen. Schließlich möchte ich diese auch noch einmal hier im Blog besprechen.


Den Start machte der StarAdventurer

Diese kleine Reisemontierung habe ich hier schon eine ganze Weile rumstehen und außer ein paar kleinen Anwendungen im letzten Jahr, nicht weiter benutzt.

Daher habe ich diesen, wie auch meine Teleskope, einfach mit meinem Kompass eingenordet und sowohl mit Walimex FishEye 8mm als auch mit dem 18-55mm-Objektiv ein wenig fotografiert.

Leider gab es in der östlichen Himmelsrichtung nur sehr wenige DS-Objekte. Daher sind die Bilder eher unspektakulär.

IMG_7580

Bild: 60 Sekunden mit ISO200

Ganz rechts im Süden kann man noch den Orion erkennen und von dort aus kamen an dem Abend auch immer mal wieder leichte Wolkenfelder rübergehuscht.

Im Baum auf der Linken Seite, kann man schon den Jupiter erkennen. Die Spielerei mit dem StarAdventure war nur ein Zeitvertreib bis Jupiter am Himmel steht.

Ich habe dann das 18-55mm-Objektiv aufgeschraubt und konnte nach einigen Einstellungen dann mal 3 Bilder a 60 Sekunden = 3min Belichtungszeit machen. 2 Dark-Frames für den Dunkelabzug habe ich auch erstellt und das ganze wurde dann mit der Software DeepSkyStacker verarbeitet.

Himmel4

Bild: 3×60 Sekunden bei ISO100.

Himmel3

Bild: Wie oben nur mit Sternbildlinien

Hier ist zum einen der Berliner Himmel nicht wirklich gut geeignet und zum anderen muss ich bei dieser Art der Fotografie noch ein wenig die Einstellungen lernen. Ich finde es jetzt nicht wirklich überragend. Aber für den Anfang reicht es.

Jupiter und FireCapture V2.4

Ich nehme es gleich vorweg. Mir ist ein Einstellungsfehler in FireCapture 2.4 passiert und daher waren die Videos extremst verrauscht.

Aber eines nach dem anderen. Neben den Bildern von Jupiter stand eigentlich die Arbeit mit FireCapture V2.4 im Vordergrund. Bisher habe ich mit der Version 2.3 gearbeitet und war eigentlich recht zufrieden.

Weiterhin wollte ich den Tipps folgen, die ich auf die oben verlinkten Artikel bekomme hatte. So hatte ich einiges zu tun und das Ergebnis finde ich auf jeden Fall schon einmal sehr toll.

FireCapture hat einige Funktionen die man für die Planetenfotografie sehr gut verwenden kann. Also habe ich eine ganze Weile mit der Software rumgespielt, bis diese meinen Bedürfnissen entsprach. Das ganze Layout ist ja anpassbar und daher habe ich geschaut was ich so brauchen und es mir in die entsprechenden Leisten gelegt.

Anschließend ging es an die Aufnahmen und hier habe ich, entgegen meines früheren Vorgehens, auch den Gain stark nach oben geschraubt. Leider ist mir hierbei nicht aufgefallen, dass genau diese Option mit die Bilder verrauschte. Beziehungsweise habe ich gar nicht daran gedacht. Ich hatte mich natürlich gewundert, bin aber nicht auf den Gedanken gekommen, diese Option wieder zurück zu schrauben. So sind die aufgenommenen Videos sehr stark verrauscht. 

Hier seht Ihr mal ein Screenshot aus einem der Videos:

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Natürlich ist mir klar, dass ich hier viele Informationen auf der Strecke hab liegen lassen. Das hätte ich besser machen müssen und beim nächsten mal wird mir das nicht wieder passieren.

Ich habe natürlich trotzdem die Videos hinterher bearbeitet und für das Rauschverhalten kam ein erstaunlich sauberer und klarer Jupiter heraus.

Jup_225757_g4_ap1_Registax_PX

Das Equipment war wieder der 5-Zoll-Maksutov mit einer 2xBarlow und der QHYCCD 5L-II monochrom.

Fazit

Die Einstellungen in FireCapture muss ich noch optimieren, aber die Software gefällt mir schon mal super. Vor allem habe ich das Gefühl das mein alter Laptop damit echt gut zurechtkommt und nicht mehr so viele Bild-Aussetzer hat.

Auch die Funktionen in FireCapture zur Fokussierung und Aufnahmesteuerung sind viel einfacher zu handhaben. Ich bin begeistert, wenn denn noch die Fehler meinerseits jetzt wegbleiben.

Der Abend war gut und ich konnte gut 2 Stunden alles Testen. Auch der StarAdventurer hat recht gute Arbeit geleistet und da es bald in Westhavelland geht, werde ich dort auf die Erfahrungen zurückgreifen können.

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