5 Dinge die Wissenschaftskommunikatoren mit SnapChat machen können

imageMein SnapChat-Experiment läuft nun ca. 1 Woche und ich habe viel gelernt. Natürlich habe ich mir als Blogger auch viele Gedanken darüber gemacht wie man SnapChat in der Wissenschaftskommunikation einsetzen kann.

Dabei kristallisieren sich mittlerweile einige Anwendungsgebiete heraus, die auch Wissenschaftskommunikatoren einsetzen könne und die Ideal in die SnapChat-Welt passen.

5 dieser Anwendungen will ich nun in diesem Beitrag beschreiben und erläutern. Es gibt aber auch einiges zu beachten und ich hoffe ich denke dabei an alles.

 

Für alle die bis heute noch keine Ahnung von SnapChat haben, sei mein erster Artikel dazu noch einmal empfohlen: Brauchen wir Snapchat in der Wisskomm?

Hier beschreibe ich die Grundlagen von SnapChat und wie es im wesentlichen funktioniert. Anschließend kann man gern hierher zurück kommen und sich die 5 Anwendungsbeispiele durchlesen.

Anwendung 1: Neuigkeiten (Blogbeiträge, Youtube-Videos …)

SnapChat eignet sich ideal für die Ankündigung von Veranstaltungen, zum verteilen von Neuigkeiten wie z.B. Blogbeiträgen oder Youtube-Videos und alles was einfach angekündigt werden sollte.

Natürlich lohnt sich das ganze nur bei einer gewissen Follower-Zahl, aber das gilt schließlich vor jedes soziale Netzwerk und daher heißt auch hier die Devise: Haut es einfach raus!

Zu beachten gilt es aber auch hier, dass Snap-Videos nicht länger als 10 Sekunden sind und auf Bildern nicht all zu viel Text erscheinen sollte, da man in der kurzen Zeit nicht viel lesen kann. Ansonsten kann man alles tun was man möchte: Ihr könnt Eure Flyer abfotografieren oder selbst 1-2 Worte zur Ankündigung sagen. Ihr könnt Webseiten, Hashtags oder anderes in die Snaps einbauen. Der Fantasie sind hier keinerlei Grenzen gesetzt.

So erstelle ich zum Beispiel Snaps wenn ein neuer Blogbeitrag erschienen ist. Hierbei könnte man natürlich auch den Spannungsbogen noch etwas weiter fassen und eine Ankündigung snappen bevor man den Artikel, das Video etc. herausbringt.

Das tun sehr viele Youtuber die mit Ihrer Strategie nicht schlecht fahren und damit natürlich die Möglichkeit nutzen, dass sich SnapChatter vorher austauschen und sich gegenseitig auf Events oder neue Beiträge hinweisen.

Anwendung 2: Eventbegleitung (natürlich neben Twitter, Facebook & Co.)

Ideal geeignet ist SnapChat für die Eventbegleitung. Natürlich kann man hier nicht auf Twitter, Facebook & Co. verzichten, aber kleine Nachrichten für Zwischendurch mit einigen Videoschnipseln sind ideal für die Begleitung eines Events.

Hierbei kann man auch sehr gut auf Hashtags und andere Infos hinweisen. Das geht gut per Text. Außerdem kommt es immer gut, wenn man einige Leute aus dem Events vor die Kamera zerrt und einfach mal ein 10 Sekunden-Statement verlangt.

Der weitere Vorteil ist, dass man bei der Vorbereitung auf das Event schon auf das SnapChat-Profil hinweisen kann. Das sollte Follower bringen die einem dann den Tag über folgen können. Schließlich gehen solche Events vielleicht mal 1-3 Tage und da sich alle Follower die Snaps 24 Stunden lang anschauen können, sind diese auch später noch sichtbar.

So snappte genau heute die DPA auf dem SnapChat-Profil dpa2016 über Ihre Chefredaktionskonferenz. Sind ein paar ganz lustige Snaps bei herausgekommen und ich bin denen gern gefolgt. 

Anwendung 3: Interessante Locations

Ein hohes Interesse besteht wohl darin das sich viele Follower fragen, wo sich der Snapchatter gerade aufhält. Bei vielen Snaps, die ich in den letzten Tagen gesehen habe, geht es um interessante Locations.

In der Wissenschaftskommunikation könnten das natürlich Labore sein oder spezielle Wissenschaftseinrichtungen wie z.B. CERN. In der Astronomie und Raumfahrt stelle ich mir natürlich die Weltraumbahnhöfe vor. Aber auch die Sternenparks in Deutschland sind sicherlich von hohem Interesse.

Aber auch Eventlocations, also Schulen oder interessante Sehenswürdigkeiten in der Nähe, scheinen hier bei Snapchat zu laufen. Da ich in meiner einen Woche SnapChat-Experiment noch nicht wirklich viele Termine hatte, kann ich wenig dazu sagen.Ab morgen geht es aber los und ich nehme meine Follower einfach mal mit in das Westhavelland. Mal schauen wie das so wird.

Anwendung 4: SnapUps (wie Tweet-Ups)

Interessant ist ja das SnapChat unverblümt und nicht so gestylt ist. “Ich zeige das was ich gerade sehe!” ist das Motto.

Daher wäre es mal ganz interessant zu sehen, wie andere SnapChatter ein Event sehen oder wie andere SnapChatter zu einem Thema Ihre Meinung snappen.

So könnte man sich, ähnlich wie bei dem TweetUp auch, mal Snapchatter zu einem SnapUp einladen. Im günstigsten Falle erreicht man so gänzlich unterschiedliche Follower und die Snaps werden doch recht häufig und intensiv angeschaut. Das kann bei Tweets schon wieder ganz anders aussehen.

Anmerkung: Ich weiß gar nicht ob es diese Idee eines SnapUps schon gibt. Gehört habe ich davon bisher nichts.

Anwendung 5: Macht eine Story

Das ist wohl die größte Stärke von SnapChat. Neben den ganzen Promi-Zeug bei SnapChat eignet sich die APP auch dafür eine kreative und tolle Story zu erstellen.

Man nimmt sich ein Thema und erstellt die unterschiedlichsten Snaps in Bild- und Videoform. Ja, auch eine Eventbegleitung per SnapChat ist eine Story oder die Location-Snaps. Man kann aber darüber hinausdenken und wenn das ganze Gut geworden ist, stellt man es einfach auf Youtube als Snap-Story ein und teilt es auf den anderen Kanälen. SnapChat erlaubt nämlich das Herunterladen der Story für den Ersteller.

Schaut doch mal selbst. Vorreiterin bei den Stories ist zum Beispiel der SnapChat-Account von Eva Schulz (hurraeva).

In dieser Story werden gleich mal 3 der obigen Anwendungen verwendet.

1. Es ist eine coole Location

2. Es ist ein Event

3. Es ist eine tolle Story.

Auch das ist natürlich möglich. Die obigen Anwendungen können natürlich auch gern gemixed werden. Das macht es umso interessanter und spannender für die Follower.

Netzwerke verknüpfen

Aber wie kommt man nun an Follower? Das war und ist für mich immer noch das große Fragezeichen bei SnapChat.

Geholfen hat hier ein wenig die Verknüpfung der Netzwerke. So findet man meinen Snap-Code mittlerweile im Blog und als Profilbild bei Twitter & Google+. Auch meine FB-Seite habe ich damit ausgestattet und die Follower-Zahl steigt nun langsam. Aber auch andere Snapchatter hinzuzufügen (adden) hilft schon sehr. Der ein oder andere Snapchatter folgt dann auch gern zurück.

Ich habe nach der einen Woche mittlerweile ca. 15 Views auf meinen Snaps. Dafür das SnapChat so gekapselt ist, finde ich das persönlich nicht schlecht. Mich würden natürlich die Views der anderen SnapChatter interessieren und bei manchen Youtubern findet man auch Zahlen dazu.

Diese kommen aber alle nicht aus der Wisskomm-Szene und daher sind diese Zahlen nicht unbedingt repräsentativ. Ansonsten lässt sich das Netzwerk SnapChat sehr schwer bewerten. Vielleicht ist es gerade deshalb so interessant für Jugendliche und junge Erwachsene.

Anders herum geht es aber natürlich auch. Ich kann auch bei SnapChat auf meinen Youtube-Kanal oder den Blog verweisen. Ich hatte es ja oben schon angesprochen. Diese Art der Verknüpfungen sollten den gesamten Mehrwert der Social-Media-Strategie liefern.

Vor allem das normale Leben spiegelt sich in SnapChat wieder. Da findet man Snaps über das Mittagessen oder Schuhe, wer sich wann wie und wo schminkt oder aber wer gerade an interessanten Projekten arbeitet.

snapchatIch persönlich bin sehr gespannt was sich in den nächsten Monaten auf dem Netzwerk tut und hoffe das einige der Wissenschaftskommunikatoren Ihren Weg zu SnapChat finden.

Aufruf

Falls Ihr interessante Acoounts bei SnapChats kennt, dann lasst es mich doch wissen. Bei Twitter habe ich heute den SnapChatMonday #SCM  ins Leben gerufen und stelle dort immer mal wieder interessante SnapChatter vor. Folgt hierbei einfach meinem Twitter-Account (gottie29) oder gleich meinem SnapChat-Profile (clearskyblog)

Nachtrag: Snapchat und Kommunikation

mannbeissthund_snapcode_thumbNatürlich folge ich vielen Snapchattern um deren Verhalten und Stories ein wenig anzuschauen und auch zu analysieren. Und ich unterhalte (chatte) mich mittlerweile auf Snapchat mit einigen Usern. Das macht Spaß und sorgt für einen regen Austausch. Unter anderem auch mit dem Blogger und Snapchatter von Mann beisst Hund. Im realen Leben auch Marcus Flatten (Snapchatname: mannbeissthund) genannt.
Bei Ihm im Blog findet man auch einen sehr lesenswerten Artikel zu Snapchat: Snapchat für Bildung und Wissenschaft?

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3 comments

  1. […] Ste­fan Gott­hold (Snap­chat Name: cle­ars­ky­blog) in sei­nem Cle­ars­ky­blog über „5 Dinge die Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­to­ren mit Snap­Chat machen kön­nen.“ Auf Snap­chat sehe ich von ihm in den letz­ten Tagen den „Astro Fact des Tages“ und […]

  2. […] wird die Nutzung von SnapChat in der deutschsprachigen Wissenschaftskommunikation heiß diskutiert. SnapChat ist eine Smartphone-App, in der man Fotos und kurze Videos aufnehmen, […]

  3. […] Stefan Gotthold (Snapchat Name: clears­ky­blog) in sei­nem Clearskyblog über „5 Dinge die Wissenschaftskommunikatoren mit SnapChat ma­chen kön­nen.“ Auf Snapchat sehe ich von ihm in letz­ter Zeit oft den „Astro Fact des Tages“ und […]

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