Das war die 1. Astro-Börse-Berlin – ein Rückblick

Das war Sie nun, die 1. Astro-Börse-Berlin. Nach einer Veranstaltung gilt es natürlich einen kurzen Blick zurück zu werfen und ein Resümee zu ziehen.

Lief alles reibungslos? Waren die Besucher und die Verkäufer glücklich? Gab es vielleicht sogar Pannen? Was kann man besser machen oder noch verändern?

Das sind Fragen die ich mir gern nach solchen Veranstaltungen stelle und die ich für ebenso wichtig finde, wie die Veranstaltung selbst. Daher möchte ich einen kurzen Blick zurück werfen und Euch an meiner persönlichen Meinung zur 1. Astro-Börse-Berlin teilhaben lassen.


Der Anfang – Idee und Umsetzung

Schon vor Monaten kam die Idee auf einen Flohmarkt für Gebrauchtes in Berlin einzurichten. Sowas gibt es halt in unserer Gegend nicht, aber wir haben viele Hobbyastronomen, die natürlich auch ebenso Sammler sind. Und daher dachten wir uns, es ist eine gute Gelegenheit, wenn diese Sammler Ihre Sachen doch anbieten könnten.

imageSo entstand die Idee der Astro-Börse-Berlin und auch die Location war schnell gefunden. Es sollte die Archenhold-Sternwarte in Treptow werden. Ein astronomisches Haus mit historischem Hintergrund. Nicht nur das hier das längste Teleskop der Welt steht, sondern auch Einstein hielt hier vor 100 Jahren Vorträge.

So verabredeten sich die beiden Vereine der Archenhold-Sternwarte/Zeiss-Großplanetarium und der Verein der Wilhelm-Foerster-Sternwarte. Und wie es oftmals bei größeren astronomischen Veranstaltungen in Berlin der Fall ist, habe ich vom Clear Sky-Blog meine Finger auch mit im Spiel gehabt.

In mehreren Treffen wurde nun also die Astro-Börse-Berlin geplant und organisiert. Schnell war auch das Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit besprochen.

Datum, Zeit, Webseite, Kommunikation, Parkplatzverwaltung, Verkäufersuche, Standaufstellung, Tische, Räumlichkeiten, Rahmenprogramm … all das will bei einer Astro-Börse bedacht werden. Es gab viel zu tun und wirklich alle Beteiligten zogen an einem Strang und die Vorbereitungen liefen absolut Problemlos ab.

Die Webseite nahm langsam Gestalt an und diente der Information für Besucher und auch der Anmeldung für Verkäufer.

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Über diverse Medien wie Facebook, Twitter, Eventkalender und Astronomie-Foren wurde immer wieder auf die Astro-Börse hingewiesen. Auch in den Häusern gab es bei den Veranstaltungen immer wieder Hinweise auf die erste Astro-Börse-Berlin. Und so ging die Zeit ins Land und der Tag der Tage rückte immer näher.

Die 1. Astro-Börse-Berlin – Der Samstag

Am 09. April 2016 war es nun so weit. Der Wettergott war uns hold und bescherte uns am Morgen des 09. April 2016 einen sonnigen Samstag.

Zwischen 11:00 Uhr und 11:30 Uhr flogen langsam die Organisatoren und Helfer der Astro-Börse bei der Archenhold-Sternwarte ein und begannen mit den Vorbereitungen. Schließlich sollte es um 14:00 Uhr los gehen.

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Ab 12:30 Uhr waren die mittlerweile 22 angemeldeten Verkäufer geladen und damit war auch unser internes Ziel von mind. 20 Verkäufern erreicht. Fleißig wie die Bienchen bauten nun alle Ihre Stände auf und legten die astronomischen Schätze bereit.

Ab 13:30 Uhr trafen dann auch schon die ersten Käufer ein und wollten auf Schnäppchenjagd gehen. Das ist natürlich sehr verständlich und bei meinen Rundgängen im Vorfeld entdeckte ich selbst schon viele schöne Dinge, die ich mir gern angeschafft hätte.

Gegen 13:45 Uhr konnten wir dann die Türen der Archenhold-Sternwarte für die mittlerweile Rund 30 eingetroffenen Besucher öffnen und die 1. Astro-Börse-Berlin starten lassen.

Zusehends füllten sich die Hallen und die Besucher verhandelten, schauten oder fachsimpelten über astronomische Themen. Ich war immer mehr damit beschäftigt mich mit bekannten und unbekannten Sternfreunden zu unterhalten, Hände zu schütteln und sogar über unseren Weltall-Forscher-Club zu reden.

Natürlich ging es auch relativ schnell in die Richtung Teleskopkauf und die Beratung dazu. So bot jemand einen 6Zoll-Spiegelteleskop mit einer äquatorialen Montierung an und es war das ideale Gerät für einen Sternfreund, der meinen Sternfreundetreff (#BBSFT) besuchte.

Mit dem Händler wurde man schnell einig und der Preis von 70 € war für ein solches Gerät wirklich eher billig als günstig. Auch die anderen Händler hatten moderate Preise an Ihren Ständen. Mehrfach hörte ich die freudigen Aussagen zu Adaptern, Filtern oder ganzen Teleskopen, dass diese auf der Astro-Börse sehr günstig waren.

Das Flohmarkt-Feeling kam sehr schnell auf und alle fühlten sich Rund um Wohl.

Hier findet Ihr einige Impressionen die ich in der knappen Zeit schießen konnte:

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Unser Rahmenprogramm mit einigen Planetariumsvorführungen war wohl auch sehr gut besucht und die Plätze wurden komplett ausgenutzt. Daher waren auch sehr viele Familien mit Ihren Kindern auf der Astro-Börse unterwegs und das freut mich ungemein.

Nach ca. 3 Stunden lichteten sich langsam die Reihen und der größte Teil des Equipments war verkauft. Ich nutze die Ruhe vor dem Abbau und sprach mit einigen Verkäufern. Bisher erhielt ich durchgängig positives Feedback aller Verkäufer.

Auf diversen Kanälen erreichte mich auch im Nachgang einige Rückmeldungen. Hier möchte ich Euch einen Beitrag von Christoph Pagel über meine Facebook-Seite zeigen.

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Das motiviert natürlich sehr und freut mich persönlich, da wir anscheinend alles richtig gemacht haben.

Um 18:00 Uhr endete die Astro-Börse-Berlin und der Abbau begann. Da alles natürlich sehr einfach aufgebaut war, ging auch der Abbau sehr schnell und gegen halb 7 waren wir mit allem schon fertig. Glücklich machte ich mich auf den Heimweg.

Ausblick

Wie oben schon einmal erwähnt, gab es häufig die Aussage das ganze auf jeden Fall zu wiederholen. Wir werden uns demnächst mit allen Organisatoren der Astro-Börse-Berlin zusammen setzen und besprechen wie es weiter geht. Der Erfolg der Astro-Börse zeigt uns aber, dass dieses Format in der Berliner Umgebung einfach fehlt und von daher stehen die Chancen sehr gut, dass es eine Wiederholung im nächsten Jahr geben wird.

Weiterhin sind natürlich bei der Astro-Börse-Berlin sehr viele Ideen entstanden. So kann man das Rahmenprogramm der Astro-Börse-Berlin noch etwas ausbauen. Auch die Einladung von etablierten Händlern kann man gern weiter angehen. Etwas mehr Aktion für Kinder würde ich mir wünschen. So kann man, wenn das Wetter wieder passen sollte, Wasserraketen starten oder aber auch die Teleskope der Archenhold-Sternwarte einmal verwenden um die Sonne zu zeigen.

Natürlich ist das alles eine Ressourcenfrage und diese muss auf jeden Fall gelöst werden. Es gibt sicherlich von den anderen Beteiligten ebenso Ideen für den Ausbau der Astro-Börse und von daher möchte ich dem Ganzen hier nicht all zu weit vorgreifen.

Fazit

Für mich und sicher auch für die anderen war die Astro-Börse-Berlin ein tolles Event. Sowohl die Verkäufer als auch die Besucher waren begeistert.

Um doch noch eine Zahl in den Raum zu werfen, wir hatten auf der Astro-Börse-Berlin mehr als 330 Besucher in den 4 Stunden begrüßen können. Das ist für das erste Mal mehr als ich persönlich erwartet hatte.

Auf diesem Wege möchte ich mich daher bei allen Helfern und Organisatoren der 1. Astro-Börse-Berlin bedanken. Auch gilt mein Dank den Verkäufern. Es ist ja nicht immer einfach sich an einen Stand zu setzen und in die harten Verhandlungen mit Hobbyastronomen und Sternenfreunde zu treten. Auch trennt man sich als Hobbyastronom (mir geht es so) sehr ungern von seinen Schätzen.

Aber auch den vielen Besuchern gilt mein Dank. Ohne diese drei Parteien – Organisatoren, Besucher, Verkäufer – wäre die 1. Astro-Börse-Berlin nicht so erfolgreich geworden.

Abschließen bleibt nur zu sagen: Tolles Astro-Event!

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