Buchbesprechung: “Was Sternbilder erzählen” von Geoffrey Cornelius

buchViel zu lange ist meine letzte Buchbesprechung schon her und daher werde ich heute mal wieder ein neues Buch in meinem astronomischen Bücherladen begrüßen.

“Was Sternbilder erzählen – Die Mythologie der Sterne” von Geoffrey Cornelius hat den Weg zu mir nach Hause gefunden. Ein Buch welches alle 88 Sternbilder erklärt und dazu noch eine mythologische Erzählung enthält.

Dieses Buch habe ich mir vornehmlich gekauft um meine Blogserie “Sternbilder für Anfänger und Fortgeschrittene” um die mythologische Komponenten zu erweitern.

Außerdem halte ich in Planetarien Vorträge zum aktuellen Sternenhimmel und dabei ist es immer gut auch ein wenig was von der mythologischen Komponente der Sternenbilder zu wissen.

Vielleicht ist es aber auch in Eurem Interesse noch viel mehr über den Sternenhimmel zu erfahren.


Was Sternbilder erzählen

Das Buch habe ich in einem Buchladen entdeckt und es einfach mitgenommen. Schließlich kann man bei 7,99 € nicht wirklich etwas falsch machen.

Wie ich oben schon geschrieben habe, hat mich vor allem die mythologische Komponenten der Sternbilder interessiert.

Der Autor Geoffrey Cornelius ist Wissenschaftspublizist und Sachbuchautor. Er wird im Umschlagtext des Buches aber eben auch als Experte auf dem Gebiet der Himmelsmythen und –sagen aufgeführt und die Beschreibungen bei einzelnen Sternbildern haben mir gut gefallen.

Auch die Illustrationen, das Auge liest eben auch mit, von Emma Harding sind sehr anschaulich und schön zu betrachten. All das hat mich zum Kauf des Buches bewogen.

Der Inhalt von “Was Sternbilder erzählen”

Kommen wir zum Inhalt des Buches. Bevor man in die einzelnen Sternbilder einsteigt, gibt es ein Vorkapitel zum nächtlichen Sternenhimmel.

Hierbei werden die Grundlagen des Sternhimmels erklärt und sehr gut beschrieben. So gibt es ein Unterkapitel zur Sternenbewegung, Mond, Sonne und Planeten. Die nördliche und südliche Hemisphäre wird ebenso beschrieben, wie die Tierkreiszeichen. Beim letzteren gibt es sogar noch die Erklärung für die Präzession und warum die Tierkreiszeichen mit den Sternbildern nicht übereinstimmen.

Sternkarten für die beiden Halbkugeln der Erde runden das Bild und den Einstieg in das Buch noch ab.

Die Sternbilder

Die Sternbilder selbst sind in zwei Bereiche unterteilt. Die Hauptsternbilder befassen sich mit den gängigen Sternbildern, die die meisten Menschen auch kennen. Andromeda, Herkules, Zwillinge oder Jungfrau sind hier beschrieben.

Der zweite Bereich, die Nebensternbilder, nehmen die eher nicht so bekannten und oftmals schwer zu findenden Sternbilder aufs Korn. Der Rabe, der Becher, die Fliege oder Der Pfau werden hier behandelt.

Zum Abschluss gibt es noch das Kapitel Die Wandelsterne. Hier werden die Himmelsobjekte wie Sonne, Mond, Planeten und weitere mythologisch besprochen.

Einzelne Sternbilder

Den Hauptteil des Buches machen aber die einzelnen 88 offiziellen Sternbilder aus. Schaut man sich diese Sternbildbeschreibungen an, dann passt jedes Sternbild auf eine Doppelseite. Was ich persönlich sehr angenehm finde.

Der Aufbau der Sternbildbeschreibung ist immer gleich.

Als erstes wird das Sternbild beschrieben. So das Sternbild Sagittarius (Der Schütze) das neunte Tierkreissternbild. Er ist ein Zentaur und damit halb Mensch und halb Pferd.

Anschließend kommt eine kurte Beschreibung wann man das Sternbild am Himmel sieht und wo sich das Sternbild befindet.

Die Hauptsterne des Sternbildes werden ebenso angesprochen, wie eben auch sehr interessante Objekte die sich in dem Sternbild befinden. So findet man den Lagunennebel M8 im Sternbild Schütze.

Eine sehr schöne Illustration des Schützen mit seinen Hauptsternen und sogar mit dem Himmelsgitter runden das astronomische Bild auf das Sternbild ab.

Anschließend folgt eine Beschreibung der Mythologie. Kurz und knapp werden die mythologischen Zusammenhänge zu dem Sternbild erklärt. Hierbei konzentriert sich der Autor aber nicht auf eine Erzählung, sondern versucht die verschiedenen kulturellen Epochen in die Beschreibung einzubeziehen.

Lesbarkeit und Anwendbarkeit

Ich muss sagen, dass dieses Buch gleich zwei Zwecke erfüllt. Zum einen kann man sich auf eine angenehme Art weiterbilden und das Buch in einem Rutsch durchlesen.

Zum anderen dient es mir als Nachschlagewerk. Ich suche mir das Sternbild meines Interesses heraus und lese den Abschnitt ohne das ich in anderen Kapiteln etwas verpasse.

Daher finde ich die Anwendbarkeit des Buch schon mal super.

Auch die Lesbarkeit ist sehr schön gemacht. Kurz und knapp und trotzdem mit vielen Informationen ist das Buch sehr leicht zu lesen.

Das Buch im Handel

buchDas Buch “Was Sternbilder erzählen” gibt es im Fachhandel oder eben auch bei den Onlinebuchhändlern. Der Preis ist völlig gerechtfertigt und wer sich für die Geschichten und Erzählungen der Sternbilder interessiert und erst einmal reinschnuppern möchte, kann das mit diesem Buch sehr gut tun.

Titel: Was Sternbilder erzählen – Die Mythologie der Sterne

Autor: Geoffrey Owens

Seitenzahl: 176

ISBN: 978-3-440-12156-6

Preis: 7,99 € bei Amazon oder im Fachhandel

Link zum Buchladen mit Leseprobe (Amazon): Was Sternbilder erzählen

Fazit

Ich habe nun schon das ein oder andere Sternbild aus meiner Sternbildserie mit den Informationen aus dem Buch erweitert.

Dabei habe ich auch noch vieles gelernt, was ich vorher über die Mythologie der Sternbilder noch nicht wusste und daher hat sich der Kauf des Buches für mich schon voll gelohnt.

Auch die anderen Kapitel enthalten viel Wissenswertes und wenn man sich den Preis einige astronomischer Bücher anschaut, ist dieses hier mit dem Inhalt eher als Schnäppchen anzusehen.

Der Aufbau und die Beschreibungen sind sehr gut gelungen und die Illustrationen können sich nicht nur sehen lassen, sondern sind wirklich sehr ansprechend.

Alles zusammen genommen, kann ich dieses Buch jedem Sternenfreund empfehlen. Es ist ein guter Einstieg in die Sternbilder und das gleich auf der astronomischen und mythologischen Seite.

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