Ankunft und warten auf das First Light

Eeeendlich, das Abenteuer geht loooos!

Nach über 24h Reisezeit mit Halt in London und Toronto bin ich am Dienstag im Hotel in Novia Scotia angekommen. Der erste Eindruck von Kanada: einfach ein gigantisch großes Land mit sehr netten Menschen. Bis jetzt gibt es leider noch nicht viel astronomisches zu berichten, jedoch genug andere interessante Dinge.
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Wir sind über den Norden nach Kanada reingeflogen und etwa eine ganze geschlagene Stunde nur über eine Eiswüste geflogen. Wahnsinn, nichts anderes als Eis, Schnee und Einsamkeit. Der Eiswüste wichen irgendwann schneebedeckte Wälder und Hügel, jedoch immer noch mit kaum menschlichem Einfluss “versehen”. Das Bild veränderte sich erst etwa eine halbe Stunde vor Toronto, als der Schnee gänzlich verschwand.
Während dem Landeanflug habe ich noch einen Blick auf die David Dunlap Sternwarte erhaschen können und natürlich ein Foto geschossen. Diese besitzt ein 1,88m Spiegelteleskop und gehört zur ansässigen Universität.
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Ich denke aber das sie wie die Berliner Sternwarten genauso mit Lichtverschmutzung der Stadt Toronto zu kämpfen haben. Laut Wikipedia wird es jedoch immer noch für Filterastronomie benutzt. Das dies möglich ist, beweist ein Berliner Hobbyastronom immer wieder aus der Stadtmitte ;)

Das war bis jetzt aber leider mein “astronomischer” Höhepunkt. Gestern hat es den ganzen Tag über geregnet, heute ist es bewölkt und die nächsten Tage sehen auch nicht besser aus. Und selbst wenn, haben wir im Moment Vollmond, was sich ja bekannterweise nicht ganz so gut zum spechteln eignet.

Erster Blick über das Equipment

Heute habe ich mir das Equipment einmal kurz angesehen und denke damit lässt es sich gut arbeiten. Ich finde es schön, dass wir ein 15×70 und ein 20×80 Fernglas haben, da sie meiner Meinung nach viel einfacher zu händeln sind als Teleskope.
Die Beobachtungsplattform liegt etwa 3min Fußweg auf einem erhöhten Holzsteg Richtung Fluß. Ich hoffe der Holzboden wackelt nicht zu sehr wenn sich etwas mehr Leute auf der Platform befinden. Vielleicht muss ich da noch Dämpfer für die Füße besorgen. Gerade bei Planeten dürfte das relevant werden. Wie sind da eure Erfahrungen mit Dämpfern unter den Füßen?

Was ich jedoch schon feststellen konnte ist, dass es in keiner Richtung am Horizont auch nur ansatzweise Lichtverschmutzung gibt. Das kann man besonders gut bei Wolken feststellen, da diese das Licht welches von der Erde aus kommt reflektieren. Der Weg zur Plattform geht ein Stück durch den Wald wo es bei Neumond natürlich so dunkel wird das man seine Hand nicht mehr vor Augen sieht. Eventuell besorge ich noch ein paar kleine rote Lämpchen und stecke sie um den Weg herum für bessere Sichtbarkeit.
Gestern habe ich die neuen Besitzer kennengelernt. Sehr freundliche und herzliche Menschen, die offen für neue Ideen sind. Die nächsten Tage werde ich mich abends mal mit ihnen zusammensetzen und meine Ideen präsentieren. Eventuell müssen wir da nochmal ein wenig Zubehör kaufen, aber das sollte kein Problem sein. Auf jedenfall freut mich die “freie Hand” die ich hier habe und das ich alles nach meinen Vorstellungen gestalten kann.

Tut mir leid das es dieses mal nur zwei Bilder gibt, jedoch wollte ich kein Bild von einer verregneten Beobachtungsplattform oder einem wolkenverhangenen Himmel einstellen, da dies nicht schön aussieht. Ich gelobe Besserung.

Clear Sky und viele Grüße nach Deutschland oder wo auch immer ihr gerade seid,

euer Alex

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2 comments

  1. Verfolge gespannt die Berichte – und möchte darauf hinweisen, dass die aufgenommene Sternwarte bereits vor 10 Jahren von der Uni aufgegeben wurde: Seither wird das https://en.wikipedia.org/wiki/David_Dunlap_Observatory in unterschiedlichen Konstellationen für die Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt.

    • Alexander Putz sagt:

      Vielen Dank fürs lesen Daniel!

      Ah das wusste ich gar nicht. Als ich die Sternwarte als aus dem Flugzeug sah, dachte ich sogar zuerst das wäre eine Privatsternwarte. Naja von oben sieht alles dann doch etwas kleiner aus…

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