Neue Fotos für die Homepage und neue Fotoworkshops

Mittlerweile hatte ich schon ein paar Sternführungen die alle sehr gut verlaufen sind. Auch mit dem Englisch klappt es immer besser und es stellt sich langsam eine Routine ein. Die Zeitung war leider immer noch nicht da, wird jedoch hoffentlich in den nächsten Wochen kommen.
Für unsere Homepage wollten wir ein paar neue Bilder machen, weswegen es für mich nun das erste mal beruflich hieß: “mach schöne Astrofotos!”
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Gegen 23 Uhr traf ich etwa auf unserer Beobachtungsplattform ein. Vorher lohnt es sich nicht, da die astronomische Dämmerung erst gegen 23:30 Uhr einsetzt. Man merkt jedoch die 9° Breitengradunterschied zu Berlin deutlich. Die Sonne wandert im Norden viel weiter unter den Horizont, sodass selbst jetzt im Juni die Milchstraße nachts noch deutlich zu sehen ist und wir immer noch eine astronomische Dämmerung bekommen (in Berlin gibt es den ganzen Juni und Juli über keine astronomische Dämmerung).
Außerdem steigen die Sternbilder im Süden viel höher, was die Beobachtungsbedingungen noch einmal verbessert.

Milchstraßenbild

Für das Milchstraßenbild wollte ich die Beobachtungsplattform im Vordergrund haben. Also bin ich etwa 20m auf dem Steg zur Plattform zurückgegangen und habe mich dort mit Blickrichtung zur Milchstraße platziert. Um den Vordergrund beim späteren Stacken nicht zu sehr zu verwischen, habe ich mich dazu entschieden mit der Belichtungszeit etwas über das Maximum zu gehen. Somit habe ich weniger Bilder, jedoch hellere Einzelbilder. Das erhöht zwar das Rauschen, jedoch ist der Himmel so dunkel, dass das bei den kurzen Belichtungszeiten nicht ins Gewicht fällt. Ich wählte 20s Belichtungszeit und ISO3200 bei 11mm Brennweite. Das Resultat ist ein Stack aus 10 Bildern.
(Für mein erstes reines Milchstraßenbild habe ich um die 40 Bilder gemacht)
Die Bilder wurden dann mittels Deep Sky Stacker, Fitswork und GIMP bearbeitet (alles freeware!). Auf die Bearbeitung werde ich jetzt hier nicht weiter eingehen. Das würde den Rahmen des Artikels sprengen.

Mondbild

Zusätzlich wollten wir für die Homepage noch ein schönes Mondbild haben, weswegen ich mit der Videofunktion meiner Canon 700D das Beste gab. Es ist ja kein Geheimnis das DSLRs für Mond und Planetenbilder nicht so gut geeignet sind, jedoch hatte ich keine Planetenkamera zur Verfügung. Auch habe ich bis jetzt noch nicht viel Erfahrung mit Mond und Planetenfotografie gemacht. Der Mond ging um 1 Uhr auf und mein Mondbild habe ich etwa gegen 2:30 Uhr gemacht. Um die Zeit begann langsam unser Liegestuhl zu gefrieren und selbst in meiner dicken Winterausrüstung wurde mir kalt. In Deutschland hätte ich wohl mit Pullover die ganze Nacht durchgehalten.

Möchte man ein gutes Mond oder Planetenbild erstellen, nutzt man nicht mehr die Einzelaufnahmefunktion und sucht sich das beste Bild heraus. Mittlerweile nimmt man ein Video des Objekts auf und stackt die besten Einzelbilder, wodurch man ein sehr rauscharmes und scharfes Endbild erhält. Hierfür sollte man jedoch deutlich mehr Frames pro Sekunde aufnehmen als mit der DSLR möglich sind.
Nichtsdestotrotz habe ich etwa eine Minute lang ein Video des Mondes durch unser 10″ SC Teleskop aufgenommen und dann mit Autostakkert gestackt und GIMP nachbearbeitet.
Dasselbe habe ich noch einmal mit Jupiter gemacht. Das Jupiterbild werden wir aber nicht auf die Homepage stellen. Dafür ist es einfach zu schlecht geworden und die Ausrüstung nicht gut genug.
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jupiter

neue Astrofotografie Workshops

In der letzten Zeit hatten wir immer wieder Gäste gehabt die sich dafür interessiert haben den Nachthimmel zu fotografieren. Also haben wir uns gedacht, warum bieten wir das ganze nicht als Paket an(http://www.troutpoint.com/packages.html). Ab jetzt gibt es auch einen dreitägigen Fotografieworkshop mit mir. Wir werden uns erst etwas die Theorie und Basics zur Fotografie bei Nacht anschauen und dann gleich am Abend loslegen. An den nächsten Tagen werden wir uns tagsüber der Bildbearbeitungund und Nachts der Fotografie widmen. Mittags eventuell einen Blick durch das Sonnenteleskop auf unsere Sonne werfen. Alles natürlich nur mit Freeware. Ich persönlich finde es immer sehr schade wenn Kursanbieter auf Photoshop und Lightroom zurückgreifen. Natürlich wird das Bild dadurch vielleicht etwas besser, jedoch hat sogut wie kein Fotografieanfänger Photoshop oder Lightroom legal privat zur Verfügung. So ist es nicht möglich das ganze zuhause noch einmal nachzuvollziehen.
Ich bin gespannt ob und wie das ganze Anlaufen wird!

Clear sky,
euer Alex

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